Nach dem Einkauf fahren wir zurück Richtung Kärnten und frühstücken auf einem Rastplatz neben der Straße.
Kurz nach 9:30 treffen wir zum wiederholten Mal bei der Talstation der Mölltaler Gletscherbahn ein. Wir lassen uns Zeit mit den Vorbereitungsmaßnahmen, darum fahren wir erst mit der Bahn um 10:30.
Leider ist der Sessellift aufs Schareck auch heute nicht in Betrieb. Wir fahren deshalb nur bis zur Mittelstation, von wo ich mit Komoot eine Wanderung zur Talstation geplant habe (soweit dies möglich war, denn sobald man die Straße ungefähr 300 Höhenmeter über der Talstation als Wegpunkt anklickt, springt die Route um und führt über die Saustellscharte und danach talwärts).
Die Wanderung wird von Komoot als einfach angezeigt, und ich befürchte, dass sie eher langweilig wird (zwar sind rund 1000 Höhenmeter zu überwinden, aber nur bergab). Bei der Mittelstation steht jedoch ein Wegweiser mit rotem Punkt (also mittelschwer) und der Aufschrift „Anspruchsvoller Wanderweg“. Wie sich zeigen wird, ist dies nicht übertrieben.
Zunächst beginnt die Wanderung tatsächlich einfach. Wir gehen zur Goldgräberhütte genannten Almhütte ...
... und am Stübelesee vorbei.
Während die Straße in einem weiten Bogen und mehreren Serpentinen zum Stausee Wurtenspeicher führt, verläuft der Wanderweg - auch Richard-Helfer-Weg genannt - weitgehend gerade dorthin.
Der Weg ist gut markiert. Auch ohne Karte am Handy bzw. der Sportuhr und GPS-Unterstützung würde keine Gefahr bestehen, sich zu verirren.
Wir kommen unter der Schwarzkopfbahn durch (wohl nur im Winter in Betrieb).
Weiter geht es am kleinen Mernigsee vorbei.
Jetzt wird der Richard-Helfer-Weg anspruchsvoller. Einerseits gibt es einige steilere Abschnitte, ...
... andererseits führt er an einem ziemlich steilen Hang entlang - hier zu stolpern und abzurutschen wäre wahrscheinlich der Gesundheit bzw. dem Leben nicht zuträglich.
Glücklicherweise haben wir die Wanderstöcke eingepackt, die sich nun als sehr nützlich erweisen.
Wir nähern uns dem Wurtenspeicher, befinden uns zunächst aber noch 200 Höhenmeter über dem Wasserspiegel.
Der Pfad führt tiefer hinab ...
... und näher an den Stausee heran.
In der Nähe der Staumauer erreichen wir die Straße. Hier befindet sich ein Picknicktisch, wo wir eine Pause einlegen, etwas trinken und ein paar Fruchtriegel verspeisen.
Kurz folgen wir der Straße, ...
... dann biegt der Wanderweg von ihr ab und führt durch den Wald (in Komoot und Pocket Earth ist der Verlauf nicht korrekt eingezeichnet). Links von uns geht es meist sehr steil hinab. An einer Stelle ist sogar ein Seil gespannt, um sich daran festzuhalten. Durch die Bäume wirkt der Abgrund aber nicht so gefährlich.
Wir erreichen wieder die Straße. Bis hierher konnte ich die Wanderung mit Komoot planen.
Wir beschließen, die letzten 300 Höhenmeter auf der Straße zurückzulegen. Der Richard-Helfer-Weg würde es zwar ermöglichen, die Serpentinen durch den Wald abzukürzen, aber er ist offenbar so neu, dass er in den Landkarten gar nicht eingetragen ist. Außerdem ist insbesondere der letzte Abschnitt, der kurz vor dem Tunnel beginnt, ziemlich steil. Wir lauschen lieber, ob ein Auto kommt, und beeilen uns dann, durch den unbeleuchteten Tunnel zu gehen (wegen einer Kurve sieht man das Licht am Ende des Tunnels erst etwas später). Nach dem Tunnel sind noch ein paar Serpentinen und nicht ganz 100 Höhenmeter zurückzulegen. Ludwig van Tourer kommt in Sicht.
Wir ziehen uns um, verstauen die Wanderausrüstung und fahren nicht ganz 25 km nach Mallnitz, wo wir im Hallenbad relaxen.
Anschließend essen wir auf dem Parkplatz des Hallenbads Chili-Ciabatta mit Schinken und Käse. Auf dem Weg nach Gmünd, wo wir heute übernachten, legen wir in Möllbrücke beim Lidl einen kurzen Einkaufs-Stopp ein.
Unsere Route:
Kilometerstand: 1093 km (157 km gefahren).