Nach einer - wie immer bei der Seilbahn in Vals - sehr ruhigen Nacht stehe ich bei bewölktem Himmel (mit gelegentlichen Auflockerungen) auf. Die Temperatur beträgt 7 Grad. Eigentlich wollte ich heute nach Sterzing und von dort Richtung Timmelsjoch fahren, aber die Wettervorhersage für den Norden Südtirols ist schlechter als ein Stück weit im Süden. Ich werde daher noch warten und mir heute die Gegend östlich und südlich von Brixen anschauen. Da die Jackery-Powerstation fast leer ist, ist ohnehin eine längere Fahrt angebracht, um sie wieder zu laden.
Die Straße weiter nach Afers ist etwas schmäler, aber immer noch zweispurig. Es kommen mir nur wenige Autos entgegen. Ich biege links ab. Über eine oft geflickte und daher holprige Straße (eineinhalb bis zwei Spuren breit) erreiche ich einen Parkplatz in fast 2000 m Höhe (von 8 bis 18 Uhr gebührenpflichtig um 4 Euro pro Tag, kein Nachtparkverbot). Die Internetverbindung ist schlecht. In der Nähe befindet sich die Bergstation der Plose-Kabinenbahn.
Zurück auf der Hauptstraße (die nun eineinhalbspurig ist) verlasse ich bald die Route aus dem WoMo-Reiseführer, indem ich links zum Pass Würzjoch abbiege.
Am Würzjoch (1991 m hoch) gibt es einen großen Parkplatz (mit Kassierer für die Parkgebühr). Ich drehe um und kehre zur Abzweigung zurück. Die Würzjochstraße wäre mit Ludwig van Tourer meisterbar, aber deutlich stressiger als mit Ludwig Junior.
Genauso schmal geht es dann bergab nach St. Peter. Ich habe einen Parkplatz in St. Magdalena ins Navi eingegeben. Dieses lässt mich links abbiegen. Das hat zur Folge, dass ich einen schönen Bildstock fotografieren kann, ...
... aber auch, dass die Straße immer schmäler wird, weil die App mal wieder eine Abkürzung gewählt hat und ich das nicht gemerkt habe. Ich atme auf, als ich die Hauptstraße erreiche. Auf dem Parkplatz gibt es nur Tagestickets um 10 Euro (ebenso etwas weiter bei größeren Parkplätzen nach enger Zufahrt hinter dem Ranui-Hof, wo auch WoMos stehen können).
In der Nähe befindet sich ein Foto-Point mit einem berühmten Südtirol-Motiv. Dafür ist aber das Wetter heute nicht gut genug, eine Aufnahme aus dem WoMo-Reiseführer muss genügen.
Es geht auf 13 Uhr zu. Ich habe plötzlich Gusto auf Leberkäs-Semmeln und fahre deshalb zum Eurospar in Milland (es ist angenehm, wieder auf breiten Straßen unterwegs zu sein).
Der Wegweiser zum Kloster Neustift ist mir schon mehrmals aufgefallen. Jetzt habe ich Gelegenheit zu einem Besuch. Ich parke am Tagesparkplatz des Klosters ...
... und besichtige um 11 Euro Eintritt (Nicht-Pensionisten zahlen 13) den Kreuzgang, die Basilika und das Museum.
Anschließend fahre ich Richtung Bozen und dann den Hang hinauf nach Barbian. Die Spitze des schiefen Kirchturms ist laut Wikipedia 1,57 m aus dem Lot (bei einer Turmhöhe von 37 m).
Etwas außerhalb von Barbian befindet sich ein Sportplatz mit übernachtungsgeeignetem Parkplatz (einspurige Zufahrt, aber an das muss man sich in den Südtiroler Bergdörfern gewöhnen).
... und überlege, ob ich die Nacht hier verbringen soll. Die Powerstation ist aber erst zu 59 % geladen (das Laden über die 12 Volt-Steckdose dauert lang), deshalb entscheide ich mich, erneut in Vals zu nächtigen.


































