Donnerstag, 18. Juni 2026

Slowenien und Norditalien, Tag 30 (Donnerstag, 18.6.2026): Reschensee

Der Stellplatz beim Nationalpark-Zentrum im Martell-Tal wird mir immer sympathischer: nicht nur, dass das WC rund um die Uhr offen ist, sondern das Waschbecken bietet auch warmes Wasser, das ich zum Haarewaschen nutze. Der belgische PKW mit dem Dachzelt hat erneut hier übernachtet, außerdem ein WoMo und ein als Mini-Camper eingesetzter Kombi. Am Morgen hat es 12 Grad. Der Himmel ist wolkenlos.


Ich mache mich auf den Weg zum Reschenpass. In Eyrs fülle ich im Mpreis-Supermarkt meine Lebensmittel-Vorräte auf.


Um 10:15 erreiche ich den Reschenpass in 1458 m Höhe ...


... und werfe einen Blick nach Österreich.


Nach einem Foto des Reschensees (Campieren verboten im gesamten Gemeindegebiet von Reschen) finde ich eine bessere Aussicht auf dem Weg nach Rojen (eineinhalbspurige Asphaltstraße).


Am Parkplatz zur Reschenalm (kein Mobilfunk-Empfang) gibt es ein Nachtparkverbot für WoMos (Ludwig Junior dürfte also dort nächtigen). Man kann von hier beispielsweise zum Dreiländereck Österreich/Schweiz/Italien wandern (laut Wegweiser 2,5 Stunden). Die schmale Schotterstraße zur Alm darf man vor 10 und nach 16 Uhr auch fahren.


Rojen besteht aus ein paar Häusern und einer Kapelle und liegt in 1970 m Seehöhe. Es ist einer der höchstgelegenen ganzjährig bewohnten Weiler der Alpen.



Zeit fürs Mittagessen: Weckerl mit Mortadella und Käse.


Eines der berühmtesten Südtiroler Fotomotive ist der beim Bau des Reschensees überschwemmte Kirchturm in Graun. Ich umrunde ihn und gehe zu einem Friedhof und einer Kapelle hinauf. Die Parkgebühr beträgt 2 Euro pro Stunde.










Ich biege links ins Langtauferer Tal ab. 


Es endet in Melag. Auf den gebührenpflichtigen Parkplätzen besteht ab 22 Uhr Parkverbot.


Im Dorf St. Valentin auf der Haide (zwischen Reschensee und Haidersee) ... 


... gibt es einen kostenpflichtigen WoMo-Stellplatz (Preis: 20 bis 23 Euro je nach Saison) und davor einen Parkplatz mit Parkverbot für Wohnmobile zwischen 20 und 8 Uhr. Für Ludwig Junior sollte das nächtliche Parken also erlaubt sein (ebenso bei der Seilbahn).


Im Dorf Burgeis (sehr schmale Durchfahrt) parke ich am PKW-Parkplatz bei der Kirche. Es gibt kein Nachtparkverbot und keine Campieren-verboten-Schilder, aber da der Parkplatz mitten zwischen Wovnhäusern liegt, sollte man spät kommen uns früh wegfahren, wenn man hier schlafen will.


Ich unternehme einen Rundgang durch das Dorf. Es gibt Spots, von wo man die Fürstenburg und die Abtei Marienberg gleichzeitig fotografieren kann.







Auf dem Weg nach Schlinig komme ich am Kloster Marienberg vorbei, dessen Kirche ich besichtige.



Die gut ausgebaute Straße endet in Schlinig in 1700 m Seehöhe. Am kostenpflichtigen Parkplatz darf man 30 Minuten gratis stehen Das reicht für einen Rundgang durchs Dörfchen, in dem eine Mühle mit zwei Wasserrädern steht.


Auf dem Rückweg mache ich noch einen Abstecher zum Sessellift Watles, der derzeit umgebaut wird. Man hat hier eine tolle Aussicht.


Es ist 17 Uhr. Der leere Parkplatz am Sessellift wäre ein guter Ort, um ein Abendessen zu kochen. Da ich aber älteres Brot habe, das heute gegessen werden muss, da es sonst zu hart wird, verspeise ich eine Dose Heringsfilets. Ins Joghurt mische ich heute Brombeeren und Walnüsse.


Anschließend fahre ich in mein derzeitiges "Zuhause" im Martell-Tal. Ludwig Junior ist heute ganz allein (später kommt aber Gesellschaft in Gestalt eines alten VW Bulli).


Mein Weg am Reschensee:


Mein Weg in Burgeis: 


Meine Route:



Kilometerstand: 3997 km (173 km gefahren).