Ludwig bekommt bei der OMV-Tankstelle 33 Liter Diesel spendiert (Preis pro Liter: 1,441 EUR). Danach warte ich am Lidl-Parkplatz, bis der Supermarkt um 8 Uhr öffnet, und hole den gestern nicht möglichen Großeinkauf nach.
Ein Baguette kostet 59 Cent (im Herbst 2022 waren es noch 44 Cent), und das Lidl-Magnum gibt es derzeit in Aktion um 5 Euro für zwei 6er-Packungen.
Nach einem Frühstück am Lidl-Parkplatz (Kaffee und zwei Muffins) gebe ich das erste Ziel in Kroatien ins Navi ein: die Stadt Varazdin (nicht ganz 50.000 Einwohner), die von 1756 bis 1776 die Hauptstadt Kroatiens war. Bis dorthin sind es 24 km. Kurz vor 10 erreiche ich einen Parkplatz östlich des Friedhofs und nicht weit vom Stadtzentrum entfernt, den ich in Park4night gefunden habe, und kann Ludwig auf einen der beiden letzten freien Plätze abstellen. (Später bemerke ich, dass sich die Kommentare in Park4night auf den großen Parkplatz direkt beim Friedhof beziehen, die GPS-Koordinaten aber auf den kleinen Parkplatz hinter einer Schule und bei einigen Wohnhäusern, den ich angesteuert habe, verweisen.)
In den nächsten drei Stunden spaziere ich durch die Stadt, die ein Kandidat für die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste ist, und besichtige auch den Friedhof, der zu den schönsten Europas gehört. Danach habe ich mein Tagespensum von 10.000 Schritten absolviert. Nachfolgend ein paar Fotos:
Zurück in Ludwig esse ich zwei Wurstbrote mit Käse und überlege, was ich am Nachmittag unternehmen soll. Eine Regenzone in Slowenien zieht ostwärts, soll sich aber laut Vorhersage weitgehend auflösen, bevor sie mich erreicht. Ich beschließe, rund 40 Kilometer zum Schloss Trakoscan zu fahren, wo ich um 14:50 eintreffe.
Ich parke Ludwig auf einem nicht asphaltierten Platz und bemerke später, dass es auch einen asphaltierten Parkplatz gibt, wo das Tagesticket für Autos zwischen 8 und 18 Uhr 2 Euro kostet (die Preise für Wohnmobile und Busse sind in Kuna angegeben, ich bin aber zu faul, den Betrag umzurechnen - das Parken eines Wohnmobils kostete, als es noch die alte Währung gab, jedenfalls 30 Kuna).
Das Schloss erhebt sich neben einem See, der derzeit wegen Reinigungsarbeiten aber kein Wasser enthält. Wie toll Trakoscan inklusive See aussieht, sieht man jetzt leider nur auf Fotos.
Ich steige den Hügel hinauf ...
... und bezahle für die Besichtigung 7 Euro.
Im Schloss darf man nicht fotografieren. Ich zeige stattdessen ein Selfie.
Die Wettervorhersage war korrekt: um 16 Uhr fallen ein paar wenige Tropfen (um 19 Uhr kommen ein paar mehr). Ich verbringe den Abend in Ludwig, schreibe den Blog und koche Faschierte Laibchen mit Vogerlsalat. Da andere Wohnmobilisten laut Park4night-Kommentaren auf dem Parkplatz des Schlosses übernachtet haben, werde ich hier bleiben und hoffen, dass in der Nacht kein Polizist an die Wagentür klopft.
Meine Tour durch Varazdin:
Meine Route:
Kilometerstand: 282 km (66 km gefahren).