Dienstag, 26. Mai 2026

Slowenien und Norditalien, Tag 7 (Dienstag, 26.5.2026): Logarska Dolina

Heute haben nur ein Reisemobil und drei PKWs (inklusive Ludwig Junior) die Nacht auf dem Parkplatz der Seilbahn auf die Velika planina verbracht. Frühmorgens kommen aber bald weitere Autos. Der Himmel ist wolkenlos. Die Temperatur beträgt 15 Grad. Ich lasse mir mit dem Frühstück Zeit, damit ich das WC der Seilbahn benutzen kann.


Da ich Obst brauche, ist der Lidl in Kamnik (der von Montag bis Samstag von 8 bis 21 Uhr geöffnet hat) mein nächstes Ziel.


Ich möchte nun ins Logarska dolina, das Logar-Tal. Das Navi plant die kürzeste Route, die allerdings bei der Abzweigung zur Velika planina ein Fahrverbotsschild aufweist. Immerhin ist eine Umleitung via Gornji Grad ausgeschildert.


In den Apps sind auch Parkplätze auf der Alm eingetragen. Ich beschließe herauszufinden, ob die Zufahrt gestattet ist. Die ersten vier Kilometer bis zu einem Gasthaus und der Straßensperre in Richtung Logar-Tal ist eineinhalbspurig und asphaltiert.


Die Straße bis zu einem ersten gebührenpflichtigen Parkplatz ist sogar breiter. Danach geht es ohne Asphalt weiter, aber auch ein Wohnmobil würde die Strecke schaffen. Ich fahre bis zum zweiten Parkplatz (PKWs zahlen 12 Euro, WoMos 30 Euro für 24 Stunden, zahlbar mit Easypark - deren Gebühr von 1,80 bzw. 4,50 Euro kommt noch hinzu).


Sogar ein Plumpsklo ist vorhanden. 


Ein dritter Parkplatz kann ebenfalls noch angesteuert werden. Ich drehe jedoch um. Auf der Rückfahrt halte ich neben der Straße …


… und esse Kichererbsen-Eintopf und Salat.


Durch eine schöne Landschaft mit bewaldeten Bergen komme ich ins Dorf Luce, wo im WoMo-Reiseführer eine Übernachtungsmöglichkeit eingetragen ist. Es handelt sich um zwei geschotterte Parkplätze am Ortsanfang, einer für PKWs, der andere auch für Busse. Sollte ich nichts Besseres finden, habe ich meinen heutigen Schlafplatz gefunden.


Bis zu einem Parkplatz in der Mitte des Logar-Tals sind es noch 17 km. Bei der Felsspitze Igla lege ich einen Fotostopp ein.


Die Straße führt zum Paulitschsattel an der Grenze zu Österreich. Ich biege links ab. An der Einfahrt zum breiten Logar-Tal werden 10 Euro Maut kassiert (Wohnmobile: 20 Euro), wobei der Kassierer darauf hinweist, dass es nicht erlaubt ist, im Tal zu übernachten.


Vom Parkplatz aus kann man zur Berghütte Koca na Klemenci Jami in 1208 m Höhe wandern. Dabei sind 400 Höhenmeter zurückzulegen.


Am Ende des Tals befinden sich in knapp über 1000 m Seehöhe ein Imbiss, ein recht schräger und danach ein ebener Parkplatz. An schönen Wochenenden muss man wahrscheinlich früh kommen, um hier parken zu können. Das iPhone hat praktisch keinen Empfang.


Laut einer Tafel gelangt man in 15 Minuten zum 90 m hohen Rinka-Wasserfall. Ich ziehe die Sandalen aus und Socken und Wanderschuhe an. Die Zeitangabe ist recht genau.




Ein steiler Weg (oft mit Stufen aus Holz oder Steinen) führt ans obere Ende des Wasserfalls und weiter zur Quelle der Savinja. An den steilsten Stellen sind Stahlseile zum Festhalten gespannt. Als ich oben ankomme, ist mein T-Shirt schweißgetränkt. Für den Weg hinunter bedaure ich es, die Wanderstöcke nicht mitgenommen zu haben.








Ich baue Ludwig um und erhole mich am Relax-Sitz.


Um halb 6 baue ich Ludwig Junior in den Fahrmodus um. 


Ein paar hundert Meter nach der Mautstation in Richtung Luce entdecke ich ein Parkplatz-Schild mit einer Zusatztafel, die ein Wohnmobil und einen Wohnwagen zeigt. Ein offizieller Stellplatz? Leider nein, denn Google übersetzt das Wort "razen" (das einmal überklebt wurde, die Überdeckung wurde aber wieder abgekratzt) mit "außer". Wie gut, dass Ludwig Junior ein PKW ist. Ich werde hier übernachten.


Mein Abendessen: Brote mit Putenschinken und Käse. Danach Heidelbeerjoghurt mit Nüssen.


Meine Wanderung zur Quelle der Savinja:


Meine Route:



Kilometerstand: 1508 km (115 km gefahren).