Im Mürztal halte ich beim Hofer, um Obst, Gemüse, Brot und einige andere Sachen zu kaufen.
Dann rufe ich in Bad Eisenkappel an, ob morgen Führungen durch die Obir Tropfsteinhöhlen stattfinden. Ich reserviere einen Platz für die 11-Uhr-Tour. Es gilt die 3G-Regel, das heißt, man muss genesen, geimpft oder getestet sein. Genesen fällt mangels Covid-19-Infektion flach, geimpft gilt ab dem 22. Tag nach der ersten Impfung (bei mir ab Montag, da ich am 9. Mai gestochen wurde) - folglich brauche ich einen Test. Die nächste Teststraße befindet sich in Kapfenberg. Ich rufe an, gebe meine Daten bekannt und bekomme einen Termin um 14:30. Ich erreiche das Haus der Begegnung in Schirmitzbühel allerdings schon um 14 Uhr. Ich komme sofort an die Reihe (nach 5 anderen „Nasenbohrern“ in der Warteschlange) und bin um 14:10 fertig.

Auf dem Weg nach Kärnten erreicht mich die SMS mit dem Link zum (negativen) Testergebnis. Um 15:45 verlasse ich die Steiermark und treffe wenig später in Friesach ein - eine Stadt mit 5000 Bewohnern, an der ich schon oft vorbeigefahren bin. In Park4Night ist ein sehr ruhiger Übernachtungsplatz eingetragen, allerdings schreiben einige User in Kommentaren, dass sie von dort unter der Androhung, dass die Polizei geholt werde, vertrieben wurden. Ich verzichte lieber auf diesen Platz und halte statt dessen beim Friedhof. Während eines Stadtrundgangs komme ich an mehreren weiteren Parkplätzen vorbei, die sich für eine Übernachtung eignen.
Ich beginne einen Rundgang durch die Stadt. Ein großes Sakralgebäude erhebt sich nicht weit vom Friedhof entfernt. Es handelt sich um ein Dominikanerkloster mit der Kirche St. Nikolaus (leider geschlossen).
Über die Wiener Straße gelange ich zum Rathaus.
Die Pfarrkirche Friesach kann ich betreten.
Wenig später habe ich die Wahl: gehe ich rechts zum Hauptplatz oder links durch die Bahnhofstraße zur Stadtmauer? Ich entscheide mich für Letzteres. Dort fällt mir ein Haus auf, das mich an einen Oma-Wetterwax-Roman von Terry Pratchett erinnert („Weber, der Schuster“).
An der gut erhaltenen Stadtmauer entlang komme ich bis zur Wiener Straße zurück.
Den Rückweg lege ich außerhalb der Stadtmauer und des Wassergrabens zurück.
Am Ende des Wassergrabens biege ich nach links und folge der St. Veiter Straße stadtauswärts. Ich komme an der Deutschordenskirche und einem Krankenhaus vorbei.
Ich erreiche die Baustelle des Burgbauprojekts. Hier soll in mehreren Jahrzehnten eine neue Burg errichtet werden, wobei nur Werkzeuge zum Einsatz kommen, die auch den Menschen im Mittelalter zur Verfügung standen.
Ich drehe um und steige zur Ruine auf dem Virgilienberg hinauf.
Der Weg führt nun durch den Wald.
Ich folge einer Straße, die mich auf den Petersberg hinauf zur Burg Petersberg bringt. Dort befindet sich das Friesacher Stadtmuseum.
Außerdem wurde auf dem Petersberg die Filialkirche St. Peter errichtet.
Die Aussicht ist den anstrengenden Aufstieg wert.
Auch Ludwig ist zu sehen.
Über Stufen gelange ich wieder hinunter in die Stadt zum Hauptplatz.
Ich könnte nun noch zu einer weiteren Burg aufsteigen, zur Burg Geiersberg, aber die lasse ich mir für einen weiteren Besuch in Friesach übrig. Stattdessen kehre ich zu Ludwig zurück, wo ich ein Baguette mit Aufstrich und Zwiebeln esse.
Nachfolgend meine Tour durch Friesach, wie sie von Komoot aufgezeichnet wurde:
Meine Route:
Kilometerstand: 139 km.