Donnerstag, 27. April 2023

Kroatien und mehr, Tag 1 (Donnerstag, 27.4.2023)

Am Morgen bringe ich die letzten Ausrüstungsgegenstände, etwas Verpflegung und die Fotoapparate ins Reisemobil, verstaue das Elektrokabel und trinke einen Kaffee sowie ein Smoothie. Um 8:20 breche ich auf.


Nach einem kurzen Umweg zum nächsten Bankomat fahre ich über den Pogusch ins Mürztal (dabei fallen eine Handvoll Regentropfen) zu einem dm, da ich noch Blasenpflaster kaufen muss.


Um 9 Uhr erreiche ich die Autobahn. Während der Fahrt nach Süden lockern die Wolken auf, und die Temperatur steigt von 5 auf 13 Grad (im Sonnenschein gefühlt noch etwas wärmer). Kurz vor der slowenischen Grenze lege ich auf einem Rastplatz eine WC-Pause ein.


Da ich für Slowenien keine Vignette habe, verlasse ich die Autobahn und fahre nach Mureck. Um 10:30 überquere ich die Grenze (auf der österreichischen Seite steht ein Polizist, auf der slowenischen Seite nicht). Um 11 Uhr erreiche ich Lenart, wo ich vorigen Herbst übernachtet habe. Hier gibt es einen Hofer. Der hat allerdings geschlossen. Also fahre ich ein paar hundert Meter weiter zum Lidl. Der leere Parkplatz zeigt deutlich: ebenfalls zu! Ein Blick in den Reiseführer macht klar, warum das so ist: in Slowenien ist heute ein Feiertag. Also werde ich bis morgen ohne Brot, Obst und Gemüse das Auslangen finden müssen.


In der Rother-App habe ich eine einfache Wanderung entdeckt, die ich absolvieren möchte. Ich fahre daher nach Süden, komme an Ptuj vorbei und erreiche nach 37 km das Dorf Cirkulane. Ich stelle Ludwig beim Sportplatz ab (wo man wahrscheinlich problemlos übernachten könnte) und beschließe, auf das Mittagessen zu verzichten und stattdessen am Abend Kaiserschmarren mit Apfelmus zu essen (das sind nämlich zwei Portionen).


Neben dem Sportplatz befinden sich ein kleines Museum ...


... und eine kleine Kirche.


Ich spaziere ins Ortszentrum, werfe einen Blick in die große Kirche ...


... und beginne von hier den Rundweg.


Er führt mich mehrmals bergauf und bergab durch die Weinberge.





Die Burg Anchenstein alias Grad Borl kommt ins Blickfeld.


Nach etwas über 5 km erreiche ich kurz nach 14 Uhr wieder Cirkulane. Die Temperatur beträgt nun 17,5 Grad.


Ich nehme den Computer und plane die weitere Tour. Um 16 Uhr fallen ein paar Regentropfen. Um 17 Uhr breche ich auf. Ich gebe die Koordinaten der Burg Anchenstein ins Navi ein. Man kann zwar bis zum Eingang hochfahren, allerdings bietet die Burg von dieser Seite kein schönes Fotomotiv. Ich mache mich daher auf den Weg nach Ormoz, wo ich übernachten möchte - und stelle fest, dass der kürzeste Weg über kroatisches Staatsgebiet führt (da es zwischen Slowenien und Kroatien keine Grenzkontrollen mehr gibt, ist das aber kein Problem). Am ersten offiziellen Stellplatz in Ormoz stehen drei WoMos. Ich hätte hier zwar noch Platz, setze die Fahrt aber fort zum nicht weit entfernten zweiten Stellplatz. Er liegt neben einem Teich, wo sich zahlreiche Angler ihr Abendessen besorgen. Die Ver- und Entsorgungssäule ist - wie schon im Herbst - wegen eines Sandhaufens unzugänglich, aber daneben kann Ludwig parken.


Nach einem Spaziergang um den Teich (in der Nähe befinden sich Supermärkte und eine Tankstelle) ...


... erschreckt mich beim Öffnen der Tür Ludwigs Alarmanlage (keine Ahnung, warum die losgegangen ist). Ich schreibe den Blog und koche dann das Abendessen.


Meine Wanderung:


Meine Route:


Kilometerstand: 216 km.