Die Temperaturen beim Nationalpark-Zentrum im Martell-Tal in 1200 m Seehöhe sind - wenn man bedenkt, in welcher Hitzewelle wir uns befinden - noch annehmbar. Beim Schlafengehen hatte es in Ludwig Junior 25 Grad, am Morgen sind es 22 Grad. Im Freien ist die Temperatur auf 17 Grad gesunken, steigt aber rasch, sobald die Sonne den Boden erreicht. Der große LKW mit Anhänger ist irgendwann in der Nacht verschwunden. Drei WoMos haben hier genächtigt.
Wie ich in Google Maps gesehen habe, verfügt der Lidl in Latsch über einen Parkplatz hinter dem Gebäude, wo auch Wohnmobile Platz haben. Nicht nur das, PKWs können unter dem Gebäude im Schatten stehen. Es handelt sich um ein kleines Einkaufszentrum (u.a. auch mit einem dm), das Sonntags geöffnet ist. Gut zu wissen: es gibt eine Toilette.
Danach fahre ich zur Talstation des Sessellifts auf die Tarscher Alm. Das Ticket für eine Berg- und Talfahrt kostet 21 Euro (keine Ermäßigung für Senioren).
Von der Tarscher Alm in rund 1900 m Seehöhe wandere ich auf einem schmalen Wald-Pfad zuerst meistens bergab. Links geht es recht steil hinab, aber durch die Bäume muss man nicht schwindelfrei sein, um keine Probleme beim Gehen zu haben. Zuletzt muss man rund 50 Höhenmeter bergauf marschieren, um den Tarscher See zu erreichen. Es ist dunstig und schwül, mein T-Shirt ist nach kurzer Zeit schweißdurchtränkt. Ich drehe um und kehre zur Bergstation des Sessellifts zurück, wo ich um 12:15 eintreffe - rechtzeitig bevor um 12:30 die eineinhalbstündige Mittagspause beginnt.
Die beiden höheren Ebenen des Sessellift-Parkplatzes sind eben (hier befindet sich keine entsprechende Tafel, aber im gesamten Gemeindegebiet ist Campieren verboten) und völlig leer. Anfangs habe ich Schatten (das Foto schieße ich aber erst um 14:40, als Ludwig Junior sich in der Sonne in eine Sauna verwandelt hat).
Ich esse Bratwürste und Salat. Das Abenddessert (Him- und Heidelbeeren, Joghurt, Nüsse) lasse ich mir ausnahmsweise bereits zu Mittag schmecken.
Die Klimaanlage leistet Schwerarbeit, während ich hinunter nach Latsch fahre. Nach neun Kilometern in Richtung Meran biege ich links ins Schnalstal ab. In Unsere Frau in Schnals lege ich beim Museum Campus Transhumanz (geschlossen wegen Bauarbeiten) eine Pause ein. Wie in so vielen Südtiroler Gegenden begrüßt mich ein Campieren verboten-Schild. Ich befinde mich in mehr als 1500 m Seehöhe. Es ist viel zu heiß.
Ich möchte die Wallfahrtskirche ...
... aufgrund ihrer Temperatur am liebsten gar nicht verlassen.
Im kleinen Laden nebenan kaufe ich ein Cornetto.
Oberhalb des Dorfs befindet sich der Vernagt-Stausee.
Der gebührenpflichtige Parkplatz (kein Schatten) mit 2,20 m Höhenbeschränkung kostet von 0 bis 24 Uhr 5 Euro (30 Minuten gratis).
... in Kurzras in etwas über 2000 m Höhe gibt es eine Seilbahn, eine Kapelle, ein Hotel (vielleicht auch mehr), ein Restaurant und gebührenpflichtige Parkplätze. Der offizielle WoMo-Stellplatz kostet 45 Euro.
Es ist nach 17 Uhr. Ich fahre zu meinem Lieblings-Übernachtungsplatz in Südtirol. Ein Wohnmobil ist schon da. Spter kommt noch eines. Um 18:30 beträgt die Temperatur 29 Grad. Ich öffne alle Türen.


































