Der Übernachtungsplatz beim Hallenbad in Kecskemet ist prinzipiell nicht schlecht, allerdings liegt er neben einer Eisenbahnlinie. Ich wurde zweimal von einem Zug aus dem Schlaf gerissen, bin danach aber gleich wieder eingeschlafen. Ich stehe heute bei einer Temperatur von 8 Grad noch vor Sonnenaufgang um 7:05 auf. Ein zweites Wohnmobil steht auf der anderen Seite des Parkplatzes.
Um 6:50 Uhr mache ich mich mit Ludwig auf den Weg zu einem Parkplatz im Zentrum. Die Ungarn sind Frühaufsteher, es sind schon viele Autos unterwegs. Der Parkplatz ist völlig leer, er darf nämlich erst ab 8 Uhr benutzt werden. Auf der Straße neben der Einfahrt gibt es leere Parzellen, aber Ludwig ist für diese zu lang. Ich gebe einen anderen Parkplatz etwas außerhalb des Zentrums ins Navi ein. Auf dem Weg dorthin entdecke ich in einer Nebenstraße einen Längsparkstreifen ohne Längenbeschränkungen (kostenpflichtig ab 8 Uhr um 500 Forint = 1,38 Euro pro Stunde).
Das Zentrum von Kecskemet ist nicht groß, wofür ich in Anbetracht meiner schmerzenden linken Ferse nicht unglücklich bin.
Ich trage den Parkplatz in Park4night ein und lade ein Foto hoch. Anschließend fahre ich zum nächsten Lidl in eineinhalb Kilometer Entfernung (ich muss nur geradeaus der Straße folgen).
Es folgt eine langweilige Fahrt durch die Große Ungarische Tiefebene (auf guten zweispurigen Straßen). Abwechslung bietet ein Tankstopp (Preis pro Liter Diesel: 704 Forint = 1,94 Euro).
Anschließend fahre ich zu einem Tagesparkplatz an einem See (die letzten 200 m nicht asphaltiert und mit Schlaglöchern),...
Mein nächstes Ziel ist Kalocsa (nicht ganz 15.000 Einwohner). Ein paar Kilometer verlaufen sehr holprig (nicht mehr als 50 km/h möglich), aber ansonsten sind die Straßen frisch asphaltiert. In Park4night ist nur ein Tagesparkplatz beim Friedhof eingetragen, recht weit von der Kathedrale entfernt, aber in der Pocket Earth-App finde ich einen PKW- und Busparkplatz in der Nähe der Kirche.
Es ist 15:30 Uhr. Ich trage den Parkplatz in Park4night ein und mache auf die Suche nach potenziellen Schlafplätzen. Der erste liegt an der Donau, ...
... aber an einem schönen Abend wie heute kommen wahrscheinlich immer wieder Ausflügler hierher. Außerdem weiß ich nicht, ob in dieser Jahreszeit noch Gelsen und ähnliches Getier unterwegs sind.
Ich fahre zurück nach Kalocsa und dann nach Süden (holprig!) bis zu einer Donaubrücke. Am Ende des Dorfes Bogyiszlo wartet ein ruhiger Parkplatz auf mich. Ich werde hier auf den nächsten Morgen warten.
































