Sonntag, 28. Juni 2026

Slowenien und Norditalien, Tag 40 (Sonntag, 28.6.2026): Wanderung zum Aussichtspunkt Dolomitenblick

Gestern um 21 Uhr ist ein Gewitter über das Martell-Tal gezogen, was die Lufttemperatur etwas abgekühlt hat. Am Morgen zeigt das Thermometer beim Nationalpark-Zentrum 18 Grad an. Ein italienisches Wohnmobil hat hier übernachtet.


Ich fahre zum Lidl in Latsch und anschließend zur Seilbahn am anderen Ende des Ortes. Sie fährt jede halbe Stunde und kostet 16 Euro (Berg- und Talfahrt, keine Senioren-Ermäßigung).


Die Seilbahn bringt mich ins kleine Dörfchen St. Martin im Kofel in 1740 m Seehöhe. Ich habe in Komoot einen Rundweg zum Aussichtspunkt Dolomitenblick gefunden. Da der Weg meistens durch Wald führt, sorgen die Bäume für angenehmen Schatten.
















Um 12 Uhr transportiert mich die Seilbahn wieder ins Tal. 


Ich fahre auf der anderen Talseite zur Talstation des Sessellifts auf die Tarscher Alm. 


Auf der obersten Parkfläche bin ich ganz allein ...


... und koche Käsespätzle. Außerdem esse ich mein Abenddessert (Brombeeren-Joghurt mit Nüssen) schon jetzt.


Es folgt ein weiterer Halt beim kleinen Einkaufszentrum mit dem Lidl, einerseits um das WC zu benutzen und andererseits, um ein Eis zu kaufen. Auf Letzteres verzichte ich, als ich die langen Menschenschlangen bei den Kassen sehe.


Es ist 14:40 Uhr. Der Himmel ist nun bewölkt, und man hört Donnergrollen. Ich möchte morgen einen Südtirol-Hotspot besuchen: die Seiser Alm. Ich will dort in der Gegend übernachten. Als ich wegfahre, nieselt es. Ich lege einen Tankstopp ein (1,919 Euro pro Liter Diesel). Zwischen Meran und Bozen benutze ich die mautfreie Autobahn. Danach fahre ich die Hauptstraße in Richtung Brenner, biege aber bald auf die Straße ab, die in vielen Kurven nach Seis am Schlern führt. Die Straße zu Parkplätzen auf der Seiser Alm ist zwischen 9 und 17 Uhr gesperrt, und man muss vorher online buchen und die Parkgebühr von 30 Euro bezahlen (ich weiß nicht, ob WoMos hinauffahren dürfen). Die bessere und etwas billigere Variante (zumindest wenn man als Senior allein unterwegs ist) ist, mit der Kabinenbahn auf die Alm zu fahren. Die Parkplätze bei der Talstation sind kostenlos (außer man stellt das Fahrzeug ins Parkhaus), und das Übernachten ohne Campingverhalten wird toleriert (man glaubt es kaum, dass es das in Südtirol gibt). Der Platz ist zwar nicht ganz waagrecht, aber ich finde ganz oben ein ebenes Fleckchen. Später lese ich, dass ein ebener Platz, der in Park4night als Tagesparkplatz eingetragen ist, auch zum Übernachten genutzt werden kann, wobei es dort eine Schranke gibt, die sich um 20:30 automatisch schließt und um 7 Uhr wieder öffnet. Aber da ich eh einen guten Platz habe, fahre ich nicht hin.


Bei der Seilbahnstation gibt es ein paar Geschäfte und ein Restaurant. Das WC kann während der Öffnungszeiten gratis benutzt werden. Dieser Parkplatz dürfte ein hervorragender Stützpunkt für die Erkundung der Umgebung sein - nur Mülltonnen habe ich keine gefunden.



Mein Abendessen: Heringsfilets mexikanischer Art.


