Montag, 24. Mai 2021

Oberösterreich, Tag 1 (Montag, 24.5.2021)

Same procedure as every year: Das Vorbereiten von Ludwig van Tourer für die neue Saison dauert länger als geplant. Dieses Mal mussten wir sogar einen Teil der Möbel ausbauen, um das durch einen Fahrerflüchtling in der Schweiz beschädigte hintere rechte Rücklicht zu ersetzen.



Die Verspätung hat uns aber nicht sehr gestört, denn das Pfingstwochenende war kühl und verregnet (das Frühjahr 2021 ist das kälteste seit fast 30 Jahren). Heute, am Pfingstmontag, scheint am Morgen ein wenig die Sonne (bei 6 Grad Celsius), aber die nächste Regenfront ist bereits vorhergesagt. Um 8:32 machen wir uns auf den Weg.



In Leoben tanken wir 75 Liter Diesel.



In Vordernberg parken wir am Hauptplatz. Während wir die dort stationierte Lokomotive fotografieren, spricht uns ein Mann an und fragt, ob wir zu einer Touristengruppe gehören, die eine Führung bei ihm gebucht hat. Wir antworten, dass wir nur auf der Durchreise sind. Er empfiehlt, dass wir zum Bahnhof spazieren sollen ...



... dort gäbe es die größte Zahnradlokomotive der Welt zu besichtigen, mit der früher Erz vom nahen Erzberg transportiert worden ist.



Wie unternehmen einen Spaziergang durch den Ort, der uns bis zu einem Hochofen führt.



Dort drehen wir um und spazieren zurück in Richtung Hauptplatz. 



In Vordernberg gibt es einen Wohnmobil-Stellplatz (bravo!) mit Stromanschlüssen und der Möglichkeit, den Wassertank zu füllen.



Immer gut zu wissen (auch wenn man in einem Reisemobil nicht darauf angewiesen ist): am Hauptplatz befindet sich eine öffentliche Toilette.



Inzwischen ist es kurz nach 11 Uhr. Als wir die Fahrt fortsetzen, beginnt es zu regnen. Um 12:35 legen wir im Nationalpark Kalkalpen, ein paar km hinter Unterlaussa, Mittagspause ein (jeder verspeist eine Dose Fisch und eine Tüte Eis). Der Regen hat inzwischen wieder aufgehört, nur noch ein paar vereinzelte Tropfen befeuchten Ludwigs Windschutzscheibe.



Über Windischgarsten und Vorderstoder gelangen wir nach Hinterstoder, wo wir um 14:00 Uhr den Parkplatz Polsterlucke erreichen. 6 Stunden Parken kosten hier 4 Euro, 24 Stunden 5 Euro, und für 10 Euro kann man 7 Tage bleiben. Der Parkplatz ist mit einem WC ausgestattet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt, darum beschließen wir, hier zu übernachten. Ich bezahle das 24-Stunden-Ticket per Bankomatkarte.



Bis zum Schiederweiher geht man von hier rund eineinhalb Kilometer. Wir haben Wetterglück, denn die angekündigten Regenwolken ziehen südlich und nördlich an uns vorbei.



Der Schiederweiher ...



... wurde von Oberösterreich 2015 und 2018 für die Fernsehsendung „9 Plätze - 9 Schätze“ nominiert. Beim ersten Mal kam er nicht ins Finale, beim zweiten Mal hingegen wurde er zu Österreichs schönstem Platz des Jahres gewählt.



Um 15:45 sind wir bei Ludwig van Tourer zurück. Wir beschließen, bis ans Ende der Straße in diesem Tal zu fahren. Der Parkplatz beim Gasthaus Baumschlagerreith kostet 4 Euro für 24 Stunden, allerdings kann man hier nicht mit Karte bezahlen.



Zurück beim Parkplatz Polsterlucke ruhen wir uns für den Rest des Tages aus. Ich schreibe den heutigen Blogeintrag und wähle ein paar Fotos aus. Zum Abendessen lassen wir uns faschierte Laibchen mit Tomatensalat schmecken.



Unsere Route:



Kilometerstand: 175 km.