Dienstag, 30. Juni 2026

Slowenien und Norditalien, Tag 42 (Dienstag, 30.6.2026): Pfiat enk!

Ende der sechsten Urlaubswoche und gleichzeitig Ende des Urlaubs: Heute ist Rückfahrtag. Die Nacht bei der Seiser Alm-Bahn war ruhig bei angenehmer Temperatur. Am Morgen hat es 14 Grad. Nach Westen hin ist es heiter, während der Himmel über der Seiser Alm bewölkt ist.


Um 8:15 Uhr fahre ich los. Bis Winnebach kurz vor der Grenze sind es ohne Mautstraßen 118 km, wenn man über Brixen fährt, und 116 km durchs Grödner Tal, wo man aber durch Passstraßen länger braucht. Da ich genug Zeit habe, wähle ich letztere Route.


In vielen Kurven überquere ich das Grödner Joch. Leider gibt es wenige Gelegenheiten für Fotostopps, und die wenigen sind meist schon besetzt. Ich weiß nicht, was unangenehmer ist: die Motorradfahrer, die viel zu schnell unterwegs sind, oder die Radfahrer, die sich die Passstraße hinaufquälen.


Nach drei Stunden lege ich in Innichen eine WC-Pause ein. Im Unterschied zu vor vier Wochen versperrt jetzt die 2,50 m Höhenschranke WoMos die Zufahrt zum Parkplatz am Ortsrand. Um 11:45 erreiche ich Österreich und 45 Minuten später den Interspar in Lienz.


Ich esse Putenschnitzelsemmeln zu Mittag.


Um 14:55 Uhr treffe ich bei Falle in Villach ein.


In Scheifling kaufe ich beim Hofer ein Eis.


Im Mürztal tanke ich um 1,655 Euro pro Liter Diesel.


Kurz nach 18:30 ist die Reise zu Ende. In der Steiermark ist es viel zu heiß!

Meine Route:



Kilometerstand: 5670 km (490 km gefahren).

Montag, 29. Juni 2026

Slowenien und Norditalien, Tag 41 (Montag, 29.6.2026): Seiser Alm

Am großen Parkplatz der Kabinenbahn in Seis am Schlern in knapp über 1000 m Seehöhe war es am Abend und in der Nacht kühler als in den Tagen zuvor. Am Morgen beträgt die Temperatur angenehme 14 Grad. An die 40 Wohnmobile, kleinere Camper mit Aufstelldach und Mini-Camper, aber auch PKWs, in denen jemand schläft, haben die Nacht hier verbracht - Südtirol-untypisch ohne Kosten. Da ich inzwischen auch Mülltonnen gefunden habe, ist klar: beim nächsten Südtirol-Trentino-Urlaub werde ich mich hier für mehrere Tage einquartieren.


Offiziell geht die Kabinenbahn um 8 Uhr in Betrieb, sie wird aber schon um 7:45 eingeschaltet. Ich kaufe ein Ticket für die Berg- und Talfahrt (26 Euro für Senioren, 30 Euro Normalpreis) und werde in rund 15 Minuten auf die Seiser Alm befördert.


Ich habe in Komoot drei Wanderungen vorbereitet. Da das Wetter am Morgen sehr schön ist, wähle ich die längste. Anfangs bin ich allein unterwegs. Es ist sehr schwül. Ungefähr um 10:30 kommen mir immer mehr Wanderer und Spaziergänger (irgendwo muss ein Nest mit Japanern sein) entgegen - wie ich später herausfinde, haben sie die Kabinenbahn aus St. Ulrich genommen. Ich vollende die Rundwanderung kurz vor 12 Uhr. Der Großteil des Himmels ist inzwischen mit Wolken bedeckt, und ich spüre ein paar Regentropfen.


























Zurück bei Ludwig, baue ich den Trangia Sturmkocher auf. Sturm kommt zwar nicht auf, aber ein paar Tropfen fallen jetzt auch hier. Rasch siedle ich den Kocher unter die Heckklappe um, de
nn Wasser wird für die Zubereitung von Drei-Sorten-Käsespätzle nicht benötigt.


Ich baue Ludwig in den Relax-Modus um, um zu rasten.


Ich befinde mich genau an einer Wettergrenze. Im Westen scheint die Sonne (in Bozen hat es 32 Grad, in Meran sogar 35), ... 