Meine Wanderung zum Aussichtspunkt Dolomitenblick:


Meine Route:



Kilometerstand: 5180 km (123 km gefahren).

Samstag, 27. Juni 2026

Slowenien und Norditalien, Tag 39 (Samstag, 27.6.2026): Wanderung zur Madritschhütte

In Südtirol nichts Neues - außer dass die Temperatur am Morgen 18 Grad beträgt, ein Grad mehr als gestern. Ein kleiner Camper mit Aufstelldach und ein größeres Wohnmobil haben neben Ludwig Junior übernachtet. Bei zwei weiteren Autos vom Typ Lieferwagen (etwas größer als Ludwig Junior) bin ich nicht sicher, ob in ihnen jemand geschlafen hat.


Ich habe gestern nach einer Wanderung für heute gesucht. Toll wäre es, mit der Seilbahn am Ende des Schnalstals auf mehr als 3000 m zu fahren und von dort zur Talstation abzusteigen. Allerdings sagt Kachelmannwetter schon am frühen Nachmittag ein recht hohes Risiko für Gewitter voraus. Das ist mir zu unsicher für eine längere Tour im Hochgebirge. Ich entscheide mich daher für eine kürzere Tour in Sulden. Auf dem Weg dorthin statte ich dem Mpreis-Supermarkt einen weiteren Besuch ab. Bananen sind aus, darum poste ich kein Foto. Am Parkplatz der Seilbahn hat sich jemand das beste Plätzchen geschnappt, aber ich stelle Ludwig Junior dort ab, wo er zumindest am Vormittag Schatten hat.


Die Berg- und Talfahrt mit der Seilbahn kostet für Senioren 24 Euro (2 Euro Ersparnis). Bei der Mittelstation muss man in eine andere Gondel umsteigen.


Gleich unterhalb der Bergstation (2600 m) befindet sich die Schaubachhütte. Mein Ziel ist die Madritschhütte (2817 m). Es weht kein Wind und ist so warm, dass ich den Pulli ausziehen kann und nur im T-Shirt unterwegs bin. Auf der Madritschhütte esse ich ein Wiener Schnitzel mit Pommes. Für den Rückweg lasse ich mir Zeit und setze mich auf eine Bank mit Aussicht, da die Seilbahn von 12:45 bis 14:00 Uhr Mittagspause macht. In 2500+ Meter lässt sich eine Hitzewelle aushalten. Um 14 Uhr werde ich ins Tal transportiert.

























Ludwig Junior steht jetzt in der Sonne, ...


... aber aus der Gondel habe ich gesehen, dass es in der Nähe der Seilbahn-Station einen Platz im Schatten gibt. Ich setze mich in den Klappsessel, ... 


... aber nicht lange, denn es ziehen immer mehr Wolken auf. Um 14:50 Uhr fallen einige Regentropfen (nicht allzu viele), und es donnert. Ich setze mich in den umgebauten Ludwig Junior. Draußen hat es 23 Grad, im Auto sind es 28. Eine Stunde später kann ich mich wieder ins Freie setzen.


Mein Abendessen: Weckerl mit Wurst und Käse. Brombeeren mit Nüssen und Joghurt.


Beim Nationalpark-Zentrum im Martell-Tal wird die Temperatur in der Nacht wahrscheinlich nur auf 19 oder gar 20 Grad sinken. Ich überlege, am Stilfserjoch zu übernachten. Zufällig sehe ich, dass In Google Maps Stau mit 27 Minuten Zeitverlust angezeigt wird. Ich versuche, im Internet Infos über die aktuelle Verkehrslage zu finden, und entdecke, dass die Straße morgen von 7:45 bis 12 Uhr gesperrt ist. Da ich nicht das Risiko eingehen will, zu verschlafen und dann stundenlang auf derm Pass festzusitzen, ändere ich den Plan und fahre doch wieder ins Martell-Tal.


Meine Wanderung zur Madritschhütte:


Meine Route:



Kilometerstand: 5057 km (95 km gefahren).