Durch Hochnebel ist der Himmel nicht zu sehen, aber es wird gutes Wetter vorhergesagt. Ich mache mich auf den Weg in Richtung Misurinasee. Kurz vor dem See liegen die Berge im Sonnenschein unter einem wolkenlosen Himmel.
Bevor ich den Misurinasee erreiche, biege ich links ab und fahre bergauf. Beim Lago d‘Antorno lege ich einen Fotostopp ein.
Bald danach kommt die Mautstation. PKWs zahlen 30 Euro. Ludwig van Tourer wird als Wohnmobil erkannt, wofür weitere 15 Euro verlangt werden. 10 Minuten nach 9 erreiche ich die Parkplätze am Ende der Straße bei der Auronzohütte.
Ich habe gestern mit Komoot eine Tour geplant, die die drei Zinnen umrundet. Um halb zehn mache ich mich auf den Weg. Die Temperatur beträgt 2 Grad, fühlt sich in der Sonne aber wärmer an. Ich bin ganz allein unterwegs, alle anderen nehmen die vielgegangene Route über den Paternsattel. Immer wieder kommen Stellen, an denen der Weg schneebedeckt ist, aber auch matschige Abschnitte sind sehr rutschig (einmal hätte es mich fast auf den Allerwertesten gesetzt, woraufhin ich die Wanderstöcke vom Rucksack abschnalle).
Der Weg zur Langalm führt nun quer über einen im Schatten liegenden Hang. Das erscheint mir zu riskant, denn wenn ich aus- und den Abhang hinunterrutschen sollte, würde mich niemand beobachten und Hilfe holen. Ich breche daher die Wanderung ab und gehe zum Parkplatz zurück.
Im Auto lade ich das Handy, mit dem ich die Tour für Komoot aufzeichne, etwas auf. Um 11 Uhr mache ich mich wieder auf den Weg, dieses Mal die Route, die fast jeder geht, vorbei an der Auronzohütte.
Der Weg führt zunächst leicht bergab.
Nach einer halben Stunde erreiche ich eine Kapelle (eigentlich könnte ich etwas schneller sein, aber ich bleibe oft stehen, um zu fotografieren und zu filmen), ...
... und nach einer weiteren Viertelstunde bin ich bei der Lavaredohütte, für die die Winterpause bereits begonnen hat.
Nun geht es steil zum Paternsattel hinauf (es gibt auch einen weniger steilen, längeren Pfad, den ich beim Rückweg genommen habe).
Vom Paternsattel aus sieht man sowohl die drei Zinnen ...
... als auch die Dreizinnenhütte.
Der Pfad ist nun schneebedeckt und schmal, liegt aber meistens in der Sonne, so dass er nicht eisig ist. Nichtsdestotrotz muss man vorsichtig sein, um nicht auszurutschen. Ich bin froh, dass ich meine Wanderstöcke dabei habe.
Es geht noch weiter hinunter ...
... und dann quer über einen Hang. Da ich nicht schwindelfrei bin, bemühe ich mich, nicht nach links zu schauen, sondern auf meine Füße und wohin ich sie setze.
Ein letztes Stück führt steil hinauf (hier von oben mit Blick zurück fotografiert).
Um 13:20 erreiche ich die Dreizinnenhütte, die ebenfalls geschlossen ist. Der Akku meines Komoot-Handys ist leer.
Ich stärke mich mit Müsliriegeln und Cola, dann mache ich einige Aufnahmen. Oberhalb der Hütte befindet sich eine Kapelle.
Es ziehen Wolken auf und verhüllen die Spitzen der drei Zinnen.
Um 13:45 mache ich mich auf den Rückweg. Da es meistens leicht bergauf geht, fällt es mir leichter, nicht auszurutschen.
Nach einer Stunde habe ich den Paternsattel erreicht. Wenn die Sonne von den Wolken verdeckt wird, ist es gleich deutlich kälter.
Zwanzig Minuten später bin ich bei der Lavaredohütte. Laut meiner Sportuhr, auf die ich die mit Komoot geplante Route geladen habe, sind es noch 1,8 km bis zum Parkplatz.
Das Ziel ist in Sicht.
Laut Komoot handelt es sich um eine mittelschwere Wanderung (hin und zurück etwas über 9 km und nicht ganz 400 Höhenmeter), durch den Schnee war sie aber sehr anstrengend. Ich lege mich im Reisemobil eine halbe Stunde ins Bett, dann mache ich mich für die Rückfahrt nach Südtirol bereit. Bei der Mautstation bleibe ich für ein Foto stehen. Dabei sehe ich, dass man um 25 Euro die Nacht am Berg verbringen darf.
Ich fahre nach Toblach zum Stellplatz beim Biathlon-Gelände, den ich mir an Tag 2 bereits angeschaut habe.
Meine Route:
Kilometerstand: 570 km (80 km gefahren).