Am Stellplatz in Namur stehen die Wohnmobile zwar recht nahe nebeneinander (und leicht nach hinten geneigt), aber er ist sehr ruhig - wenn man hier einen Platz bekommt, eignet er sich gut für eine Übernachtung. Das Wetter: bewölkt bei 10 Grad.

Mein nächstes Ziel ist Huy. Dreimal laufe ich auf einen Pulk von Radfahrern auf, die zu zweit oder dritt nebeneinander fahren und nicht willens sind, Platz zu machen. Zum Glück kommt gelegentlich eine zweite Spur in Fahrtrichtung, wo man überholen kann. Ich parke unterhalb der Zitadelle auf einem Parkstreifen neben der Straße.

Ich unternehme einen Spaziergang durchs Zentrum der Stadt mit etwas über 20.000 Einwohnern. Die Kirche Collegiale Notre-Dame et Saint-Domitien ist sehr sehenswert, und die Grand Place ist löblicherweise kein Parkplatz. Da ich in den letzten zwei Tagen zwei Zitadellen gesehen habe, erspare ich mir heute den Weg hinauf (es gäbe auch eine Seilbahn).









Ich fahre zu einem Parkplatz …

… mit Blick auf das Atomkraftwerk Tihange.

Hier esse ich Brote mit Mortadella und Käse.

Die Fahrt nach Rochefort verläuft nicht problemlos. TomTom führt mich nicht nach links zurück nach Huy, sondern lässt mich rechts fahren und dann in immer engere Wohngebietsstraßen abbiegen, bis ich durch eine Straße fahren soll, die offensichtlich nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft gesperrt ist. Ich setze mich über die Anweisungen des Navis hinweg und kehre nach Huy zurück. Ich gelange schließlich auf eine autobahnähnliche Schnellstraße. Irgendwann lässt mich TomTom eine Ausfahrt nehmen, ich soll aber sofort in der Gegenrichtung wieder auffahren und schließlich umdrehen. Des Rätsels Lösung für dieses eigenartige Verhalten: Ich habe einen Wegpunkt gesetzt, und das Navi versucht mich diesem so nah wie möglich zu bringen. Danach gelange ich aber ohne weitere Probleme nach Rochefort, wo ich zum Kloster Abbaye Notre-Dame de Saint-Remy fahre.

Die Kirche kann besichtigt werden. Einige Mönche des Ordens der Trappisten singen dort ein Ständchen.

Natürlich brauen sie auch Bier.

Anschließend lasse ich mich zu einem Parkplatz in der Nähe des Zentrums von Rochefort an der Lomme (nicht ganz 13.000 Einwohner) lotsen.

Ich unternehme einen Rundgang zum Rathaus (für Halloween mit Hexen dekoriert), zur Kirche und zu einer Brücke über die Lomme. Die hiesige Spar-Filiale hat geöffnet. Um 15:45 bin ich bei Ludwig zurück und beschließe, heute Frühschluss zu machen (wegen einer Blase auf der rechten Sohle war der gestrige Marsch durch Namur anstrengend, so dass mir ein leichterer Tag für etwas Erholung recht ist). Ich werde am Parkplatz in Rochefort schlafen.







Mein Abendessen: Kaiserschmarrn mit Apfelmus. Joghurt mit Heidelbeeren und Nüssen.

Mein Weg durch Huy:

Mein Weg durch Rochefort:

Meine Route:


Kilometerstand: 3297 km (115 km gefahren).