Dienstag, 14. September 2021

Kärnten, Tag 16 (Dienstag, 14.9.2021)

Die Sonne geht in Wies um 6:35 auf. Ich stehe 15 Minuten zuvor auf. Um 7:30 breche ich auf.



Die Fahrt über die Soboth-Passstraße zieht sich, denn vor mir schleichen drei LKWs bei jeder Steigung mit 25 bis 30 km/h dahin. Beim Stausee halte ich, um eine WC-Pause einzulegen. Dabei finde ich heraus, dass eine Übernachtung mit dem Wohnmobil 15 Euro plus Ortstaxe kostet.



Auf der Kärntner Seite weist die Passstraße 15 Prozent Gefälle auf. Danach geht es weitgehend eben dahin. Um 9:15 treffe ich am Parkplatz der Kabinenbahn Petzen ein.



Nachdem die Wanderutensilien vorbereitet sind, besorge ich das Ticket und freue mich über erneut gesparte 18 Euro. Kurz nach 10 Uhr befinde ich mich in 1700 m Seehöhe, begrüße den Bären und beginne die Wanderung.



Den Pfad beim Skilift hinauf sind der Copilot und ich am 1.9. versehentlich schon ein Stück gegangen, als wir uns beim Siebenhüttenweg verirrt haben. Heute verirre ich mich nicht.



Von der Bergstation des Skilifts ...



... führen zwei Wege auf den Kniepssattel. Geplant habe ich den linken Weg, ich entschließe mich aber, den rechten zu verwenden. Dieser führt an einem steilen Abhang entlang.



Abschnittsweise sind Stufen gebaut worden.



Bei der Ruine der Bleiburger Hütte wurde ein Picknicktisch errichtet. Ich lege aber keine Pause ein.



Bald darauf ist das erste Etappenziel erreicht: der Kniepssattel.



Von hier sind es weniger als 100 Höhenmeter bis zum Gipfel des Knieps, wo ich eine kurze Pause einlege.



Nun führt der Weg am Grat entlang mehrmals bergauf und bergab. 



Meistens ist rechts zum Abgrund ein Abstand von mindestens einem Meter. Links geht es weniger steil hinab, hier ist der Boden meistens mit Gras oder Latschen bewachsen.



Ein letzter Anstieg muss überwunden werden, um die Feistritzerspitze zu bezwingen.



Ich mache eine halbe Stunde Pause, verspeise drei Müsliriegel und trage mich ins Gipfelbuch ein.



Leider ist es sehr dunstig, so dass von den slowenischen Bergen nicht viel zu sehen ist.



Um 13 Uhr mache ich mich wieder auf den Weg, der jetzt fast immer bergabwärts führt. 



Außer ein paar steilen Stellen und Abschnitten mit kleinen Steinen, wo man aufpassen muss, um nicht auszurutschen, ist der Abstieg anfangs recht problemlos.



Danach führt der Weg in Serpentinen einen steilen Waldhang hinunter. Man sollte besser nicht aus- und hinunterrutschen, das könnte der Gesundheit abträglich sein.



So komme ich zu einer Hütte, die mehr als 100 Höhenmeter unter der Bergstation der Kabinenbahn liegt.



Ein umgestürzter Baum ist zu überklettern.



Zuletzt folgt ein steiler Abschnitt, der an einer Felswand entlang führt und bis zu 30 Prozent Steigung aufweist. Hier komme ich gehörig ins Schnaufen.



Nach einer kurzen Rast beim Speicherteich fahre ich ein paar Minuten nach 15 Uhr mit der Kabinenbahn hinunter zu Ludwig (er steht in der Sonne, wodurch die Innentemperatur auf 36 Grad gestiegen ist - mein Orangensaft könnte mit Tee verwechselt werden). Als Abendessen schnabuliere ich Faschierte Laibchen mit Rucola-Salat.



Meine Route:



Kilometerstand: 1941 km (69 km gefahren).