Mittwoch, 17. Juni 2026

Slowenien und Norditalien, Tag 29 (Mittwoch, 17.6.2026): Wanderung Plimaschlucht und Marteller Hütte

Der große Parkplatz beim Nationalpark-Zentrum culturamartell im Martell-Tal ist ein hervorragender Stützpunkt für den Besuch des westlichen Südtirols (sogar das WC beim Infostand ist am frühen Morgen schon offen oder ist es sogar rund um die Uhr) - solange hier nicht ein Nachtparkverbot verhängt wird. Derzeit ist der Spot glücklicherweise nicht überlaufen: außer Ludwig Junior haben ein Kastenwagen und ein PKW mit Dachzelt hier übernachtet. Die Temperatur ist auf 12 Grad gesunken, steigt aber rasch an, sobald die Sonne den Boden erreicht. Der Himmel ist fast wolkenlos.


Ich fahre weiter ins Martell-Tal hinein. Nach zwei Dörfern sieht man nur noch vereinzelte Gebäude. Die Straße wird schmäler (eineinhalb Spuren mit ein paar Engstellen). Einige enge, steile Serpentinen erfordern den 1. Gang. Beim Zufritt-Stausee fehlen Haltemöglichkeiten. Kurz vor dem Talschluss muss ich noch einmal in den 1. Gang schalten, um die Kurven mit 14 % Steigung zu schaffen. Ludwig Junior ist der vierte PKW am Parkplatz in 2050 m Seehöhe, außerdem dürften zwei Camper hier übernachtet haben. Der Fahrscheinautomat schluckt nur Münzen (7 Euro für ein Tagesticket).  Ich weiß nicht, ob ich genügend Kleingeld hätte, um die Gebühr für Ludwig van Tourer zu bezahlen, denn für ein Wohnmobil werden 20 Euro pro Tag verlangt (hier zu schlafen kostet für ein WoMo also 40 Euro).


Ich richte meine Wanderausrüstung her und mache mich um 8:50 Uhr auf den Weg. Der Pfad führt entlang der Plimaschlucht, wobei mehrere Aussichtsplattformen und zuletzt bei einem Wasserfall eine Hängebrücke gebaut wurden. Von hier ist es nicht mehr weit bis zur Zufall-Hütte und zum Rückweg auf der anderen Seite der Schlucht. Ich setze die Wanderung jedoch fort. Ich gelange zu einem weiteren Wasserfall. Jetzt windet sich der Weg rund 300 Höhenmeter einen steilen Hang hinauf. Um 12:30 erreiche ich die Marteller Hütte (geschlossen), wo ich eine Pause einlege. Da sich mein Hunger in Grenzen hält, trinke ich meine letzte Flasche Yfood nicht. Ich setze die Tour bald fort (eine Wetter-App sagt für 15 Uhr Regen voraus, da möchte ich vorher bei Ludwig Junior zurück sein). Der Pfad, der die 300 m hohe Wand hinunter führt, wurde gut angelegt, mit Stufen an den steilsten Stellen. Ich komme wieder am Wasserfall vorbei und an einer alten Staumauer. Bei der Zufall-Hütte steht eine Kapelle. Um 14:40 treffe ich am Parkplatz ein.





























Ich baue das Auto in den Relax-Modus um. Der 15-Uhr-Regen kommt nicht.


Am Abend stelle ich Ludwig Junior an den Parkplatzrand und werfe den Trangia Sturmkocher an. Ich esse Würstel mit Senf und Eisbergsalat und das übliche Dessert.


Anschließend fahre ich zum Nationalpark-Zentrum zurück, wo ich erneut schlafen werde.


Meine Wanderung:


Meine Route:



Kilometerstand: 3824 km (31 km gefahren).