Die Skilift-Parkplätze auf der Ostseite des Monte Zoncolan in Friaul sind ein toller Übernachtungsplatz. Außer mir sind nur zwei slowenische WoMos hier gestanden. Am Morgen beträgt die Temperatur 13 Grad. Der Himmel zeigt eine Mischung aus Blau und Wolken.
Ich fahre noch einmal auf den Monte Zoncolan, da heute die Sicht besser ist. Ein paar italienische Wanderer sind schon vor mir da. Ich überlege, ob ich eine Wanderung unternehmen soll, aber das Wetter ist unbeständig, die Vorhersagen sind sich nicht einig, wann es zu regnen beginnen wird. Deshalb fahre ich weiter, zunächst auf der Ostseite (die nicht ganz so steil ist) ins Tal.
Auf dieser Seite des Berges kommt man sich fast vor wie auf einer Autobahn.
Vor mir erhebt sich der Monte Siera (2443 m). Der Parkplatz ein paar Kilometer vor Sappada liegt zwar direkt neben der Hauptstraße, in der Nacht dürfte es aber sehr ruhig sein.
Ich weiß nicht, wie lange ich in Cima Sappada in der blauen Zone stehen darf, darum setze ich nach ein paar Fotos den Weg fort.
Der große Stellplatz in Sappada hat schlechte Kritiken bekommen: zu teuer, Kreditkartenzahlung funktioniert nicht, Strom funktioniert nicht.
Ich sehe eine Tankstelle mit dem bisher besten Dieselpreis in Italien (1,959 Euro), darum fülle ich Ludwigs Tank. Auf einem Parkplatz in San Pietro di Cadore ...
... mache ich Mittagspause (Weckerl mit vegetarischer Wurst und Käse).
Für die Weiterfahrt nehme ich nicht die Hauptstraße, sondern mache zwei Umwege, zuerst rechts den Berg hinauf nach Costalta (es regnet leicht, hört aber bald wieder auf; weitere Regenwolken sind aber nicht fern und ich höre Donner), dann wieder hinunter und links hinauf nach Danta di Cadore. Beide Umwege sind eineinhalb bis zweispurig, zwar mitunter steil und mit engen Serpentinen, würden aber auch für Ludwig van Tourer kein Problem darstellen.
Wenn ein normalgroßes WoMo in Padola übernachten möchte (oder auch nur halten, um das Städtchen zu besichtigen), hat es Pech gehabt. Mit Ludwig Junior lache ich über Höhenschranken nur.
Um 14:20 erreiche ich den Kreuzbergpass (1636 m) und damit Südtirol sowie das Gebiet der Dolomiten (UNESCO-Welterbe) - gerade rechtzeitig, denn ab morgen bis Ende September ist das Parken hier gebührenpflichtig.
Ich fahre die Passstraße hinunter und biege in Moos links ins Fischleintal ab. Die Betreiber der Rotwand-Seilbahn haben kein Interesse an Kunden, die mit Wohnmobilen kommen, denn die Parkplätze sind für maximal 2,35 m hohe Fahrzeuge zugänglich (Parkverbot zwischen 22 und 5 Uhr).
Die Straße endet zwei Kilometer weiter bei der Fischleinbodenhütte. Parkgebühren: erste Sunde 5 Euro, jede weitere 2 Euro, maximal 15 Euro pro Tag.
In Sexten gibt es einen kleinen kostenlosen Parkplatz, auf dem auch WoMos (in Kastenwagengröße) unterkommen. Für ein paar Stunden kann man auch bei der Seilbahn gratis parken, aber dort muss man ein Ticket ziehen, damit sich der Schranken öffnet. Übernachten ist dort möglich, aber teuer (PKWs zahlen 30 Euro, Wohnmobile 40 Euro zusätzlich zu den sonstigen Parkgebühren).
Der Ort scheint nur aus Hotels zu bestehen. Abgesehen von der schönen Kirche versäumt man nicht viel, wenn man Sexten links liegen lässt.
Vor fünfeinhalb Jahren habe ich zwischen Innichen und Österreich bei einem Fußballplatz übernachtet. Ich überprüfe, ob das nach wie vor möglich ist - ja. Es schaut nach Regen aus.
Kilometerstand: 2208 km (126 km gefahren).































