Freitag, 17. September 2021

Kärnten, Tag 19 (Freitag, 17.9.2021)

In der Nacht hat es geregnet. Ich stehe kurz nach 6 Uhr auf und fahre in die Nähe der Campingwelt Falle, um zu frühstücken.



Nächste Stopps: Obi (WC) und Lidl (Getränke und Joghurt), beide auf einem Foto. Es nieselt leicht, soll aber bald aufhören.



Dann geht‘s über die Autobahn nach Spittal an der Drau. Bei der Goldeckbahn gibt es einen riesigen Parkplatz, natürlich mit Übernachtungsverbot - vielleicht auch, um dem kleinen Campingplatz, an dem ich bei der Zufahrt vorbeigekommen bin, kein Geschäft wegzunehmen.



Ich packe den Rucksack, besorge ein Ticket (0 statt 23 Euro) und werde von der Kabinenbahn in mehr als 1700 m Seehöhe befördert.



Da meine Sportuhr meint, dass ich eine Erholungsphase brauche, unternehme ich heute nur eine kurze Wanderung: ich gehe den Kärntner-Pilzwelt-Pfad, der bei der Bergstation der Goldeckbahn beginnt.



Im Laufe der rund 3 km sind immer wieder Schautafeln über Pilze aufgestellt,



Der Weg führt zunächst 120 Höhenmeter bergab bis zu einer Alm und dann wieder bergauf.



1200 m weiter unten ist Spittal an der Drau zu sehen.



Ich umrunde den Speichersee in der Nähe der Bergstation (auch wenn dieser kleine Umweg nicht zum Pilz-Wanderpfad gehört).



Nach etwas mehr als einer Stunde habe ich die Wanderung absolviert und fahre wieder ins Tal. Dass dieser riesige Platz nicht benutzt wird, Wohnmobil-Fahrern für ein paar Euro eine offizielle Übernachtungsmöglichkeit zu geben, ist sehr bedauerlich.



Ein kleiner Umweg durch eine Spittaler Wohngegend ergibt, dass hier keine geeigneten Übernachtungsplätze zu finden sind (es stehen dort nur Einfamilienhäuser, und der Parkstreifen neben der Straße ist so schmal, dass nur PKWs nicht seitlich hinausragen). Als nächstes steuere ich zwei Park4Night-Stellplätze an: die Zufahrt zum Fußballplatz in Mühldorf durch das Gewerbegebiet im Norden ist gesperrt, aber vielleicht kann man dort übernachten, wenn man die Zufahrt durch Mühldorf nimmt; der Parkplatz in Rottau liegt neben der Hauptstraße, es dürfte durch Sträucher aber nicht zu sehen sein, dass dort jemand parkt. Anschließend lasse ich mich zur Kreuzeckbahn in Kolbnitz navigieren, habe aber leider übersehen, dass diese an Freitagen Ruhetag hat. Am Parkplatz der Standseilbahn ist Übernachten natürlich verboten.



Bei der Zufahrt zur Kreuzeckbahn bin ich durch eine Straße gefahren, die übernachtungsgeeignet sein dürfte, wenn man spät kommt, kein Licht macht und früh wieder wegfährt. Ich stelle Ludwig dort ab (dort wo der Klein-LKW steht, ist der Platz noch besser geeignet, weil man dann durch eine Hecke vom Haus gegenüber nicht zu sehen ist).



Ich unternehme einen Spaziergang durch die nah beieinander liegenden Ortschaften Unter- und Oberkolbnitz und Zandlach. Das Innere der Kirche in Unterkolbnitz kann nur durch ein Gittertor betrachtet werden.



Am oberen Ende von Zandlach sind in Pocket Earth mehrere Parkplätze eingezeichnet. Drei davon gehören zu einer weiteren Standseilbahn, der Reißeck-Bahn (Übernachten verboten; am Abend finde ich in Wikipedia heraus, dass die Reißeck-Bahn schon vor mehreren Jahren den Betrieb eingestellt hat). Der vierte gehört zum Bahnhof, bei dem pro Richtung zweimal täglich Züge halten. Gleich anschließend befindet sich eine große, ebene Fläche. Da nirgends ein Parkverbotsschild zu entdecken ist, beschließe ich, hier zu übernachten (es gibt hier keine Wohnhäuser, was positiv ist; wie oft ein Zug durchfährt und wie laut er ist, wird sich zeigen).



Hinter Kolbnitz erhebt sich mitten im Mölltal ein Hügel bzw. kleiner Berg, auf dem eine Kirche zu sehen ist. Ich finde heraus, dass er Danielsberg heißt.



Ich spaziere durch Oberkolbnitz zu Ludwig zurück.



Beim Schwimmbad bemerke ich ein Parkverbotsschild für Wohnmobile von 0 bis 24 Uhr (!). Das ist einfach lächerlich! Bald werde ich nur noch mit Ludwig Junior (wenn er endlich geliefert wird) unterwegs sein können, der kein Wohnmobil ist und bei dem nicht auffällt, dass jemand drinnen schläft.



Ich beschließe, auf den Danielsberg zu fahren. Über eine schmale, steile Straße erreiche ich einen Parkplatz, ... 



... der wahrscheinlich zum Gasthaus Herkuleshof gehört.



Nach ein paar Minuten erreiche ich die Kirche St. Georg. An dieser Stelle befand sich wahrscheinlich schon um das Jahr 300 eine christliche Kapelle.



Neben einer 300 Jahre alten Lärche ...



... befindet sich ein Aussichtspunkt mit wunderbarem Blick auf das Mölltal.



Das Innere der Kirche kann besichtigt werden.



Um 16 Uhr esse ich ein verspätetes Mittag- bzw. verfrühtes Abendessen. Danach sichere ich Fotos, und kurz vor Sonnenuntergang fahre ich zum Bahnhof in Zandlach, wo ich Ludwig hinter einer Baumaschine abstelle.



Meine Route:



Kilometerstand: 2176 km (91 km gefahren).