... während im Osten (also über der Seiser Alm) graue Wolken den Himmel bedecken. Die Storm-App zeigt ein Stück weiter östlich ein Gewitter an, das langsam westwärts zieht. Kurz vor 15 Uhr höre ich es donnern, und um 15:20 beginnt es zu regnen - aber nicht stark, und nach einer Stunde ist es vorbei. Es bleibt aber bewölkt. Die Temperatur ist auf 20 Grad gefallen.


Mein Abendessen: Brote mit Hühnerbrust und Käse.

Meine Wanderung auf der Seiser Alm:


Kilometerstand: 5180 km (0 km gefahren).

Sonntag, 28. Juni 2026

Slowenien und Norditalien, Tag 40 (Sonntag, 28.6.2026): Wanderung zum Aussichtspunkt Dolomitenblick

Gestern um 21 Uhr ist ein Gewitter über das Martell-Tal gezogen, was die Lufttemperatur etwas abgekühlt hat. Am Morgen zeigt das Thermometer beim Nationalpark-Zentrum 18 Grad an. Ein italienisches Wohnmobil hat hier übernachtet.


Ich fahre zum Lidl in Latsch und anschließend zur Seilbahn am anderen Ende des Ortes. Sie fährt jede halbe Stunde und kostet 16 Euro (Berg- und Talfahrt, keine Senioren-Ermäßigung).


Die Seilbahn bringt mich ins kleine Dörfchen St. Martin im Kofel in 1740 m Seehöhe. Ich habe in Komoot einen Rundweg zum Aussichtspunkt Dolomitenblick gefunden. Da der Weg meistens durch Wald führt, sorgen die Bäume für angenehmen Schatten.
















Um 12 Uhr transportiert mich die Seilbahn wieder ins Tal. 


Ich fahre auf der anderen Talseite zur Talstation des Sessellifts auf die Tarscher Alm. 


Auf der obersten Parkfläche bin ich ganz allein ...


... und koche Käsespätzle. Außerdem esse ich mein Abenddessert (Brombeeren-Joghurt mit Nüssen) schon jetzt.


Es folgt ein weiterer Halt beim kleinen Einkaufszentrum mit dem Lidl, einerseits um das WC zu benutzen und andererseits, um ein Eis zu kaufen. Auf Letzteres verzichte ich, als ich die langen Menschenschlangen bei den Kassen sehe.


Es ist 14:40 Uhr. Der Himmel ist nun bewölkt, und man hört Donnergrollen. Ich möchte morgen einen Südtirol-Hotspot besuchen: die Seiser Alm. Ich will dort in der Gegend übernachten. Als ich wegfahre, nieselt es. Ich lege einen Tankstopp ein (1,919 Euro pro Liter Diesel). Zwischen Meran und Bozen benutze ich die mautfreie Autobahn. Danach fahre ich die Hauptstraße in Richtung Brenner, biege aber bald auf die Straße ab, die in vielen Kurven nach Seis am Schlern führt. Die Straße zu Parkplätzen auf der Seiser Alm ist zwischen 9 und 17 Uhr gesperrt, und man muss vorher online buchen und die Parkgebühr von 30 Euro bezahlen (ich weiß nicht, ob WoMos hinauffahren dürfen). Die bessere und etwas billigere Variante (zumindest wenn man als Senior allein unterwegs ist) ist, mit der Kabinenbahn auf die Alm zu fahren. Die Parkplätze bei der Talstation sind kostenlos (außer man stellt das Fahrzeug ins Parkhaus), und das Übernachten ohne Campingverhalten wird toleriert (man glaubt es kaum, dass es das in Südtirol gibt). Der Platz ist zwar nicht ganz waagrecht, aber ich finde ganz oben ein ebenes Fleckchen. Später lese ich, dass ein ebener Platz, der in Park4night als Tagesparkplatz eingetragen ist, auch zum Übernachten genutzt werden kann, wobei es dort eine Schranke gibt, die sich um 20:30 automatisch schließt und um 7 Uhr wieder öffnet. Aber da ich eh einen guten Platz habe, fahre ich nicht hin.


Bei der Seilbahnstation gibt es ein paar Geschäfte und ein Restaurant. Das WC kann während der Öffnungszeiten gratis benutzt werden. Dieser Parkplatz dürfte ein hervorragender Stützpunkt für die Erkundung der Umgebung sein - nur Mülltonnen habe ich keine gefunden.



Mein Abendessen: Heringsfilets mexikanischer Art.


Meine Wanderung zum Aussichtspunkt Dolomitenblick:


Meine Route:



Kilometerstand: 5180 km (123 km gefahren).