Nach einer ruhigen Nacht beim Hallenbad in Debrecen erwache ich bei 10 Grad und bewölktem Himmel.
Ich gehe zur nächsten Haltestelle der Straßenbahn, die mich in ein paar Minuten ins Zentrum von Debrecen bringt. Als Über-65-Jähriger fahre ich kostenlos. Die Große Reformierte Kirche öffnet erst wieder am Montag. Da Debrecen mit 200.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Ungarns ist, hatte ich erwartet, einen ganzen Tag hier zu verbringen, aber zweieinhalb Stunden (inklusive Anfahrt und zurück) reichen völlig für einen Rundgang.
Da ich damit gerechnet hatte, länger in Debrecen unterwegs zu sein, habe ich eine Trinkmahlzeit mitgenommen. Diese bildet nun in Ludwig mein Mittagessen.
Hortobagy liegt im gleichnamigen Nationalpark, der ein UNESCO-Welterbe ist. Sehenswert ist die Neunbogenbrücke.
Ich muss nun wieder in Richtung Debrecen zurück fahren, bis ich die Autobahn erreiche. Anschließend verlaufen rund 90 km auf Landstraßen. Die Fahrt durchs flache Land bei wenig Verkehr ist langweilig, nur der unterschiedliche Holprigkeitsgrad der Straßen bringt etwas Abwechslung. Ich erreiche Gyula (ca. 27.000 Einwohner) an der rumänischen Grenze und fahre zu einem in Park4night eingetragenen Parkplatz neben einem Park unter Kastanienbäumen. Auf der anderen Seite der wenig befahrenen Straße befinden sich Einfamilienhäuser.
Ich unternehme einen Rundgang, der mich an Burg (die einzige erhaltene aus Ziegeln erbaute Burg Ungarns), Schloss und Kirche vorbei führt.
Es ist 17:10 Uhr. In 35 Minuten geht die Sonne unter. Da ich nicht gern bei Dunkelheit fahre und schon gar nicht dann erst einen Schlafplatz suche, beschließe ich, am Park-Parkplatz in Gyula zu bleiben.































