Donnerstag, 14. Mai 2026

Österreich, Tag 1 (Donnerstag, 14.5.2026): Unterwegs im Mini-Camper

Ludwig van Tourer befindet sich noch im Winterschlaf - einerseits, weil sich an der Schiebetür eine Kunststoff-Abdeckung löst, die ich im Juli im Rahmen der Pickerl-Kontrolle reparieren lassen werde, und andererseits, weil ich hoffe, dass die Diesel-Preise bis Herbst wieder sinken. Anstatt der eigentlich geplanten Reise nach Südschweden bleibe ich deshalb in der Nähe, nämlich in Österreich, Slowenien und Südtirol. Das wird meine erste Reise mit Ludwig Junior, meinem zum Ein-Personen-Mini-Camper ausgebauten Hochdachkombi (ein Opel Combo Life).


In den ersten paar Tagen möchte ich testen, ob ich alles eingepackt habe, was man für eine längere Reise benötigt. Nachdem ich geduscht und gefrühstückt habe, breche ich um 9 Uhr bei ebensoviel Grad auf und fahre zum Grünen See nahe Au bei Turnau, wo ich einige Fotos schieße.




Den nächsten Stopp lege ich vor dem Dürrsee ein. Ich spaziere ein paar hundert Meter zum See.


Man kann auch beim Dürrsee am Straßenrand halten, allerdings ist der Abstieg zur „Seepromenade“ hier steil. Wenige Meter weiter in Richtung Au kann man das Auto aber auch bei einer Einfahrt zu einem Forstweg abstellen, von wo man problemlos zum See gelangt.


Auf einem bequemen Spazierweg kann man den Dürrsee zu drei Vierteln umrunden. Einige Bänke laden zum Rasten ein. 





Da der angekündigte Regen noch auf sich warten lässt, fahre ich um 11 Uhr weiter zur Seebergalm, wo eine Übernachtung auch mit einem großen Camper möglich ist. 


Ich hole die Küchenkiste aus dem Kofferraum und stelle sie neben die Schiebetür. Mit dem Trangia-Sturmkocher koche ich …


… Instant Noodles Carbonara.


Kaum habe ich gegessen und das Geschirr und den Kocher wieder verstaut, als es leicht zu nieseln beginnt. Ich fahre auf den Seeberg, wo es eine öffentliche Toilette gibt (die aber sehr schmutzig ist).


In Seewiesen verlasse ich die Bundesstraße und fahre zu einem Wanderparkplatz in Richtung Hochschwab, wo ich heute übernachten möchte.  Es regnet jetzt stärker. Es ist in Ludwig Junior zwar eng, aber es ist möglich, einige Gepäckstücke so umzuschichten, dass ich die Füße auf dem nach vorne geklappten Beifahrersitz hochlegen und ausstrecken kann, ohne das Auto verlassen zu müssen. Allerdings befinden sich die Unterlage für den Beifahrersitz und das Brett zur Abstützung des Bettes im Kofferraum. Bei angekündigtem Regen empfiehlt es sich, diese bereits früher nach vorne zu holen.


Nach einem Mittagsschläfchen setze ich mich auf den Rücksitz, schließe die Fritzbox an die große Jackery-Powerstation an und bearbeite Fotos für den Blog. Später schaue ich Youtube Videos. Bei geschlossenen Fenstern wird die Luft sehr schlecht (das CO2-Messgerät zeigt über 4000 ppm an), deshalb öffne ich die Fahrer- und Beifahrer-Fenster ein paar Zentimeter (durch die Windabweiser kann es nicht herein regnen). Die Heizung stelle ich im Thermostat-Modus auf 23 Grad ein, das erzeugt am Rücksitz trotz der leicht geöffneten vorderen Fenster eine angenehme Temperatur.


Als Abendessen gibt es eine Dose Heringsfilets in Mango-Pfeffer-Creme.


Mein Weg zum Dürrsee:


Meine Route:


Kilometerstand: 23 km.