Montag, 12. Oktober 2026

Ungarn, Tag 11 (Montag, 12.10.2026): Esztergom

Tagsüber hört man auf dem Übernachtungsplatz nahe Esztergom zwar die Autos auf der Straße hinter einigen Bäumen und Büschen vorbei fahren, in der Nacht war es aber sehr ruhig. Am Morgen ist es bewölkt bei 6 Grad, die Wolken sollen jedoch bald abziehen, wobei eine Tageshöchsttemperatur von 16 Grad vorhergesagt wird.


Eigentlich müsste ich wieder Obst kaufen, aber ich verschiebe den Einkauf auf später, da ich die Parkplatzsituation in Esztergom nicht kenne. Ich fahre zu einem kostenlosen Parkplatz in der Nähe der Kathedrale. Dort stehen bereits viele PKWs, aber ich finde ein Plätzchen für Ludwig van Tourer.


Ich unternehme einen Rundgang durch die Stadt. Esztergom (nicht ganz 30.000 Einwohner) war vom 10. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts Hauptstadt des Königreichs Ungarn. Die Basilika, die neben der Burg auf einem Hügel errichtet wurde, ist die größte Ungarns und steht auf Platz 18 der größten Kirchen der Welt. Die Besichtigung der prachtvollen Kirche (neben Budapest zweifellos ein Highlight einer Ungarn-Reise) ist kostenlos, man kann aber auch die Krypta und/oder die Schatzkammer besuchen und/oder mehr als 400 Stufen auf die Kuppel hinaufschnaufen. Ich nehme das Kombi-Ticket für alle drei Attraktionen und zahle als Pensionist 3300 Forint (9,03 Euro) statt 5600 (ich werde nach meinem Alter gefragt, die Kassiererin glaubt mir, als ich es nenne, und verlangt keinen Ausweis). In der Schatzkammer darf nicht fotografiert werden, was wahrscheinlich gut ist, denn sollte Trump zufällig Fotos davon sehen, würde er angesichts der vielen goldenen Gegenstände ausflippen und den besten Ball-Saal aller Zeiten um die beste, größte, tollste Schatzkammer aller Zeiten erweitern (natürlich mit goldenen Drohnen, damit das ganze als militärisches Projekt bezeichnet werden kann).















Nach der Kirchenbesichtigung erklimme ich entlang eines Kreuzwegs einen zweiten Hügel mit einer Kapelle und tollem Blick auf die Kathedrale. Danach gehe ich durch die Fußgängerzone und anschließend zur Donau, wo eine Brücke in die Slowakei führt.








Ich koche heute Mini-Berner zu Mittag, weil ich bei einem slowakischen Lidl schauen möchte, ob es dort Baguettes gibt (dann könnte ich am Abend Sardinen mit Baguette essen).


Der slowakische Lidl führt leider keine Baguettes. Ein paar Preise: Bananen: 1,59 Euro. Äpfel: ab 1,39 Euro. Eierspätzle: 1,99. 210 g Hummus: 1,29 im Angebot (Normalpreis: 1,39). 8 Mini-Berner: 2,99. 150 g Joghurt: 0,19. 500 g gefrorene Heidelbeeren: 3,49. 300 g gefrorene Brombeeren: 1,99. 6 Lidl-Magnum: 3,99. 8 Eisstanitzel (Vanille): 3,45 Euro. Übrigens gibt es Flaschen-Rückgabe-Automaten wie in Österreich und Ungarn. 2 e-Autos können geladen werden (mit 22 bzw. 50 kW), aber es ist kein Preis angeschrieben.


Da ich Wasser brauche, fahre ich anschließend zu einem Lidl in Esztergom (gut, dass Ludwig nicht mehr als 3,5 t wiegt, sonst wäre der Ausflug in die Slowakei nicht erlaubt gewesen). Es stehen vier Ladeplätze zu je 22 kW zur Verfügung (kein Preis angeschrieben).


Ich mache einen Ausflug ins Pilis-Gebirge (was man in Ungarn halt so Gebirge nennt - anderswo würde man sagen, dass die Berge etwas höhere Hügel sind). Nach rund 10 km erreiche ich einen Picknickplatz mit schlechtem Internet-Empfang, der sich im Gebiet eines Nationalparks befinden könnte.


Ich fahre weiter auf den Berg Dobogokö (699 m), wo es ein paar Gasthäuser gibt und mehrere große Parkplätze auf Wanderer warten. Die Parkgebühr muss irgendwie per SMS bezahlt werden, was mit einem ausländischen Handy ziemlich sicher nicht funktioniert.


Ich kehre auf der holprigen Straße (straßenmäßig sind die Ungarn die Belgier Osteuropas) nach Esztergom zurück, wo ich tanke ...


... und dann entlang der Donau meinen heutigen Schlafplatz in der Nähe der Burg Visegrad aufsuche.


Mangels Baguette gibt es Brot zu den Sardinen.


Mein Weg durch Esztergom:


Meine Route:



Kilometerstand: 869 km (78 km gefahren).