Freitag, 16. Oktober 2026

Ungarn, Tag 15 (Freitag, 16.10.2026): Freilichtmuseum Sostogyogyfürdö

Ludwig war das einzige Wohnmobil auf dem ruhigen Parkplatz bei der Synagoge in Tokaj (wobei - genau genommen - es sich um einen PKW-Parkplatz handelt; laut Kommentaren in Park4night hat bisher aber niemand diesbezüglich Probleme bekommen). Am Morgen hat es 8 Grad bei wolkenlosem Himmel.


Ich fahre nach Nyiregyhaza, wo ich zum ungarischen Einheitspreis von 707 Forint (1,94 Euro) pro Liter Diesel tanke (manchmal trifft man auch auf eine Tankstelle, die 706,9 oder 706 Forint verlangt). Die Landschaft ist hier so, wie man sich Ungarn vorstellt: flach.


Mein Ziel ist der Vorort Sostogyogyfürdö, wo es einen Zoo und ein Freilichtmuseum gibt (und viele übernachtungsgeeignete Parkplätze - allerdings wechselt mein iPhone mit Magenta-Simkarte gelegentlich auf eine schwache E-Verbindung). 


Ich besuche Letzteres. Für den Eintritt wird mir erstaunlicherweise ein Seniorenpreis von 300 Forint verrechnet (0,83 Euro), obwohl auf der Preisliste 1400 Forint (statt 2800 Normalpreis) steht.










Mein Mittagessen: Brote mit Hummus.


Ich fahre nach Nyirbator und parke in der Nähe der calvinistischen St. Georgskirche mit dem höchsten und ältesten (1640) hölzernen Glockenturm in Ungarn. Eigentlich kann sie nur vormittags besichtigt werden, aber eine Frau erkennt mein Interesse und verständigt eine andere im nahen Cafe, die mich Kirche und Turm besichtigen lässt (Eintritt: 800 Forint = 2,21 Euro). Es wird auch ein Video mit englischen Untertiteln über die Geschichte der Kirche abgespielt. 
Anschließend spaziere ich - an mehreren Skulpturen vorbei - zur katholischen Minoritenkirche (geschlossen).












Der nächste Lidl befindet sich in ca. 30 km Entfernung in Rumänien, aber auf meiner Route nach Debrecen liegt eine Filiale in Hajdusamson fast auf dem Weg.


Bis zu einem Übernachtungsplatz aus Park4night in Debrecen sind es noch ungefähr 10 Kilometer. Seit Nyirbator bin ich fast ständig in Richtung Sonne gefahren, aber jetzt steht sie so niedrig, dass sie besonders unangenehm ist. Es ist auch viel Verkehr, aber ich kann auf einer vierspurigen und zuletzt zweispurigen Straße mehr oder minder immer geradeaus fahren. Hinter mir in Ludwig fällt etwas laut auf den Boden - habe ich den Klapphocker nicht verstaut? Dann muss ich rechts in einige enge Gassen abbiegen. Das Navi führt mich zu einer (offenen) Schranke bei einem offenbar unbesetzten Kassenhäuschen mit ungarischem Text auf mehreren Tafeln. Während ich noch überlege, ob ich hier richtig sein kann, öffnet sich ein Fenster im Häuschen, und ein Mann deutet mir, dass ich weiterfahren soll. Ich befinde mich im Bereich des Universitäts-Campus mit vielen leeren Parkbuchten, aber ich bin nicht sicher, ob ich überhaupt hier sein darf. Außerhalb des Zauns sehe ich einen großen und sehr vollen Parkplatz - und tatsächlich ist dieser in Park4night eingetragen. Dreißig Meter weiter befindet sich eine Ausfahrt. Ich gebe einen alternativen, nahen Spot ins Navi ein (beim Hallenbad), fahre aber zunächst am großen Parkplatz vorbei - keine Chance, dort derzeit unterzukommen, er wird sich wahrscheinlich erst im Laufe des Abends leeren. Aber beim Hallenbad finde ich ein Plätzchen, wobei hier kaum Straßenverkehr zu hören ist.


Das Lärm von zuvor: die Campingtische und -stühle sind hinuntergefallen, weil die Halterung gebrochen ist :-(


Mein Abendessen: Mini-Berner mit Salat. Brombeer/Heidelbeer-Joghurt mit Nüssen.


Außerdem lasse ich mir ein Halloween-Donut schmecken.


Mein Weg beim Freilichtmuseum:


Mein Weg in Nyirbator:


Meine Route:



Kilometerstand: 1437 km (155 km gefahren).