Ludwig Junior ist das einzige Auto, das in der Nacht beim Nationalpark-Zentrum im Martell-Tal geparkt hat. Ich habe gut geschlafen (keine Krämpfe nach der gestrigen anstrengenden Wanderung zum Upisee). Am Morgen ist es wolkenlos bei 15 Grad.
Ich überlege kurz, ob ich heute erneut eine Wanderung machen soll, aber ein Ruhetag wäre wahrscheinlich nicht schlecht (auch meine Garmin-Uhr empfiehlt noch weitere 24 Stunden Erholung). Ich beginne daher heute mit Tour 2 aus dem WoMo-Reiseführer. Nach einer engen Ortsdurchfahrt durch Tarsch geht es auf einer zweispurigen, aber etwas holprigen (da oft geflickten) Straße zur in fast 1200 m hoch gelegenen Talstation des Sessellifts auf die Tarscher Alm (etwas über 1900 m hoch). Ich nehme eine Wanderkarte mit.
Der Eingang ist schwer zu finden, denn er befindet sich am Gelände eines Pensionistenheims. In der Kirche kann ein spätgotischer Flügelaltar besichtigt werden.
Den Lidl in Latsch lasse ich aus, weil es kaum Parkplätze gibt (später sehe ich in der Luftbildaufnahme von Google Maps, dass sich hinter dem Gebäude ein weiterer Parkplatz befindet). In Tschars ist wie in den meisten Orten in dieser Gegend das Campieren im gesamten Gemeindegebiet untersagt, aber der Parkplatz am Ortsanfang eignet sich für eine Übernachtung im PKW, wenn man spät kommt und früh wegfährt.
Der kostenpflichtige Parkplatz beim Friedhof in Naturns ist günstig (30 Minuten gratis, 1 Stunde 1 Euro, ganzer Tag 2 Euro). Natürlich ist im ganzen Gemeindegebiet Campieren verboten, aber eine Übernachtung ohne Campingverhalten müsste auch für Ludwig van Tourer drinnen sein.
Die Kirche St. Prokulus enthält Wandmalereien aus dem 8. Jahrhundert. Eintritt: 6 Euro (aber nur an Diens-, Donners- und Sonntagen geöffnet).
Vom Parkplatz der Texelbahn in Partschins kann man eine Wanderung zu einem Wasserfall unternehmen (laut WoMo-Reiseführer 350 Höhenmeter, die Höhenlinien in Pocket Earth sagen aber 550).
Es ist nach 12 Uhr, und Meran ist nicht mehr fern, also auf zum Interspar. Am Parkplatz draußen sind ein paar Parzellen frei, aber bei 33 Grad suche ich gern die Tiefgarage auf.
Nun geht es mit einem Teil der Tour 4 aus dem WoMo-Reiseführer weiter nach Völlan in 700 m Seehöhe (zum Vergleich: Meran liegt auf knapp über 300 m). Der Parkplatz neben der Kirche ...
... weist keinerlei Beschränkungen auf und eignet sich für kleinere WoMos bis zur Größe eines Ludwig van Tourers. Es sind zwar Wohnhäuser rundherum, aber durch Büsche und Bäume hat man erwas Sichtschutz (und an einem heißen Tag wie heute Schatten).
In Lana kann man von einem gebührenpflichtigen Parkplatz (1,50 Euro pro Stunde bis 18 Uhr) in die Gaulschlucht spazieren (ein größerer Parkplatz 100 m weiter kostet 2 Euro/h rund um die Uhr).
Hinter einem LKW schleiche ich nun kurvenreich ins Ulten-Tal, durchquere St. Pankraz und St. Walburg und erreiche den Zoggler Stausee.
Es folgen zwei weitere nach Heiligen benannte Orte: St. Nikolaus und St. Gertraud. In letzterem unternehme ich einen Spaziergang zu den Ultner Urlärchen, drei ca. 850 Jahre alte Bäume.
St. Gertraud ist der letzte Ort im Ulten-Tal. Danach kann man noch 6 km auf einer zuerst eineinhalb- und dann einspurigen Straße bis zum Weißbrunnsee fahren. Da es wenige und meistens nur kleine Ausweichstellen gibt, wurde eine Ampel installiert. Bei rot ist der Linienbus auf der Strecke unterwegs, dann muss gewartet werden, bis der Bus da ist.
Anschließend kehre ich zu meinem "Stützpunkt" im Martell-Tal zurück, wo sich ein Kastenwagen auf meinem Stammplatz breit gemacht hat.




























