Gestern Abend ist kein weiterer Camper gekommen. Der Kastenwagen aus England und Ludwig Junior sind die einzigen Fahrzeuge, die die Nacht beim Nationalpark-Zentrum im Martell-Tal verbracht haben. Am Morgen ist es fast wolkenlos bei 14 Grad.
Ich habe gestern in Komoot zwei kurze Wanderungen in Sulden entdeckt, die ich heute unternehmen möchte. Auf dem Weg nach Sulden halte ich bei einer Tankstelle (der Tank ist zwar noch mehr als halb voll, aber 1,949 Euro ist in Italien ein guter Preis) ...
... und kaufe beim Mpreis-Supermarkt in Eyrs ein. Obst und Gemüse wurden heute noch nicht geliefert, und das, was an Bananen und Salat da ist, schaut nicht frisch aus, deshalb begnüge ich mich mit einigen Äpfeln.
Bei der Bergstation befindet sich ein Gasthaus.
Ich gehe zuerst einen Fahrweg bergab und danach einen Almweg, zum Teil durch Wald. Ein schriller Pfeifton macht mich auf ein Murmeltier aufmerksam. Der Pfad führt dann bergauf bis zu einer Brücke über den Zaybach. Hier hat man mehrere Optionen: entweder geht man zur Düsseldorfer Hütte (ca. 300 steile Höhenmeter), über den Eselsteig zur Kälberalm (mit einem Abschnitt, bei dem Schwindelfreiheit vorteilhaft ist), oder auf fast gleicher Höhe zurück zur Kabinenbahn. Ich überlege kurz, die nicht geplante Route zur Kälberalm und hinunter nach Sulden zu gehen, aber danach ginge sich die zweite Wanderung nicht mehr aus, darum wähle ich Option 3. Ich bin rechtzeitig vor der Mittagspause (ab 12:30) bei der Seilbahn. Während ich die Wandersachen im Auto (in dem die Temperatur 46 Grad beträgt) verstaue, wird die Bahn schon um 12:23 abgeschaltet.
Ich fahre ans Ende der Straße im Suldental, wo ich wie gestern am Parkplatz der Seilbahn Kösespätzle koche (heute ohne Salat).
Um 14 Uhr breche ich zur zweiten Wanderung auf. Sie führt mich am Hans-Ertl-Weg entlang des Suldenbachs aufwärts bis zu einer Hängebrücke bei einem Wasserfall. Am Ende gibt es einige ausgesetzte Passagen, wo man sich aber an einem Stahlseil festhalten kann. Der Rückweg verläuft zuerst noch etwas bergauf auf einem steilen Fahrweg und danach stetig bergab auf einem Waldweg. Nach einer Stunde und fünfzig Minuten treffe ich wieder bei Ludwig Junior ein.
Mein Abendessen (während ein Gewitter über Sulden zieht): Brote mit Käse. Joghurt mit Heidelbeeren und Nüssen.




































