Wir fahren zum Parkplatz P1 am Vorderen Gosausee, der bereits zu zwei Dritteln belegt ist. Die meisten dieser Autos und ihrer Insassen dürften hier übernachtet haben. Es handelt sich hauptsächlich um Sportler, die vermutlich den Klettersteig auf den Großen Donnerkogel bezwingen wollen.
Wir frühstücken und bereiten uns auf die Wanderung zum Hinteren Gosausee vor. Laut Komoot-Planung liegen 13,5 km und nicht ganz 300 Höhenmeter vor uns.
Um 8 Uhr machen wir uns auf den Weg. Da die Internet-Verbindung am Parkplatz schlecht ist (bzw. T-Mobile überhaupt nicht funktioniert, wovon ich als HoT-Kunde betroffen bin), probieren wir am Seeufer, die Komoot-Route auf die Garmin-Uhren zu übertragen. Das Handy zeigt zwar nur einen Balken an, aber der Datentransfer klappt.
Wir gehen am nordöstlichen Ufer des Vorderen Gosausees entlang in Richtung Südost.
Immer wieder bleiben wir stehen, um zu fotografieren und zu filmen.
Bei der Fahrt zum Vorderen Gosausee zeigte das Autothermometer 10 Grad. Inzwischen ist die Temperatur etwas gestiegen (es ist problemlos möglich, nur ein T-Shirt zu tragen - natürlich zusätzlich zu Unterhose, Socken, Wanderhose und Wanderschuhen), aber wir sind froh, relativ früh unterwegs zu sein. Im Laufe des Tages soll es sehr viel heißer werden.
Als wir den Vorderen Gosausee hinter uns gelassen haben, geht es erstmals etwas hinauf. Wir erreichen die Gosaulacke, einen See, der in trockenen Sommern auch verschwinden kann. Im heurigen Sommer war es feucht genug, dass zusätzlich auch einige weitere Teiche mit Wasser gefüllt sind.
Durch die häufigen Fotostopps werden wir gelegentlich von anderen Wanderern überholt (es sind noch relativ wenige unterwegs), aber auch von einigen Kühen, die ebenfalls zum Hinteren Gosausee wandern.
Nach der Gosaulacke geht es fast 200 Höhenmeter mit einer durchschnittlichen Steigung von 8 Prozent bergauf. Hier holen wir die Kühe (zu denen inzwischen noch ein paar mehr gestoßen sind) ein. Es sind auch Kälber darunter, und die Mutterkühe muhen sehr laut. Um keinen Angriff zu provozieren, gehe ich ein paar Meter in den Wald hinein. Einige andere Kühe sind ruhig, diese überholen wir langsam, ohne abrupte Bewegungen und mit Respektabstand (soweit dies auf der einspurigen Straße möglich ist).
Wir erreichen den Hinteren Gosausee.
Auf der anderen Seite des Sees befindet sich die Hohe Holzmeister Alm.
Wir treffen kurz vor 11 Uhr ein und beschließen, hier zu Mittag zu essen: Käsekrainer mit Erdäpfelsalat, Senf, Ketchup und eine Scheibe Brot. Dazu trinken wir einen halben Liter Holundersaft.
Während wir essen, trifft auch die Kuhherde ein. Außerdem kommt ein Auto mit Blaulicht nicht ganz bis zur Hütte. Etwas später landet ein Hubschrauber. Möglicherweise ist jemand erkrankt oder hatte einen Unfall und muss ins Krankenhaus transportiert werden.
Um 11:40 machen wir uns auf den Rückweg. Da wir nun weniger fotografieren und filmen, sind wir deutlich schneller unterwegs. Dass es praktisch nur eben ist bzw. bergab geht, könnte natürlich ebenfalls zur Geschwindigkeitssteigerung beigetragen haben.
Wir gehen den gleichen Weg zurück (wobei uns nun sehr viele Wanderer entgegen kommen), bis wir den Vorderen Gosausee erreichen. Hier folgen wir dem Weg, der am südwestlichen Ufer entlang führt.
Am Parkplatz angelangt (um 13:25), benutzen wir die öffentliche Toilette, dann fahren wir mit Ludwig van Tourer zum Staubecken Gosauschmied. Wir entspannen uns auf den Campingstühlen, hören Hörbücher bzw. arbeiten (jemand muss ja diesen Blog schreiben). Am Abend gibt es Faschierte Laibchen mit Tomatensalat. Gestern war es dafür zu kühl, aber heute essen wir im Freien. Das Dessert ist Joghurt mit frischen Birnen und Nektarinen.
Unsere Route, wie sie von Komoot aufgezeichnet wurde (dort wird unsere Wanderung als „schwer“ bezeichnet, was aber nur an der Länge von fast 14 km liegt; der gestrige Aufstieg durch die Klamm zur Ebenalm war deutlich anstrengender):
Kilometerstand: 204 km (5 km zum Vorderen Gosausee und zurück gefahren).