Dienstag, 20. Oktober 2026

Ungarn, Tag 19 (Dienstag, 20.10.2026): Pecs

Der ruhige Parkplatz am Rand des Dorfes Bogyiszlo (auf dem Ludwig in der Nacht das einzige Auto war) liegt an einem kleinen See. Ich hatte kein Gelsenproblem, womit diese Frage geklärt wäre. Am Morgen ist es teilweise bewölkt. Die Temperatur beträgt 6 Grad.


Ich fahre zur Autobahn und dann nach Süden in die Nähe der kroatischen Grenze. Die ungarische Tiefebene geht allmählich zu Ende, es werden erste Hügel sichtbar. Bei Mohacs befindet sich eine Gedenkstätte an eine Schlacht gegen die Türken 1526. Leider wird dort gebaut, ich kann sie nicht betreten, sondern nur von außen ein Foto schießen.


Meine Ungarn-Reise nähert sich ihrem Ende, ich werde die Rückfahrt so timen, dass ich voraussichtlich nach genau drei Wochen am Donnerstag im Laufe des Nachmittags im Heimathafen einlaufen werde. Deshalb tanke ich in Villany gerade so viel (Preis wie meistens: 707 Forint = 1,95 Euro), dass ich bis auf ein paar Münzen mein Bargeld los werde (man kann in Ungarn eh fast überall mit Karte bezahlen).


Anschließend fahre ich zu einem Parkplatz am Ortsrand, um die nächsten Ziele zu planen. Er sieht nach einem guten Übernachtungsplatz aus, allerdings ist er laut Kommentaren in Park4night gelegentlich Treffpunkt der lokalen Jugend, was dann bis spät in die Nacht hinein keine Nachtruhe ermöglicht.


Es ist fast 11 Uhr. Ich beschließe, heute früh zu Mittag zu essen.


Nicht weit hinter Villany an der Straße nach Nagyharsany befindet sich der Szoborpark. Ich stelle Ludwig am Beginn der Zufahrt ab, was sich als richtige Entscheidung herausstellt, denn der Parkplatz am Eingang ist eher für PKWs geeignet.


Der Szoborpark ist ein ehemaliger Steinbruch, in dem man Steinskulpturen (und eine aus Metall) besichtigen kann. Der Senioreneintritt beträgt 500 Forint (1,37 Euro) statt 1000.




Mein nächstes Ziel ist Pecs, mit 140.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Ungarns. Die Autoren des WoMo-Reiseführers schreiben, dass sie an einem Sonntag dort waren und sofort einen Parkplatz gefunden haben, ohne irgendwelche Koordinaten anzugeben (was überhaupt nicht hilfreich ist). Zum Glück gibt es die Park4night-App. Ich peile einen kostenlosen Parkplatz an, wo aber nichts frei ist. Ich befürchte schon das Schlechteste, aber wenige Meter weiter befindet dich ein kostenpflichtiger, auf dem noch ein paar Parzellen nicht belegt sind (320 Forint = 0,88 Euro pro Stunde zwischen 8 und 17 Uhr an Wochentagen).


Ich marschiere ins Zentrum, komme an einer Moschee mit Minarett vorbei und erreiche bald die Kathedrale St. Peter und Paul mit nicht weniger als vier (!) Kirchtürmen. Der Eintritt beträgt für Senioren 2900 Forint (7,97 Euro) statt 3600 und ist jeden Forint wert. Man kann auch 135 Stufen auf einen der Türme hinaufsteigen. Danach besichtige ich den frühchristlichen Friedhof mit Grabkammern (Senioren-Eintritt 2500 Forint = 6,87 Euro statt 3900; da ich bereits in der Kathedrale war, erhalte ich weitere 250 Forint Rabatt). Er befindet sich in einem klimatisierten Museum und zählt zum UNESCO-Welterbe. Anschließend spaziere (bzw. humple wegen des Fersensporns) ich durch die Fußgängerzone. Um 17:30 Uhr (20 Minuten vor Sonnenuntergang) bin ich nach fast acht Kilometern Fußmarsch bei Ludwig zurück.





















Ich könnte gleich auf dem Parkplatz übernachten, allerdings liegt er neben einer stark befahrenen Straße (in der Nacht wird da nicht viel Verkehr sein, doch die Ungarn sind Frühaufsteher). Aber nur zweieinhalb Kilometer entfernt befindet sich ein großer Park mit Sportanlagen und einem kleinen See, der in der Nacht sehr ruhig sein soll und in Park4night zahlreiche positive Kommentare bekommen hat.


Mein Abendessen: Pasta in Schinken-Rahm-Sauce, Salat, Heidelbeeren, Joghurt, Nüsse.


Mein Weg durch den Szoborpark:


Mein Weg durch Pecs:


Meine Route:



Kilometerstand: 2176 km (141 km gefahren).