Samstag, 5. Juni 2021

Kärnten, Tag 8 (5.6.2021)

Ich hatte erwartet, dass ich am Parkplatz am Hemmaberg in der Nacht nur Eulen höre, aber gegen 23 Uhr kommen ein Moped und ein Auto und fahren nach einer Weile wieder weg. Möglicherweise ist dieser Ort ein nächtlicher Treffpunkt der lokalen Jugend und ich hatte Glück, dass es am Abend geregnet hat. Ich halte es für möglich, dass man in Globasnitz ruhiger nächtigt.



Nach dem Frühstück gehe ich noch einmal zur Rosaliengrotte und fülle als Mitbringsel eine leere Mineralwasserflasche mit Wasser der heiligen Quelle. Anschließend fahre ich auf der anderen Seite des Hemmabergs hinunter und nach Globasnitz, wo ich die öffentliche Toilette benutze. Am Nachmittag werden in ganz Österreich Gewitter auftreten, aber am Vormittag kann ich noch eine Wanderung unternehmen. Im Wanderführer finde ich eine passende Tour auf der Saualm, die praktisch am Weg zurück in die Steiermark liegt. Via Völkermarkt geht es in nördlicher Richtung bis Eberstein. Dort biege ich rechts ab. Die Straße führt nun in vielen Serpentinen bergauf nach St. Oswald und weiter bis zur Steinerhütte in 1570 m Seehöhe.



Ich stelle Ludwig auf dem großen Parkplatz ab, ziehe mich um, packe den Rucksack und mache mich um 10 Uhr auf den Weg.



Ich gehe an der Talstation eines Schilifts vorbei ...



... und folge einer Forststraße stetig bergauf. Der Aufstieg umfasst fast 300 Höhenmeter.



Der Pfad führt durch den Wald ...



... und eine Weide hinauf.



Schließlich ist die Waldgrenze überschritten, und der Gipfel des Großen Sauofens kommt ins Blickfeld. Noch ungefähr 100 Höhenmeter müssen bewältigt werden.



Kurz nach 11 erreiche ich das Gipfelkreuz in 1895 m Höhe und trage mich ins Gipfelbuch ein.



Leider ist es sehr dunstig. Es zahlt sich sicher aus, diese Tour bei klarem Wetter zu wiederholen.



Nach einer kurzen Rast gehe ich fast eben an einem Zaun entlang. 



An einzelnen Stellen liegt noch Schnee.



Die Wolfsberger-Hütte liegt rund 50 Meter tiefer. Ich mache nur ein paar Fotos, dann gehe ich den Weg zurück, da dunkle Wolken Regen befürchten lassen.



Eine kleine Abweichung von der geplanten Tour bringt mich zum Zingerle-Kreuz.



Bald danach fallen ein paar Tropfen. Nach 5 Minuten ist die Regenwolke abgezogen, und ich gehe wieder im Sonnenschein. Dieser Weg ist steiler als der Aufstieg, darum nehme ich die Wanderstöcke zur Hilfe.



Kurz vor 13 Uhr bin ich bei der Steinerhütte zurück und setze mich in den Gastgarten. Während ich aufs Essen warte, beginnt es um 13:15 zu regnen, der Sonnenschirm fungiert aber auch als Regenschutz. Als es aber auch zu blitzen und donnern beginnt, setze ich mich lieber ins Innere der Hütte. Um halb zwei bekomme ich Käsnudeln mit Salat, und gleichzeitig beginnt es zu schütten. Eine Viertelstunde später fängt es auch noch zu hageln an. Ich esse einen Apfelstrudel mit Schlag und bin froh, dass ich nicht während der Wanderung vom Unwetter erwischt wurde.



Ich nutze eine kurze Regenpause, um zu Ludwig zu gehen. Um 14 Uhr fahre ich ab, doch wenig später beginnt es erneut zu hageln. Fast 1000 m tiefer erreiche ich in Eberstein die Bundesstraße, die bei Neumarkt in der Steiermark auf jene Straße trifft, auf der ich vor 8 Tagen nach Kärnten gefahren bin. Um 17:35 treffe ich in Turnau ein.

Meine Wanderung:



Meine Route:



Kilometerstand: 675 km (231 km gefahren).