Um 8:20 mache ich mich auf den Weg ins Bodental. Ich habe in Komoot eine Wanderung ab dem Kaufhaus und Gasthaus Sereinig geplant, entschließe mich dann aber kurzfristig, noch zwei Kilometer weiter bis ans Ende der Straße beim Gasthof Bodenbauer zu fahren (bei diesem letzten Straßenstück besteht Halte- und Parkverbot, allerdings kann man kurz in der Nähe des Meerauges (bei dem ich später zu Fuß vorbeikommen werde) stehen bleiben). Beim Bodenbauer können ein paar Autos parken. Ich stelle mich aber auf den Gästeparkplatz und gebe im Gasthaus bekannt, dass ich nach der Wanderung Gast sein werde.
Die Wanderung, zu der ich um 9:25 aufbreche, führt zunächst entlang von Forststraßen leicht bergauf. Ein Schild weist darauf hin, dass man hier (mit viel Glück, allenfalls auch Pech) aus Slowenien eingewanderte Bären treffen kann.
Nach rund zwei Kilometern und 100 Höhenmetern erreiche ich die „Märchenwiese“.
Ich drehe um, gehe ein Stück den gleichen Weg zurück und halte mich dann links.
Am anderen Ende der Wiese sind der Gasthof Bodenbauer und Ludwig van Tourer zu sehen.
Jetzt kommt noch einmal ein relativ steiler Anstieg mit 45 Höhenmetern.
Beim Hochsitz Rijautzablick drehe ich mich um, um ein Foto der Karawanken zu schießen.
Danach führt der Pfad bergab noch eine Weile durch den Wald, ...
... bis ich einige Häuser erreiche und auf der kaum befahrenen Straße weiter marschiere.
Ein Wegweiser macht mich auf einen Aussichtspunkt 5 Minuten abseits meiner geplanten Route aufmerksam. Diesen Abstecher sollte man nicht versäumen.
Und hier ein weiteres Foto in Richtung Talschluss.
Beim Kaufhaus und Gasthaus Sereinig gibt es einen großen, nicht asphaltierten Platz, ich bin aber nicht sicher, ob man hier parken darf oder ob man nach einigen Tagen einen Brief eines Rechtsanwalts wegen Besitzstörung erhält. Wahrscheinlich ist es besser, das Auto beim Gasthaus abzustellen und - um ganz sicher zu gehen - dort anzukündigen, dass man nach einer Wanderung einzukehren gedenkt.
Der Weg zurück zum Bodenbauer führt zunächst über eine Wiese, danach folgt man der Straße.
Ich komme an zwei Mühlen vorbei. Die linke sieht recht neu aus und wurde wahrscheinlich nur als Sehenswürdigkeit gebaut.
Einen solchen Wetterstein bräuchten wir auch für die Wasserstatt.
Ein Abstecher bringt mich zum türkisblauen „Meerauge“, ein Überbleibsel der letzten Eiszeit. Zum Glück hat es nichts mit Politik zu tun.
Um 12:20 bin ich bei Ludwig zurück. Ich ziehe mich um und esse beim Bodenbauer ein Salamibrot. Zwei Kinder spielen in der Nähe Fußball, und es kommt, wie es kommen muss: der Ball trifft meinen Tisch, und das noch ein Viertel volle Halbliter-Glas mit Apfelsaft gespritzt liegt gleich danach zersplittert am Boden. Ich erhalte gratis ein kleines Glas Apfelsaft. Als Dessert esse ich einen Reindling mit Kaffee. Beim Zahlen (14 EUR inkl. Trinkgeld) erkundige ich mich, wie lange das Gasthaus am Abend offen habe (meistens bis 18 Uhr, wenn viel los ist, auch bis 19 oder 20 Uhr) und ob man im Reisemobil am Gästeparkplatz übernachten dürfe, wenn man hier zu Abend isst (das sei kein Problem). Außerdem erkundige ich mich, wie der Weg zur Klagenfurter Hütte (den ich in Pocket Earth entdeckt habe) aussieht: es gibt einige mit Stahlseilen gesicherte Abschnitte (aber es handelt sich nicht um einen Klettersteig), doch derzeit liegt noch an einigen Stellen Schnee, was den Weg zu gefährlich macht.
Auf der Fahrt talauswärts halte ich kurz beim Meerauge, um ein paar Fotos mit der Weitwinkel-Kamera (die ich bei der Wanderung nicht dabei hatte) zu machen.
Danach fahre ich die kurvenreiche Loiblpass-Straße zurück (wobei ich am Parkplatz der Tscheppa-Schlucht vorbeikomme) bis fast nach Ferlach und dann in westlicher Richtung nach Feistritz im Rosental. Dort biege ich links ins Bärental ab. Die Straße ist eng, es gibt aber viele Ausweichstellen und wenig Verkehr. Nach einigen Kilometern halte ich um 14:30 auf einem Wanderparkplatz bei der Stouhütte in 960 m Seehöhe - da er ziemlich eben ist, könnte man hier über Nacht seine Fahrtüchtigkeit wieder herstellen. Die Straße führt von hier steil und eng weiter, wobei nach 200 Metern der Asphalt aufhört. In 3 km soll es noch einen Parkplatz geben, aber ich denke, es ist besser, diese Strecke mit Ludwig Junior zu erkunden.






Da morgen Feiertag ist, ergänze ich meine Nahrungsvorräte beim Hofer in Ferlach.
Um 16 Uhr bin ich wieder am Ferlacher Stellplatz. Ich bezahle am Automaten die Gebühr von 4 Euro und setze mich neben Ludwig auf den Campingsessel, die Füße auf einen Hocker hochgelagert, und lese im Internet, was es Neues gibt. Es ziehen immer mehr Wolken auf. Um 17:18 vertreiben mich ein paar Regentropfen ins Innere des Reisemobils. 20 Minuten später beginnen sich die Wolken wieder zu verziehen. Ich esse im Freien zu Abend (Wurzelbrot - weil es beim Hofer kein Baguette mehr gab - mit Aufstrich und Zwiebeln).
Als Dessert gibt es eine Riesenportion Joghurt mit frischen Erdbeeren (um 50 % ermäßigt, da sie bis Freitag wahrscheinlich nicht halten würden). Die Hälfte wandert in den Kühlschrank, um sie morgen früh zu schnabulieren.
Meine Wanderung:
Meine Route:
Kilometerstand: 332 km (61 km gefahren).