Wir biegen in Richtung Osten ab. Neben der Straße sehen wir ein Reh. Wir fahren nach Bad Goisern und dort mehrere Kilometer über eine enge Bergstraße zum Berghof Predigstuhl. Hier essen wir Bananen zum Frühstück, verzichten heute aber auf Kaffee. Ich habe gestern Abend mit Komoot eine Wanderung zur Hütteneckalm geplant, die in einem Reiseführer empfohlen wird. Sie ist mittelschwer, etwas mehr als 8,5 km lang, und es sind ca. 300 Höhenmeter zurückzulegen.
Um 8:55 marschieren wir los. Der Weg führt teilweise durch den Wald, teilweise geht man auf Forststraßen. Die durchschnittliche Steigung beträgt 8 Prozent.
Wir passieren die Roßmoosalm.
Wir gehen nicht auf dem kürzesten Weg zur Hütteneckalm, sondern biegen links auf einen schmalen Weg ab, der zur bewaldeten Rückseite der Zwerchwand führt.
Dabei nehmen wir eine falsche Abzweigung und gelangen zu einem Klettersteig.
Wir gehen zurück und steigen einen schmalen Pfad hinauf, der recht verwachsen ist. Offenbar wird er nur selten begangen.
Eine Tafel warnt davor, den Weg zu verlassen, da es hier tiefe Dolinen (trichterförmige Hohlräume) gibt.
Wir erreichen eine Forststraße, wo uns ein Wegweiser zur Hütteneckalm leitet. Durch die mit Komoot geplante Tour, die wir auf unsere Garmin-GPS-Sportuhren übertragen haben, sind wir auf Wegweiser aber nicht angewiesen.
Kurz vor der Alm rasten wir auf einer Bank, essen zwei Schokoriegel, bevor sie durch die Hitze zu weich werden, und beobachten einige Mountainbiker, die an uns vorbeiradeln (die meisten sind mit e-Bikes unterwegs).
Von der 1240 m hoch gelegenen Hütteneckalm ...
... hat man einen herrlichen Ausblick zum Dachstein. Heute ist es allerdings recht dunstig.
Um 11 Uhr essen wir im Almgasthaus Käsenockerl mit gemischtem Salat.
Der Rückweg führt uns durch ein Gebiet, wo 1978 und 1983 gewaltige Felsbrocken von der Zwerchwand abgebrochen sind.
Nach diesem Bergsturzgelände erreichen wir bald wieder den Weg, auf dem wir am Morgen bereits in der Gegenrichtung gewandert sind. Um 12:30 sind wir bei Ludwig zurück. Der Parkplatz würde sich übrigens für eine Übernachtung eignen.
Es ist aber noch zu früh zum Übernachten. Wir beschließen, den Offensee aufzusuchen (kurz vor dem Traunsee muss man rechts abbiegen und ein paar Kilometer ostwärts in ein schmales Tal fahren). Wie an einem Sommer-Sonntag mit herrlichem Wetter nicht anders zu erwarten, ist der Parkplatz überfüllt. Wir finden aber mit Glück ein Plätzchen für unser Reisemobil.
Wir spazieren ein paar hundert Meter am See entlang, drehen aber bald wieder um.
Zwei Kilometer vom Offensee entfernt finden wir eine Parkmöglichkeit, wo wir neben Ludwig im Schatten sitzen können. Hier verbringen wir den Nachmittag, lesen die Sonntagszeitungen und schreiben den heutigen Blogeintrag.
Als Abendessen gibt es Faschierte Laibchen, Gurkensalat und Joghurt mit Früchten.
Wir fahren dann zum Pötschenpass, wo wir heute übernachten werden.
Unsere Route:
Kilometerstand: 394 km (131 km gefahren).