Dienstag, 2. Juni 2026

Slowenien und Norditalien, Tag 14 (Dienstag, 2.6.2026): Gsieser-Tal und Antholzer-Tal bei Regen

Der Regen lässt noch auf sich warten. Am Morgen findet die Sonne sogar gelegentlich einen Weg zur Erdoberfläche. Es ist aber kühler als zuletzt (9 Grad). Ich war beim Sport-/Spielplatz nahe Obervierschach wieder ganz allein. Der Spot ist zwar in Park4night eingetragen, aber als Tagesparkplatz.


Ich frühstücke heute in Innichen, dadurch kann ich dort das öffentliche WC (sehr sauber) benutzen. Ein WoMo und ein kleinerer Camper aus Frankreich haben hier die Nacht verbracht (bei 1,50 Euro Parkgebühr pro Stunde). Um 8:15 Uhr ist die Sonne hinter grauen Wolken verschwunden, und es beginnt leicht zu nieseln.


Da ich, um die Jackery-Powerstation aufzuladen, nicht einfach herumstehen darf, beschließe ich, ein wenig die Gegend zu erkunden, für den Fall, dass ich bei besserem Wetter noch oder wieder da bin (es gibt hier sicher weitere tolle Wanderungen). Ich fahre Richtung Sexten und biege rechts ins Innerfeldtal ab. Gleich am Talanfang befindet sich ein Parkplatz, denn zwischen Mitte Juni und Mitte Oktober darf man tagsüber nur per Shuttlebus weiter ins Tal hinein.


Ich kann heute auf einer einspurigen Straße mit vielen Schlaglöchern 1,7 km weiterfahren bis zu einem Parkplatz (kein Mobilfunk-Empfang). 


Etwas weiter im Tal ist im WoMo-Reiseführer zwar ein weiterer Parkplatz vermerkt, aber ein Fahrverbotsschild verwehrt mir die Weiterfahrt (außer dieses ist genauso aktuell wie das Schild am folgenden Foto). Man kann zur Dreischusterhütte wandern (ca. 300 Höhenmeter) und von dort auf den Paternsattel bei den drei Zinnen (hin und zurück noch über 16 km und 1000 Höhenmeter - also nur bei sehr guter Kondition).


In Toblach ist der Übernachtungsplatz bei der Biathlon-Bahn aus dem WoMo-Reiseführer, wo ich 2020 geschlafen habe, nicht mehr zugänglich (Zufahrt seit 2023 "nur für Berechtigte"). Besser sieht es in Niederdorf beim Fußballplatz aus. Außerdem komme ich kurz vorher beim Mistplatz an einem Parkplatz vorbei,  wo auch 8 m lange WoMos stehen könnten. Allerdings schreibt ein Kommentator in Park4night, dass die Polizei Strafen verhängt - auf welcher Grundlage, frage ich mich, falls der Kommentar stimmt.


In Welsberg und Taisten war ich 2020. Heute fahre ich weiter ins Gsieser Tal hinein. In Durnwald steht beim Sportplatz ein Schild, das laut WoMo-Reiseführer das Übernachten im Wohnmobil ohne Campingverhalten nicht verbieten kann. Google Gemini meint jedoch, dass der Südtiroler Gemeindeverband eine wesentlich strengere Verordnung erlassen hat, die auch normale PKWs betrifft und jegliches Schlafen in einem Fahrzeug verbietet (also ähnlich wie im österreichischen Tirol).


Es regnet weiterhin leicht, deshalb kommt erstmals der elektrische Kocher zum Einsatz. Ich esse Tortelloni mit Tomaten/Mozzarella-Füllung, dazu grünen Salat.


Ich fahre weiter via Sankt Martin bis ans Talende bei St. Magdalena. Überall hängen die "Campieren verboten"-Schilder. Mit einem Wohnmobil hat man hier schlechte Karten, und auch mit Ludwig Junior würde ich allenfalls spät kommen und früh wegfahren (und dann möglichst neben einigen anderen PKWs stehen, um nicht aufzufallen). Nicht anders sieht es im nächsten Tal aus, dem Antholzer-Tal. Bei stärker werdendem Regen fahre ich bis zum Antholzer See. Ich kann mir einen Spaziergang dort (und die Weiterfahrt auf den Staller Sattel) bei besserem Wetter durchaus vorstellen, aber zum Schlafen müssen Camper das Tal wieder verlassen.


Vor fünfeinhalb Jahren war ich bei den Erdpyramiden von Platten und habe dort auch übernachtet. Ich beschließe zu überprüfen, ob das noch immer möglich ist. Ja, ist es. Der Parkplatz P2 ist von 8 - 17 Uhr kostenpflichtig (mit fairen Preisen, nämlich ganztägig 4 Euros für PKWs (2 Euros ab 13 Uhr) bzw. 6/3 Euros für Camper), wobei es dort eine öffentliche Toilette gibt. 


Es ist schon fast 17 Uhr. Ich fahre weiter. Kurz vor dem Dörfchen Platten befindet sich der kostenlose Parkplatz P3. Dort werde ich heute bleiben.


Als Abendessen gibt es heute Käsebrote und ein Fruchtjoghurt.


Meine Route:



Kilometerstand: 2380 km (144 km gefahren).