Der Parkplatz beim WoMo-Stellplatz in Puurs hat mir eine ruhige Nacht ermöglicht. Am Morgen verdeckt eine eintönige Hochnebelschicht bei 12 Grad den Himmel. Ich zähle 9 übernachtende WoMos (inkl. Ludwig).

Nach etwas Hausputz fülle ich das gestern und heute verbrauchte Wasser nach und mache mich um 9:15 auf den Weg nach Merelbeke südlich von Gent, um dort zu tanken (1,579 Euro). Auf der Autobahn sind viele LKWs unterwegs, aber sie hat drei Spuren pro Richtung, so dass ich flott unterwegs sein kann. Einmal nieselt es leicht. Der P+R Parkplatz The Loop am Rand von Gent ist voll belegt. Ich will als Alternative zum nahen Ikea-Parkplatz fahren, doch die Höhenbeschränkung von 2,50 m ist für Ludwig zu niedrig. Ich fahre nochmals zum The Loop, schalte zwischen den geparkten Autos die Warnblinkanlage ein und suche in Park4night und Google Maps nach anderen Parkplätzen, als plötzlich ein Auto wegfährt. Sofort schnappe ich mir den freien Platz. Der Nieselregen ist jetzt stärker, obwohl im Regenradar kein Niederschlag angezeigt wird und auch Kachelmannwetter die Regenwahrscheinlichkeit im niedrigen einstelligen Bereich einschätzt.

Ich esse eine Dose Heringsfilets. Währenddessen verlassen zwei Autos den Parkplatz, worüber sich die nächsten zwei Ankömmlinge (um diese Tageszeit sind das nicht viele) freuen.

Kurz vor 12 gehe ich zur Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 1 (heute nur mit einem Fotoapparat, für Ultraweitwinkel-Aufnahmen werde ich das iPhone verwenden). Wie in Antwerpen kann man die Fahrkarte in der Tram mit Handy oder Bankomatkarte kontaktlos kaufen. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, aber niedrig genug, dass man keinen Regenschirm aufspannen muss.

Nach nicht ganz 25 Minuten habe ich das Zentrum der 270.000-Einwohner-Stadt erreicht. Nun wieder in Stichworten: Recollettenbrücke, Gerichtsgebäude, Sint-Michielsbrug, Sint-Michielskerk (offen von 14 bis 17 Uhr, ich bin zu früh da), Sint-Niklaaskerk, Belfried (UNESCO-Welterbe), Sint-Baafskathedraal, Bisschopshuis, Sint-Jacobskerk, Vrijdagmarkt, Zuivelbrug, Huis aan de Waterkant, Burg Gravensteen, Sint-Stepanuskerk, Grasbrug, De Post, Sint-Michielskerk innen, die Fußgängerzone, ein Schokoladengeschäft vom Erfinder der belgischen Praline (sie schmecken bestimmt gut, aber 43 Euro für eine Box mit 24 Pralinen ist mir zu teuer), Bibliothek De Krook.

























Um 16:30 Uhr erreiche ich die Straßenbahn und fahre zur Endstation, wo Ludwig auf mich wartet.


Mein Abendessen: Gebratene Nudeln mit Salat. Und wie immer das Beerenjoghurt mit Nüssen als Dessert.

Mein Weg durch Gent:

Meine Route:


Kilometerstand: 2511 km (77 km gefahren).