Donnerstag, 11. Juni 2026

Slowenien und Norditalien, Tag 23 (Donnerstag, 11.6.2026): Wanderung auf den Stoanamandl

Der Regen ist über Nacht abgezogen. Der Morgen begrüßt mich mit Sonnenschein und leichter Bewölkung. Die Temperatur bei der Jochtalbahn in Vals beträgt 4 Grad. Auf den Bergen ringsum hat es etwas geschneit.


Da ich so oft auf diesem Parkplatz übernachtet habe, sollte ich die Jochtalbahn auch benutzen. Ich suche in Komoot eine Wanderung. Zusätzlich zur üblichen Wanderausstattung ziehe ich eine lange Unterhose an und packe Haube und Handschuhe in den Rucksack. Gleich bei Betriebsbeginn um 8:30 Uhr lasse ich mich von der Jochtalbahn auf den Berg befördern.


Die Aussicht von hier ist großartig.





Ich folge dem Stoanamandl-Panoramaweg auf den Gipfel des Stoanamandl (im Winter gelangt man auch mit einem Schilift hier herauf). Es ist kühl, und gelegentlich weht Wind, aber wenn ich die Hände in die Jackentasche stecke, brauche ich keine Handschuhe. Vom Stoanamandl führt ein Gehweg hinunter, der bald durch Wald führt. Ab einigen Almhütten marschiert man auf Fahrwegen. Einmal weicht der Panoramaweg von der Komoot-Route ab. Ich folge dem Wegweiser, wodurch ich laut Schild zu einem Privatweg mit Hunde- und Fußgängerverbot gelange. Ich komme zu einigen Kühen, die vor mir davonlaufen. Bald danach erreiche ich den tiefsten Punkt der Tour und muss nun bergauf bis zur Seilbahn-Bergstation schnaufen.












Kurz nach 12 Uhr bin ich bei Ludwig Junior zurück. Ich ziehe mich um und fahre zum Parkplatz beim Fußballplatz, wo ich die Hälfte der Tortelloni Ricotta e Spinaci koche. Ich esse sie mit Eisbergsalat.


Ich muss einkaufen. Ich könnte wieder zum Lidl in Vahrn fahren, aber ich hoffe, dass der Parkplatz des Eurospar in Milland, einem Vorort von Brixen, größer und weniger eng ist. Viel größer ist er nicht, aber wenigstens nicht so eng, und es sind genügend Parzellen frei.


Eine Stadtbesichtigung mit dem PKW ist viel angenehmer als mit dem Wohnmobil, weil man viel leichter einen zentrumsnahen Parkplatz findet. Ich lasse mich zum Bahnhof lotsen. Ein Schild bei der Zufahrt zum Parkplatz zeigt ein Fahrverbot für LKWs an, die länger als 5 m sind (jemand hat das Verkehrszeichen teilweise mit Panzertape abgeklebt). Die Polizei soll das laut Park4night-Kommentaren aber auf alle Fahrzeuge beziehen. Mir kann das egal sein, Ludwig Junior ist 4,75 m lang. Parken kostet hier tagsüber bis 19 Uhr 2 Euro pro Stunde, in der Nacht sinkt der Preis auf 1,20 Euro.


Ich erreiche in wenigen Minuten das sehenswerte Stadtzentrum von Brixen (ca. 23.000 Einwohner und damit drittgrößte Stadt Südtirols). Besondere Highlights sind der prachtvolle Dom und daneben der Domkreuzgang mit Fresken aus der Zeit der Gotik. 














Nach der Stadtbesichtigung bezahle ich am Automaten die Parkgebühr (6 Euro) und fahre erneut zur Seilbahn bei Vals. Heute werde ich zur Abwechslung den Parkplatz P4 beim Fußballplatz als Schlafplatz verwenden.


Mein Abendessen: 2 Kornspitz mit Mortadella und Käse. Ins Joghurt kommen heute wieder einmal Heidelbeeren.


Meine Stoanamandl-Rundwanderung:


Mein Weg durch Brixen:


Meine Route:



Kilometerstand: 3242 km (45 km gefahren).