Samstag, 2. Juli 2022

Tschechien, Tag 26 (Samstag, 2.7.2022)

In der Nacht (die sehr ruhig war und in der die Temperatur auf 12 Grad zurück gegangen ist) hat sich ein deutsches Wohnmobil zu Ludwig gesellt. Als ich kurz vor 8 meinen Müll zu einem Abfallkübel bringe, schlafen die Insassen (Faulpelze!) noch. Neben dem Parkplatz werden einige Rehe gehalten.



Ich gebe die Koordinaten eines im Womo-Reiseführer empfohlenen Parkplatzes in Cheb ein, doch dieser ist gesperrt. Ein anderer zentrumsnaher Platz aus Park4night bringt mich in eine Begegnungszone, wobei mir schließlich bei einem Fahrverbotsschild nicht klar ist, ob es mich betrifft. Auf dem Weg dorthin habe ich einen anderen Parkplatz gesehen, doch bei dessen Einfahrt steht ein Einfahrt-verboten-Schild mit handgeschriebenem Zettel darunter, den ich nicht lesen kann. Ich gelange in eine Sackgasse, wo ich eigentlich stehen könnte. Aber die Häuser sehen verfallen aus, neben der Straße liegen Müll und eine zerbrochene Flasche - ich habe kein gutes Gefühl und beschließe, auf eine Besichtigung von Cheb zu verzichten. Statt dessen fahre ich nach Marienbad (als ich eine Tankstelle mit 45,90 Kronen pro Liter Diesel sehe, tanke ich voll) und parke Ludwig in einer Sackgasse unmittelbar vor dem Beginn eines Waldwegs (wieder einmal hat sich Park4night bezahlt gemacht).



Marienbad ist der dritte zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Kurort in Tschechien und hat rund 13.000 Einwohner. Ich gehe zunächst an der orthodoxen Kirche vorbei und gelange ins Zentrum, wo ich Musik höre - das muss die „singende Fontäne“ sein, ein Springbrunnen, bei dem zu jeder ungeraden Stunde Musik gespielt wird und die Fontänen im Takt eine Show bieten. Ich beeile mich, komme aber gerade zu spät. Darum lasse ich mir mit der Besichtigung Zeit, so dass ich zwei Stunden später um 13 Uhr noch an Ort und Stelle bin. Marienbad gefällt mir weitaus besser als Franzensbad. Nachfolgend ein paar Fotos:

































Ein paar Kilometer weiter gibt es das Naturschutzgebiet Kladska, doch der Parkplatz ist - wie ich an einem schönen Samstag im Juli befürchtet habe - voll. Ich beschließe, nach Pilsen (Tschechiens viertgrößte Stadt) zu fahren, die ich morgen vormittag besichtigen möchte, bevor ich zurück nach Österreich muss. Das sind von Marienbad ungefähr 80 Kilometer, davon 45 auf der Autobahn. Mein Navi zeigt die aktuelle Position manchmal verzögert an. Prompt gerate ich bei der Ausfahrt auf die falsche Spur, die mich wieder auf die Autobahn bringt. Bei der folgenden Ausfahrt halte ich im nächsten Dorf, um mich zu orientieren. Ich befinde mich in der Nähe von Schloss Kozel und beschließe, dorthin zu fahren. Parken kostet 50 Kronen.



Ich spaziere zuerst zum Schloss ...



... und dann durch den Park ...



... und um den kleinen See herum.



Anschließend suche ich in Park4night einen Übernachtungsplatz. Der erste, den ich ansteuere, befindet sich bei der Universität, allerdings gibt es bei der Einfahrt ein Schild, das ich mit der Übersetzungsapp übersetze: „Nur für Angestellte und Studierende des Universitätsinstituts.“ Eine andere Möglichkeit ist ein zentrumsnaher Parkplatz. Dieser ist am Samstag Abend fast leer, Gebühren fallen nur von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr an, und die Hauptstraße ist weit genug entfernt, dass ich hier problemlos schlafen können sollte. Und er hat den Vorteil, dass ich morgen nirgendwo hin fahren muss, sondern nach dem Frühstück sofort zur Stadtbesichtigung aufbrechen kann.



Meine Route:



Kilometerstand: 2509 km (176 km gefahren).