Wie ich es mir schon gestern vorgenommen hatte, entleere ich Ludwigs Abwassertank. Um 8:55 verlasse ich den Campingplatz.
Ich will zu einem Lidl fahren, doch ein Hofer taucht früher auf. Was ich mir für eine weitere Slowenien-Reise merken muss: weniger Vorräte mitnehmen, denn Lebensmittel sind hier oft etwas billiger (z.B. kostet ein Baguette 44 Cent, 1 Liter Apfelsaft 59 Cent).
Nach dem Einkauf wechsle ich in Sandalen ohne Socken und ziehe die Weste aus. Dann fahre ich 14 km in südwestlicher Richtung nach Ptujska gora und folge bei der Basilika den Schildern zu Parkplätzen für Busse und Wohnmobile (es ist zwar kein offizieller Stellplatz, aber ich denke, dass man hier gut übernachten kann).
Ich steige zur mehr als 600 Jahre alten Basilika hinauf.
Nach der Besichtigung ...
... folge ich einem weiteren Parkplatzschild mit Wohnmobil-Zeichen. Der Parkplatz befindet sich beim Sportplatz neben der Feuerwehr und ist ebenfalls übernachtungsgeeignet. Vor allem hat man hier einen herrlichen Blick auf die Kirche.
Ich fahre zurück nach Ptuj und weiter nach Dornava, wo ich Ludwig auf einem Parkplatz beim Sportplatz (übernachtungsgeeignet nach dem Motto „Spät kommen, früh abfahren“) zurück lasse ...
... und für ein paar Aufnahmen zum nicht besichtigbaren Schloss spaziere.
Es ist 12 Uhr, darum esse ich Sardinen zu Mittag. 45 Minuten später mache ich mich auf den Weg zum Aussichtsturm Gomila bei Sencak.
Es sind 61 Stufen bis zur Plattform, die ich natürlich hinauf steige, um in die Ferne zu blicken.
Mein nächstes Ziel ist das Schloss Velika Nedelja. Die Route führt meistens über schmale Nebenstraßen. Des öfteren sehe ich Kapellen am Straßenrand.
Interessant: mitten im Nirgendwo, im kleinen Dorf Savci, komme ich an einer Entsorgungsstelle für Wohnmobile vorbei. Ein paar Kilometer weiter erreiche ich den Parkplatz unterhalb des Schlosses Velika Nedelja (er liegt direkt neben der Straße, wenn man aber nichts Besseres findet, sollte hier eine Übernachtung möglich sein).
Im Schloss befindet sich ein kleines Museum (auf dessen Besuch ich verzichte).
Neben dem Schloss wurde die (geschlossene) Kirche der Hl. Dreifaltigkeit errichtet.
Drei Kilometer weiter wartet in Ormoz an der kroatischen Grenze noch ein Schloss (mit Parkplatz direkt davor) auf mich. Daneben befindet sich ein Museum. Die Kirche zwei Ecken weiter ist geschlossen. Ansonsten hat das 12.000-Einwohner-Städtchen außer einigen Supermärkten wenig zu bieten, ...
... abgesehen von sogar zwei Wohnmobil-Stellplätzen, mindestens einer davon mit kostenlosem Strom - aber mit einem Sandhaufen vor der Stromsäule :-(
Weiter geht es nach Jeruzalem, einem Dorf in einem hügeligen Weinbaugebiet.
Es besteht aus einer Kirche, einem Restaurant, einem Souvenirshop und einigen Häusern ...
... und einer schönen Aussicht.
Es sind dunkle Wolken aufgezogen, aber in Regenradar sind weit und breit keine Niederschläge zu sehen. Deshalb suche ich in Komoot eine einfache Wanderung, übertrage die Route auf meine Garmin-Uhr und marschiere los. In Jeruzalem und Umgebung gibt es Klapotetze.
Die Wolken verziehen sich, und die Sonne kommt wieder hervor.
Ich erreiche das Dorf Svetinje. Hier beginnt der Rückweg.
Bald nach einem Kruzifix am Wegesrand schnaufe ich einen Anstieg von 90 Höhenmetern hinauf.
Jeruzalem kommt in Sicht.
Eine dreiviertel Stunde vor Sonnenuntergang treffe ich bei Ludwig ein. Heute werde ich ihn nicht mehr bewegen, sondern die Nacht in Jeruzalem verbringen.
Meine Wanderung:
Meine Route:
Kilometerstand: 458 km (94 km gefahren).