Danach checke ich in der ÖAMTC-App die Treibstoffpreise. Diesel kostet in der Sankt-Johanner-Straße weiterhin 86,9 Cent. Ich tanke 95 Liter und fahre danach zu einem Hofer, weil ich beim Lidl vergessen habe, Baguettes zu kaufen, und außerdem keine Müsliriegel bekommen habe.

















Da Wien in vielen Ländern als Risikogebiet gilt, bin ich heuer bei der Auswahl des Reiseziels ziemlich eingeschränkt. Italien läßt Österreicher derzeit ohne Quarantänepflicht einreisen, deshalb habe ich beschlossen, nach Südtirol zu fahren. Ich gebe die Adresse eines Fußballplatzes kurz hinter der Grenze, die ich im Womo-Reiseführer gefunden habe, ins Navi ein, um zu schauen, ob man dort übernachten kann. 20 km vor der Grenze erscheint am iPad eine Warnung, dass der Akku fast leer ist (obwohl er am Stromkabel hängt, wird er nicht geladen). Ich halte bei einem Hofer, stecke das iPad bei einer anderen Steckdose an und warte, bis die Akkuladung von 9 auf 18 Prozent gestiegen ist. Danach fahre ich weiter. Um 16:10 überquere ich die Grenze, die nur an einem Schild mit den italienischen Höchstgeschwindigkeiten zu erkennen ist. Bald darauf erreiche ich den Fußballplatz und beschließe, hier die Nacht zu verbringen.
Zuvor fahre ich aber drei Kilometer weiter nach Innichen. Im Womo-Reiseführer sind die Koordinaten einer Straße abgedruckt, in der Reisemobile parken können (60 Minuten Parkdauer mit Parkuhr).
Ich gehe zuerst zur Heiliggrabkirche, auch Außerkirchl genannt, die leider geschlossen ist.
Nicht weit entfernt steht am Beginn der Fußgängerzone das Franziskanerkloster. Ich rüttle an der Tür, aber sie ist versperrt.
Einige Steinfiguren machen auf ein Museum aufmerksam.
Die Fußgängerzone führt geradewegs zur Pfarrkirche St. Michael.
Ein Schild weist darauf hin, dass man hier eine Maske tragen muss. Ich bin allerdings nicht sicher, ob das noch aktuell ist, denn ich glaube mich an einen Zeitungsartikel zu erinnern, dass mittlerweile in Italien überall im Freien (nicht nur in Fußgängerzonen) Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben ist. Beim Fotografieren läuft mir ständig die Brille an, so dass ich die Nase meistens unbedeckt lasse (es sind wenige Menschen unterwegs, so dass Abstand halten kein Problem ist).
Im September habe ich in der Schweiz zwei „Weiße Rössl“ gesehen. In Innichen befindet sich ebenfalls eines, wobei der Wirt offenbar zu den Corona-Leugnern gehört.
Das Tor der St. Michaels-Kirche ist unversperrt, aber man kann nur durch ein Gitter von hinten in den Kirchenraum blicken.
Als ich die Kirche umrunde, bemerke ich, dass sie einen runden Turm besitzt, der an einen Leuchtturm erinnert.
Gleich hinter der St. Michaels-Kirche befindet sich die Stiftskirche, ...
... die ich auch innen besichtigen kann.
Anschließend spaziere ich durch den sehenswerten Friedhof.
Es ist bereits mehr als eine Stunde vergangen, seit ich Ludwig verlassen habe, aber ich gehe davon aus, dass heute keine Kontrolleure unterwegs sind. Da es bereits 18 Uhr ist und um 18:10 die Sonne untergeht, mache ich mich auf den Rückweg.
Ich fahre zum Fußballplatz zurück, wo ich Bohnen mit Speck und grünen Salat esse.
Meine Route:
Kilometerstand: 367 km.