Um 9:30 verlasse ich den Campingplatz. Ich probiere, ob ich heute Glück habe und in Radovljica einen Parkplatz bekomme. Tatsächlich sind zwei Plätze nebeneinander frei, so dass ich einparken kann. Ich denke, das ist ein „spät kommen, früh wegfahren“-Übernachtungsplatz.
Bis zum kleinen Stadtzentrum ist es nicht weit. Es gibt eine Fußgängerzone u.a. mit zwei kleinen Museen ...
... und danach die Kirche.
Als ich die Kirche nach ein paar Fotos um 10:15 verlasse, ...
... hat es zu regnen begonnen - gut, dass ich daran gedacht habe, einen Regenumhang mitzunehmen. Ich suche nach einem Übernachtungsplatz in SchauAufsLand, aber der einzige, der in annehmbarer Entfernung in Frage kommt, ist - wie man mir am Telefon sagt - für heute und morgen schon voll. Ich beschließe, erst einmal einzukaufen. Der nächste Lidl befindet sich in Lesce. Nebenan gibt es noch mehr Geschäfte und einen McDonalds.
Ich könnte einfach einen weiteren Ruhetag einlegen und schon jetzt zum Parkplatz in Radovljica zurückkehren, aber ich brauche etwas mehr Strom in der Bordbatterie. Etwa 30 km entfernt befindet sich in Zelezniki ein offizieller Stellplatz. Ich könnte mir diesen anschauen, ob er gratis ist bzw. wie viel er kostet. Die kürzeste Route führt über Jamnik, also die schmale Straße, die ich schon gefahren bin. Ich will bei diesem schlechten Wetter lieber einen leichten Umweg machen (in der Hoffnung, dass dieser auf besser ausgebauten Straßen verläuft), was das Navi überhaupt nicht mag - es will mich dauernd zum Umdrehen überreden. Als es kurz nach 12 vorübergehend kaum regnet (aber ich höre es donnern), halte ich beim Kulturhaus in Podnart (ein potenzieller Übernachtungsplatz), um eine Dose Sardinen zu essen.
Ich gebe am Handy in Google Maps ebenfalls das Ziel Zelezniki ein, so dass ich nun zwei Navis laufen habe, und mache mich um 13 Uhr (es regnet wieder) auf den Weg. Obwohl ich in Google Maps die Route, die nicht über Jamnik führt, ausgewählt habe, ignoriert das Programm diesen Wunsch. Erst als ich nochmals umdrehe, leitet es mich zur Abzweigung. Das lässt vermuten, dass es sich möglicherweise um eine noch schwierigere Strecke als jene über Jamnik handelt. Und tatsächlich, abgesehen von einem Teilstück mit zweispuriger Straße ist der Weg meistens nur einspurig. Ich fahre mit höchster Konzentration und merke mir jede Ausweichmöglichkeit, falls mir ein Auto entgegenkommt und ich zurücksetzen muss. Bei Lajse hätte ich wahrscheinlich geradeaus fahren und nicht dem Navi nach links folgen sollen, denn jetzt wird es richtig abenteuerlich: einspurig und steil bergab (aber das Fahrverbotsschild bezog sich auf Fahrzeuge mit einer Länge von mehr als 8 m - das muss mit Ludwig locker zu schaffen sein). Jedenfalls bin ich mal wieder auf Wegen unterwegs, auf denen Wohnmobile selten zu finden sind. Als ich um 14:15 in Zelezniki eintreffe, hört es zu regnen auf. Ich halte auf einem Parkplatz bei einer Schule (bis 14 Uhr ist hier nur Halten erlaubt).
Ich glaube nicht, dass ich hier richtig stehe, und mache mich zu Fuß auf die Suche. Schließlich entdecke ich das Sportzentrum, das in der Stellplatz-Broschüre abgebildet ist. Von einer Übernachtungserlaubnis für Wohnmobile ist nichts zu sehen, aber falls sich jemand aufregt, kann ich mich auf die offizielle slowenische Stellplatz-Broschüre berufen. Also hole ich Ludwig (mit einem Abstecher zu einer nahen Tankstelle, wo ich 61 Liter Diesel zum slowenischen Einheitspreis - ausgenommen Autobahntankstellen - von 1,767 Euro kaufe).
Den Rest des Nachmittags (an dem es nur noch gelegentlich leicht nieselt) verbringe ich mit Hörbuch-Hören. Zum Abendessen koche ich Maccharoni mit Schmelzkäsesauce und Tomatensalat.
Meine Route:
Kilometerstand: 967 km (65 km gefahren).