Samstag, 13. Juni 2026

Slowenien und Norditalien, Tag 25 (Samstag, 13.6.2026): Jaufenpass

Gestern Abend ist ein italienischer PKW auf den Parkplatz der Jochtalbahn gekommen, dessen Fahrer im Auto schlafen wollte. Während er alle Fenster mit Silberfolie verdeckte, waren die Scheinwerfer eingeschaltet. Aber auch danach ließ er das Standlicht an, so dass ich bei der Arbeit am Blog geblendet wurde. Ich wechselte schließlich auf den Parkplatz beim Fußballplatz. Am Morgen nieselt es für ein paar Minuten leicht, obwohl der Himmel nur wenig bewölkt ist. Die Temperatur beträgt 9 Grad.


Ich überlege, ob ich kurz auf die Fane-Alm fahren soll, aber heute scheint der Tag des Almauftriebs zu sein, denn während des Frühstücks sehe ich zweimal, wie eine Herde Kühe in diese Richtung getrieben wird. Da will ich auf der wahrscheinlich schmalen Straße mit Ludwig Junior nicht stören. Nach einer Sitzung im WC der Seilbahn fahre ich nach Sterzing, erstens um zu tanken (1,989 Euro pro Liter Diesel), zweitens um die Parkplatzsituation beim Lidl zu erkunden (noch mieser als in Vahrn). Ich habe Glück, dass gerade ein Auto wegfährt. Auf der anderen Straßenseite gibt es zwar einen Parkplatz, aber der sieht auch ziemlich voll aus. Im Geschäft ist es sehr eng. Der Eurospar ist eindeutig die bessere Wahl.


Ich fahre nach Stange und parke am Sportplatz. Bei der Zufahrt sehe ich ein Campieren-verboten-Schild.


Ich möchte durch die Gilfenklamm wandern. Da das eine relativ kurze Tour ist, ziehe ich nur die niedrigen Wanderschuhe an und nehme eine kleine Wasserflasche mit. Die Tour wird aber noch kürzer, denn das Kassenhaus ist unbesetzt (Eintritt in die Klamm: 8 Euro) und das Tor versperrt. Wegen eines Erdrutsches ist die Klamm geschlossen (warum wurde am Parkplatz keine entsprechende Mitteilung angebracht?).


Ich fahre ins Ridnauntal und halte in Mareit (Campieren verboten) ...


... für ein paar Aufnahmen der Kirche ...



... und von Schloss Wolfsthurn.


Die Straße führt auf schneebedeckte Berge zu.


Nach dem letzten Ort Maiern endet die Straße bei einem Bergbaumuseum. 


Ich sehe keine Campieren-verboten-Schilder, nur das Hinterlassen von Müll ist untersagt. Man kann von hier diverse Wanderungen unternehmen, aber ich mache das lieber am Vormittag.


Zeit fürs Mittagessen: Tortelloni mit Eisbergsalat.


Ich muss nun das Ridnauntal wieder zurück fahren, da kann ich gleich ein Stück weiter nach Sterzing zum Eurospar. Ich kaufe Salat und fülle meinen Getränkevorrat auf.


Mein nächstes Ziel: der Jaufenpass. Gut, dass ich heute fahre, denn am Montag von 8 bis 12 und am Dienstag von 8 bis 18 Uhr ist ein Teil der Strecke - wahrscheinlich wegen Bauarbeiten - gesperrt. Die Straße ist zweispurig, aber abschnittsweise etwas holprig. Sie ist vor allem bei Motorradfahrern beliebt, die viel zu viel Lärm erzeugen und oft zu schnell unterwegs sind.





Auf der Passhöhe in 2094 m (Nachtparkverbot) sieht es so aus, als könnte ich nirgends anhalten, aber zum Glück fährt gerade ein deutscher PKW weg. Die Temperatur beträgt hier 23 Grad.



Auf der anderen Seite des Jaufenpasses fährt man hinunter nach St. Leonhard in Passeier.




Im WoMo-Reiseführer ist ein Parkplatz bei der Sportarena vermerkt (kostenpflichtig vom 1.4. bis 31.10. von 9 bis 16 Uhr, 60 Minuten gratis). Allerdings schreiben Benutzer von Park4night, dass sie von der Polizei geweckt und verwarnt wurden, weil Übernachten nicht erlaubt sei. Ein entsprechendes Schild ist aber nirgends zu sehen.


Etwas näher an der Straße soll es dieses Problem mit der Polizei nicht geben. Tagsüber hat man hier den Lärm der Timmelsjoch- und Jaufenpass-Fahrer (aber den hat man mehr oder minder im ganzen Ort), doch in der Nacht soll es ruhig sein.


Ich unternehme einen Rundgang durch den Ort (ich entdecke zwei öffentliche WCs, was bei der Reise mit einem Mini-Camper immer gut zu wissen ist) und zur Jaufenburg.











Mein Abendessen: Thunfisch in Gemüse. Und natürlich Nuss-Joghurt, heute mit Brombeeren.


Meine versuchte Klammwanderung:


Mein Weg durch St. Leonhard und zur Jaufenburg:


Meine Route:



Kilometerstand: 3542 km (117 km gefahren).