Donnerstag, 4. Juni 2026

Slowenien und Norditalien, Tag 16 (Donnerstag, 4.6.2026): Wanderung auf den Helm

Am Morgen ist es kühl (6 Grad), es soll aber ein schöner Tag werden. Regen wird erst am Abend erwartet. Also ziehe ich mir gleich die Wanderkleidung an ...


... und fahre nach Sexten. Kurz vor 9 Uhr treffe ich am kleinen zentralen Parkplatz ein.


Dieses Mal weiß ich, dass es günstiger ist, wenn man die Seilbahnkarten online kauft (Berg- und Talfahrt mit dem sogenannten Helmjet um 33 statt 36 Euro). Man bekommt einen QR-Code zugesandt. Das Handy mit dem Code hält man beim Eingang unter den Scanner. Die nächste Zehnerkabine ist gerade da, da geht sich unten nicht einmal ein Foto aus. 


Die Bergstation liegt in 2050 m Höhe.


Ich habe in Komoot eine Tour gespeichert und auch auf die Garmin-Uhr übertragen. Es gibt aber Probleme. Die Komoot-App stürzt immer ab, wenn ich die Navigation starte, und auf der Uhr wird die Route nicht angezeigt. Auch Neustarts von Handy, Uhr und App bringen keine Besserung. Ich kann die Tour aber online aufrufen, dann funktioniert Komoot. Zuerst ist der Weg Kinderwagen-geeignet, aber dann soll ich auf einen schmalen Pfad abbiegen. Dieser dürfte nicht oft gegangen werden, denn immer wieder kommen Stellen, an denen er mit niedrigem Gebüsch fast zugewachsen ist. Einmal brauche ich die GPS-Anzeige, um zu erkennen, wo es weitergeht. Gelegentliche Farbmarkierungen zeigen mir aber, dass ich richtig unterwegs bin. Dann wird der Weg steiler. Ich hole die Wanderstöcke aus dem Rucksack. Schließlich erreiche ich den Weg, den die meisten wählen, die den Helm (alias Monte Elmo) von dieser Seite bezwingen wollen. Der letzte Anstieg auf den Gipfel ist ziemlich steil. Oben wird ein Schutzhaus gebaut, ein Hubschrauber bringt Material. Ich lege kurz nach 12 am Gipfel (der genau auf der Grenze zu Österreich liegt) eine Yfood-Pause ein. Man hat hier eine fantastische Aussicht, auf der einen Seite bis zum Großglockner, auf der anderen die Dolomiten, wo sogar die drei Zinnen erkennbar sind.

















Der Abstieg vom Helm-Gipfel und der Rückweg sind deutlich einfacher - nicht nur, weil es bergab geht, sondern weil man ständig auf einem unbefestigten Fahrweg unterwegs ist. Ich passiere die Hahnspielhütte und treffe um 13:35 bei der Helmjet-Bergstation ein.








Ich setze mich in Ludwig, um etwas zu rasten, und schreibe den Blog. Anschließend fahre ich nach Innichen, um das WC am östlichen Parkplatz zu benutzen und mich dort umzuziehen.


Anschließend tanke ich um 1,999 Euro pro Liter Diesel und fahre nach Bruneck zum Einkaufen - aber nicht zum Lidl ohne Parkplätze, sondern zum Interspar. Vor dem Eingang fährt gerade jemand weg, da stelle ich mich gleich hin. Um die Ecke gibt es einen größeren Parkplatz. Ich marschiere durch alle Gänge zwischen den Verkaufsregalen, aber leider finde ich kein Yfood.


Ich könnte wieder den Erdpyramiden-Parkplatz aufsuchen, aber ich möchte auch andere Übernachtungsmöglichkeiten erkunden - es ist immer gut, wenn man etwas Auswahl hat. In Bruneck gibt es einen großen PKW-Parkplatz (max. 2,30 m hoch), kostenpflichtig zwischen 8 und 16:30, ohne irgendeinen Hinweis auf ein Verbot, im Auto zu schlafen. Gleich vis-a-vis liegt ein zweiter, etwas kleinerer Parkplatz ohne Höhenbeschränkung. Ich beschließe, hier zu bleiben, da kann ich morgen gleich wieder im Interspar einkaufen und eventuell die Toilette im Obi benutzen. Ich stehe zwar rund 80 m von einer stark befahrenen Straße entfernt, aber ich denke, in der Nacht wird dort wenig los sein.


Mein Abendessen: Thunfisch mit Bohnen und Baguette, Heidelbeer-Joghurt mit Nüssen.


Meine Wanderung auf den Berg Helm:


Meine Route:



Kilometerstand: 2569 km (89 km gefahren).