Freitag, 5. Juni 2026

Slowenien und Norditalien, Tag 17 (Freitag, 5.6.2026): Reinbach-Wasserfälle

Trotz der recht geringen Entfernung zu einer tagsüber stark befahrenen Straße habe ich auf dem PKW-Parkplatz in Bruneck eine ruhige Nacht verbracht. Am Morgen weckt mich das Geräusch von Regen, der aufs Autodach prasselt.


Kurz vor acht Uhr fahre ich zum Interspar und ergänze meine Vorräte. Positiv: er verfügt über ein WC. Damit brauche ich eigentlich den Obi auf der anderen Straßenseite nicht (der nur wenig Platz für Autos hat), aber da Ludwig Juniors Display darauf hinweist, dass Adblue nachgefüllt werden muss, hole ich mir einen 10-Liter-Kanister.


Es ist 9 Uhr, und der Regen hört auf. Nachmittags soll es schön werden. Ich mache mich auf den Weg ins Tauferer Tal nördlich von Bruneck, wobei ich mir unter anderem einige Übernachtungsplätze aus dem WoMo-Reiseführer und Park4night anschauen möchte. Beim Volkskundemuseum in Dietenheim hängt das schon vertraute Südtiroler Campingverbots-Schild, aber beim Sportplatz in Gais (maximal 2,30 hohe Fahrzeuge) entdecke ich nichts dergleichen.


Die Gaiser Kirche (geschlossen) verfügt über eine Parkmöglichkeit mit Übernachtungspotenzial (nach dem Motto "spät komnen, früh wegfahren").


Nach 7 km biege ich links ins Mühlwalder Tal ab. Der Schnee auf den Bergen voraus dürfte frisch gefallen sein.


Beim Mühlwald-See halte ich auf einem kleinen Parkplatz (die 2,10 m Höhenschranke ist offen). Man kann von hier eine Wanderung zum Wengsee unternehmen (rund 12 km und etwas über 800 Höhenmeter) - das wäre durchaus interessant, aber wohl eine Ganztageswanderung, das heißt, es müsste ein Tag ohne Regenrisiko sein.


Der letzte Ort im Tal heißt Lappach. Ich sehe beim Parkplatz nahe der Kirche kein Übernachtungsverbotsschild.



Die Auffahrt zum Neves-Stausee (Fahrverbot für Busse und Wohnmobile) ist gebührenpflichtig. Man zieht ein Ticket und bezahlt bei der Rückfahrt (abhängig von der Aufenthaltsdauer: 1 Stunde 4 Euro, 4 Stunden 8 Euro, ganztägig 12 Euro). 


Die enge Straße bis zur Staumauer ist ampelgeregelt.



Ich halte neben dem See in 1850 m Höhe und probiere, ob der Trangia Sturmkocher hier funktioniert. Das tut er.


Ich esse Tortelloni mit Tomaten/Mozzarella-Füllung und Salat.


Ich hatte überlegt, den Stausee zu Fuß zu umrunden. Während des Mittagessens sind aber Wolken aufgezogen. Ich fahre daher nur bis zum Fahrverbotsschild am Seeende und schieße dort ein paar Fotos.


Bevor ich wieder Lappach erreiche, ...


... bemerke ich rechts eine Abzweigung. Ich folge der einspurigen Straße bis zum Fahrverbotsschild. Von diesem Wanderparkplatz kann man in 10 Minuten zur Tinkhof Alm gehen oder ausgedehntere Wanderungen unternehmen. 



Ich kehre um. Mein nächstes Ziel ist das Dorf Winkel in der Nähe von Sand in Taufers. Dort befindet sich ein Parkplatz für die Besichtigung der Reinbach-Wasserfälle. Eine Tageskarte kostet 10 Euro. Ich zahle mit Easypark 4,20 Euro für 126 Minuten (keine Servicegebühr mehr, weil ich das einmonatige Probeabo genommen habe).


Ich marschiere auf schön angelegten Wegen zu den drei Reinbach-Wasserfällen. Beim dritten sehe ich, dass die Strecke parallel zur Straße kaum weiter ist, als wenn ich den gleichen Weg zurückgehen würde. 









Ich fahre nun auf einer gut ausgebauten Straße mit bis zu 17 % Steigung ins Reintal. Auf einem übernachtungsgeeigneten Parkplatz mache ich ein paar Fotos.



Der Parkplatz im ca. 1600 m hoch gelegenen einzigen Ort des Tals namens Rein in Taufers ist vom 1.4. bis 31.10. gebührenpflichtig (Tagestarif für PKWs 5 Euro, für Camper 7,50 Euro). In Park4night schreiben viele, dass sie hier übernachtet haben, allerdings sind kleine "Campieren verboten"-Schilder aufgestellt.


Einige Park4night-User stehen auch oberhalb des Dorfes, aber da sind Wohnhäuser in der Nähe.



Es ist 17:30. Ich esse Kornspitz mit Mortadella und Käse, danach Joghurt mit Brombeeren und Nüssen. Später werde ich am unteren Parkplatz übernachten.


Meine Wasserfall-Wanderung:


Meine Route:



Kilometerstand: 2655 km (86 km gefahren).