Der Stellplatz von Donostia-San Sebastian befindet sich nicht direkt an der Straße, so dass ich eine ruhige Nacht verbringen konnte. Zwischen 8 und 8:30 fahren erste WoMos ab - das ist die Zeit, zu der man anreisen sollte, um einen Platz zu bekommen. Die meisten Camper kommen aus Spanien und Frankreich, ich sehe aber auch Autos aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Schweden, Norwegen, England und einen Schweizer. Ich bin der einzige Österreicher. Die Temperatur beträgt am Morgen 17 Grad bei wolkenlosem Himmel.

Um 9 Uhr hole ich ein neues Ticket um 5,50 Euro. Man muss auf "Ausländisches Kennzeichen" umschalten, da man sonst am Anfang keinen Buchstaben eingeben kann (spanische Nummerntafeln beginnen stets mit Ziffern). Der Automat ist so schlau, zu erkennen, dass ich schon gestern gekommen bin, darum darf ich bis morgen um 10:43 parken. Maximal darf man 3 Tage bleiben.

Um 9:15 marschiere ich los. Bis zur Strandpromenade sind es 1,8 km. Erste Sonnenanbeter züchten bereits ihren Hautkrebs. Ich gehe zur Kathedrale, die um diese Tageszeit betreten werden kann. Auf einem Hügel in der Nähe befinden sich ein Aussichtspunkt und ein Hotel (das vielleicht früher eine Kirche war), die man mit einem Aufzug erreicht. Anschließend spaziere ich kreuz und quer durchs Zentrum und durchs Altstadtviertel Parte Vieja, das nicht so alt ist, denn es wurde 1813 weitgehend zerstört und danach neu aufgebaut. In der Nähe des Theaters sehe ich einen Spar Supertodotodo. Ich besichtige die Kirche San Vicente. An der Constitucion Plaza sind die Balkone nummeriert, weil hier früher Stierkämpfe stattfanden und sie als Logen vermietet wurden (die Balkone, nicht die Stierkämpfe). Um 12:30 stärke ich mich mit einer Flasche Yfood, ehe ich den Monte Urgull erklimme. Eine Baustelle versperrt den weiteren Aufstieg, ich muss also wieder hinunter und einen anderen Weg suchen. Am Beginn des Pfades ist zwar ein Schild befestigt, allerdings "Parken verboten" statt "Sackgasse". Am Gipfel erhebt sich eine Burg mit einer Christusstatue, bewacht von antiken Kanonen. Bergab komme ich am englischen Friedhof vorbei. Vorbei am San Telmo Museoa gelange ich am anderen Flussufer zum Kursaal und gehe bis ans Ende des Strands Zurriola, wo ich die Skulptur "Friedenstaube" fotografiere. Nach einer Pause mache ich mich auf den Heimweg. Während ich marschiere, könnt ihr eine Auswahl der heute geschossenen Fotos anschauen:





















Um 16:30 treffe ich am Stellplatz ein. Ich habe auch heute fast einen Halbmarathon absolviert. Draußen hat es 25 Grad, in Ludwig 38.

Ich setze mich neben dem Auto in den Schatten.

Später esse ich Faschierte Laibchen, Salat, ...

... Joghurt, Heidelbeeren und Walnüsse.

Mein Weg durch die Stadt:

Kilometerstand: 2121 km (0 km gefahren).