Die gestrige Fahrt vom Schiffshebewerk nach Mons auf schlechten (sprich: belgischen) Straßen mit der üblichen Straßensperre kurz vor Ankunft war stressig, zumal es nicht mehr lang bis zum Sonnenuntergang war (ich fahre nicht gern bei Dunkelheit), so dass ich nach dem Fertigstellen des Blog-Postings müde ins Bett gefallen bin. Ich hätte daher auch direkt neben der Landebahn eines Flughafens fest geschlafen. Die Straße, in der ich Ludwig geparkt habe, ist in der Nacht aber ohnehin wenig befahren und sehr ruhig. Das ändert sich am frühen Morgen, da dann häufig Autos vorbeifahren. Auch füllt sich der Parkplatz rasch, so dass ihn WoMos (oder besser Kastenwagen, denn die Parzellen sind für ausgewachsene Wohnmobile zu schmal) tagsüber besser meiden. Das Wetter an diesen Mittwochmorgen: eine Mischung aus leichter Bewölkung und blauem Himmel bei 13 Grad (allerdings überziehen im Laufe des Vormittags graue Wolken das gesamte Firmament).

Für eine Stadt mit fast 100.000 Einwohnern ist das Zentrum von Mons relativ klein, deshalb bin ich davon überzeugt, dass ich bis zu Mittag mit der Besichtigung fertig sein werde. Das stellt sich als Irrtum heraus, denn ich bin viereinhalb Stunden unterwegs.











Auf den Belfried (UNESCO-Welterbe) kann man bei einem Eintrittspreis von 9 Euro (60+: 6 Euro) mit einem Aufzug fahren (nach unten benutzt man die Treppe).




Ich besichtige auch das Mundaneum (9 Euro, Ermäßigung erst ab 65), in dem am Beginn des 20. Jahrhunderts versucht wurde, das gesamte Schrifttum der Welt zu klassifizieren und auf Indexkärtchen zu erfassen (also die erste Suchmaschine, lange bevor es Yahoo, Altavista und Google gab).



Ein architektonisches Highlight ist der Bahnhof.



Als spätes Mittagessen trinke ich um 13:30 eine Flasche Yfood.

Es folgt ein Einkauf beim Lidl.

Anschließend fahre ich noch einmal in die Nähe des Schiffshebewerks Strepy-Thieu. Ein Radausflug steht auf dem Programm. Allerdings lässt sich das e-Bike nicht einschalten. Der Grund: der Akku ist leer, weil er versehentlich nicht ausgeschaltet war. Aber zum Glück lässt sich das Bike auch mit Muskelkraft ganz ohne e- betreiben. Da die Tour am Canal du Centre entlang führt, sind wenige Steigungen zu überwinden.






Kurz vor 17 Uhr bin ich wieder bei Ludwig. Heute will ich meinen Schlafplatz nicht erst bei Sonnenuntergang (hier in der Gegend derzeit um 18:50 Uhr) erreichen, deshalb suche ich in Park4night nach einem geeigneten. Ich entscheide mich für einen Schotterplatz in Anderlues, wo ich kurz nach 18 Uhr eintreffe.

Mein Abendessen und -dessert: Eierspeise mit Salat, Joghurt mit Heidelbeeren und Nüssen.

Mein Weg durch Mons:

Meine Radtour zu den Schiffshebewerken:

Meine Route:


Kilometerstand: 2989 km (38 km gefahren).