Samstag, 4. Oktober 2025

Belgien und Luxemburg, Tag 29 (Samstag, 4.10.2025): Vorstoß nach Antwerpen

Ich habe in der Nähe von Sint-Katelijne-Waver eine ruhige Nacht verbracht. Der Regen ist wie vorhergesagt eingetroffen. Es gab einen komischen Temperaturverlauf: zwischen 20 und 7 Uhr ist die Temperatur von 10 auf 17 Grad gestiegen, danach ist sie binnen einer Stunde auf 12 Grad gefallen.


Ich nutze das schlechte Wetter, um in den Reiseführern zu schmökern.


Gegen 11 Uhr ziehen die Regenwolken ab. Auf zum Lidl!


Aber: Der Lidl in Lier hat nur eine Parkgarage, die für Ludwig nicht geeignet ist. Ich möchte in der Nähe tanken, doch der Automat akzeptiert meine Bankomatkarte nicht. Beim nächsten Ziel, dem Lidl in Kontich, verlasse ich mich darauf, dass TomTom die Adresse kennt. Als die Straßen jedoch immer schmäler und zuletzt einspurig werden, wird mir klar, dass mich das Navi irgendwohin führt (möglicherweise zu einem Bauernhof), aber sicher nicht zum Lidl. Ich suche in Google Maps den Straßennamen der Filiale und gebe ihn ins Suchfeld ein - damit klappt es endlich.


Nach dem Wochenend-Einkauf esse ich Brote mit Mortadella und Käse.


Ich wage mich nun nach Antwerpen, mit mehr als einer halben Million Einwohnern die zweitgrößte Stadt Belgiens. Ich habe Ludwig für die Umweltzone registriert (als Euro-5-Diesel darf er noch bis 31.12.2025 hineinfahren), will aber ein paar Parkplätze außerhalb erkunden. Der P+R-Parkplatz Olympiade wäre geeignet, er ist aber bereits überfüllt (einige PKWs stehen auf dem Gras, und andere scheinen im Kreis zu fahren in der Hoffnung, dass jemand wegfährt). Nicht weit entfernt gäbe es Längsparkplätze, aber auch hier sind alle belegt (unter anderem von Wohnmobilen). Der nächste Versuch ist der Parkplatz bei der Sporthal Hoboken. Ich komme am P+R Schoonselhof vorbei, wo ich freie Parzellen sehe. Um dorthin zu gelangen, muss ich umdrehen. Tomtom führt mich in eine Sackgasse. Mit Hilfe von Google Maps erreiche ich schließlich mein Ziel. Eine Regenwolke lässt ihre feuchte Ladung fallen. Kurz danach scheint wieder die Sonne. Es weht starker Wind.


Bei einem Park-and-Ride-Parkplatz braucht man natürlich auch etwas zum Reiten. In diesem Fall ist es die Straßenbahnlinie 10, mit der man in rund 30 Minuten ins Zentrum kommt. Im Internet finde ich heraus, dass man in der Tram bargeldlos eine Fahrkarte kaufen kann. Auch ein Kauf mittels App oder im Web ist möglich.


Es geht schon auf 16 Uhr zu, da zahlt sich ein Besuch der Innenstadt von Antwerpen nicht mehr aus. Ich trage den P+R-Parkplatz in Park4night ein und suche nach einem Übernachtungsplatz. Ich entscheide mich für eine geschotterte Fläche neben einem Fußballplatz am Rand von Hove. Dort steht bereits ein belgisches Wohnmobil. Obwohl ich heute eigentlich so gut wie nichts gemacht habe, war es ein anstrengender Tag, denn das Fahren in Antwerpen und Umgebung (immerhin 60 km weit) ist stressig: viel Verkehr, dann wieder große Gebiete mit Einfamilienhäusern, wo man sich zwischen geparkten Autos durchschlängeln muss. Abgesehen von den Stadtzentren ist Flandern keine schöne Gegend. 


Außerdem gibt es viel zu wenige Abfallkörbe - die zudem oft nur eine winzige Öffnung haben.


Mein Abendessen: Eierspeise mit Salat, Joghurt mit Himbeeren und Nüssen.


Meine Route (ungefähr):



Kilometerstand: 2400 km (60 km gefahren).