Montag, 1. Juni 2026

Slowenien und Norditalien, Tag 13 (Montag, 1.6.2026): Anderteralpen-Höhenweg

Gestern Abend und in der Nacht hat es beim Sport- und Spielplatz in der Nähe von Obervierschach geregnet. Am Morgen ist es bewölkt bei 12 Grad, es ist aber auch etwas blauer Himmel zu sehen.


Mit großer Wahrscheinlichkeit bleibt es bis zum Abend trocken. Ich habe gestern im Rother-Wanderführer eine Tour entdeckt und in Komoot importiert. Bei der Rotwand-Seilbahn bereite ich die Wanderausrüstung vor.


Ich kaufe um 9 Uhr um 28 Euro ein Ticket für die Bergfahrt (Berg- und Talfahrt würde 36 Euro kosten). Es gibt keine Senioren-Ermäßigung. Erst später entdecke ich, dass ich 2,50 Euro hätte sparen können, wenn ich die Fahrkarte online gekauft hätte.


Zunächst gehe ich den schön gestalteten Erlebnisweg Felsengeister, den es erst seit einem Jahr gibt. Er ist etwas über zweieinhalb Kilometer lang.






Um 10:15 starte ich zum Anderteralpen-Höhenweg. Zuerst geht es leicht bergauf (teilweise am Felsengeister-Erlebnisweg), dann wird es steiler und enger. Schließlich kommen einige ausgesetzte Passagen, zu denen der Rother-Wanderführer Schwindelfreiheit empfiehlt (was ich nicht bieten kann, deshalb schaue ich genau, wohin ich meine Füße setze, und vermeide den Blick in die Tiefe). An der schwierigsten Stelle sind glücklicherweise Stahlseile zum Festhalten gespannt. Irgendwann ist die Komoot-App abgestürzt, deshalb gibt es die Tour in Komoot in zwei Teilen, außerdem komplett (aber ohne Fotos), wie sie von der Garmin-Uhr aufgezeichnet wurde. Ich erreiche den höchsten Punkt. Von nun an geht es (mit einer kurzen Ausnahme) nur noch bergab. Da man vorsichtig gehen muss, um auf den kleinen Steinen nicht auszurutschen, komme ich bergab kaum schneller voran als bergauf. Nach etwas über drei Kilometern lege ich um 12:25 eine Yfood-Pause ein. Danach setze ich den Weg zur Talschluss-Hütte des Fischleintals fort. Ab jetzt ist die Wanderung (die bisher für meine Verhältnisse und Kondition recht anspruchsvoll war) nur noch ein Spaziergang auf nicht asphaltierten Straßen, zuerst zur Fischleinbodenhütte und danach parallel zur Autostraße zur Talstation der Seilbahn. Um 14:15 Uhr treffe ich bei Ludwig Junior ein. Das Wetter hat gehalten, abgesehen von zwei kurzen Phasen mit ein paar Regentropfen. Die Garmin-Uhr empfiehlt 52 Stunden Erholung.

















Ich verstaue die Wanderausrüstung und baue das Auto in den Relax-Modus um, um mich auszuruhen und am Blog zu arbeiten.


Morgen ist in Italien Feiertag (Tag der Republik), darum baue ich Ludwig Junior in den Fahrmodus um. Ich lasse mich von Google Maps zum Eurospar in Innichen lotsen. Dieser befindet sich im Zentrum in der Fußgängerzone. Ich habe Glück, dass um die Ecke am Hauptplatz eine Parzelle frei ist. Am Parkautomaten ziehe ich ein Ticket für 30 Minuten Gratis-Parken.


Ich muss mich beim Einkaufen sputen. Heidelbeeren gibt es nicht, und die Erdbeeren schauen nicht frisch aus, also muss ich mich mit Fruchtjoghurt begnügen. Ich habe nicht einmal genug Zeit, nach dem billigsten Wasser zu suchen. Aber dass es - das bemerke ich, nachdem ich mit dem iPhone bezahlt habe - mehr als 20 Euro kosten soll, kann nicht stimmen. Die Kassiererin hat nicht 2, sondern 27 Flaschen eingegeben. Ich bekomme die Differenz in bar und gehe rasch zum Auto, wo ich nicht einmal Zeit habe, die Einkäufe zu verstauen, bevor die Parkzeit abläuft. Als ich in der Corona-Zeit bereits einmal in Innichen war, hatte ich weniger Stress.


Ich fahre zum nächsten Parkplatz, der aber voll ist. Am Ortsausgang finde ich ein Plätzchen (wieder einmal ist es vorteilhaft, diese Reise nicht mit Ludwig van Tourer zu unternehmen), wobei hier drei Stunden Gratis-Parken möglich sind. Ich verstaue die Einkäufe und entdecke, dass es ein WC gibt (geöffnet von 8 bis 20 Uhr).


Ich schaue im Internet, ob Innichen über ein Hallenbad verfügt. Ich bin nur wenige Minuten zu Fuß davon entfernt. Eigentlich hätte ich es gern morgen besucht (es wird wahrscheinlich regnen), aber Dienstag ist Ruhetag. Also kaufe ich ein Seniorenticket für eineinhalb Stunden (6 statt 7 Euro), schwimme ein paar Längen, raste etwas und dusche ausgiebig.


Zurück in Ludwig esse ich Heringsfilets und einen Becher Fruchtjoghurt.


In Innichen kann man nicht übernachten, alle Parkplätze scheinen rund um die Uhr Kurzparkzone oder kostenpflichtig zu sein. Mein gestriger Übernachtungsplatz ist wahrscheinlich noch mit Spielplatzbesuchern überlaufen. Deshalb fahre ich zu einem anderen Parkplatz. Da man dort nur 30 Minuten gratis stehen darf, kehre ich zum anderen Parkplatz zurück, wo ich die Fotos selektiere und bearbeite und den Blog fertigstelle. Später werde ich zu meinem gestrigen Übernachtungsplatz fahren und gleich müde ins Bett fallen.

Mein Felsengeister-Rundweg:


Meine Anderteralpen-Höhenweg-Wanderung:


Meine Route:



Kilometerstand: 2238 km (x km gefahren).