Gestern Abend sind noch zwei VW Bullis (einer mit Dachzelt) zum Nationalpark-Zentrum im Martell-Tal gekommen, um die Nacht hier zu verbringen. Am Morgen hat es 16 Grad bei fast wolkenlosem Himmel. Die Hitzewelle nähert sich ihrem Höhepunkt. Für mich bedeutet das, in dieser Gegend zu bleiben, denn in großer Höhe bleibt die Temperatur im angenehmen Bereich.
Wie am Tag 34 fahre ich zur Talstation der Kanzelbahn. Heute kaufe ich ein Ticket nur für die Bergfahrt. Es kostet für Senioren 13,50 Euro statt 14,50.
Meine heutige Wanderung führt mich zuerst zur Zaybach-Brücke. Diesen Weg bin ich vor drei Tagen bereits gegangen, allerdings in der Gegenrichtung. Danach folge ich dem schmalen Eselsteig. Links von mir geht es mal mehr, mal weniger steil hinunter (der Rother-Wanderführer nennt es "ziemlich abschüssige Hangtraversen") - in den "mehr"-Abschnitten konzentriere ich mich auf meine Füße und vermeide es, seitlich nach unten zu blicken. Wenn hier Esel gehen können, dann muss ich das auch schaffen! Die zweite Hälfte des Wegs zur Kälberalm verläuft auf einem Fahrweg und ist ein leichter Spaziergang. Der Abstieg nach Sulden erfolgt auf einem schmalen und manchmal recht steilen Wald-Pfad - die Wanderstöcke erweisen sich wieder einmal als sehr nützlich. Kurz vor 14 Uhr treffe ich bei der Tal-Station der Kanzelbahn ein. Glücklicherweise weht ein leichtes Lüftchen. Indem ich alle Türen öffne, verringert sich die Saunahitze in Ludwig Junior binnen weniger Minuten um 12 Grad.
In der Hoffnung, dass das Plätzchen im Schatten bei der Seilbahn frei ist, fahre ich zum Parkplatz am Ende der Straße. Die Hoffnung trügt nicht. Ich hole den Klappsessel aus dem Auto und verbringe den Rest des Nachmittags bei angenehmen 26 Grad.
Auf dem "Heimweg" bleibe ich wieder beim Mpreis in Eyrs stehen, denn Getränke kann man während einer Hitzewelle nie genug haben.
Wie viele Camper heute wohl beim Nationalpark-Zentrum im Martell-Tal stehen? Es sind 2. Aber auch ein großer LKW mit Anhänger - was will denn der hier?


































