Sonntag, 5. September 2021

Kärnten, Tag 7 (Sonntag, 5.9.2021)

Nach einer ruhigen Nacht am Gmünder Parkplatz (gemeinsam mit ca. 10 weiteren Wohnmobilen, deren Fahrer offenbar ebenfalls Park4night verwenden) brechen wir um 8:20 auf. Unser Ziel ist die Mautstraße ins Maltatal (20 Euro ohne Kärnten-Card), die wir bis zu ihrem Ende bei der Kölnbreinsperre, einer 200 m hohen und 600 m langen Staumauer, befahren. Wir stellen Ludwig am Parkplatz bei der Staumauer ab.



Die Fotoapparate beginnen zu glühen.



Wir gehen zum Skywalk, wo man über dem 200 m tiefen Abgrund steht.



Dann gehen wir noch weiter zur anderen Seite des Staudamms. Die Sonne steht allerdings schlecht für Fotos in Richtung des runden Hotels.



Wir fahren ein paar hundert Meter weiter bis zum Wohnmobil-Parkplatz beim Gasthaus Kölnbreinstüberl. 



Hier rüsten wir uns für eine Wanderung zur Osnabrücker Hütte aus. In Komoot ist die Tour als mittelschwer klassifiziert, wohl wegen der Länge von rund 16 km. Meistens führt der Weg mit leichten Steigungen und Gefällen am Stausee entlang, erst zuletzt geht es etwas bergauf, so dass wir insgesamt auf 220 Höhenmeter kommen. Wir brechen kurz nach halb elf auf.



An manchen Stellen liegen riesige Felsblöcke neben der Straße.



Eine Gedenkstätte erinnert an die Arbeiter, die Anfang der 1970er Jahre beim Bau des Kraftwerks ihr Leben verloren haben.



Bei der Einmündung des Kleinelendbachs beginnt ein anstrengender Rundweg um die drei Schwarzhorn-Gipfel.



Wir erreichen das Ende des Stausees ...



... und beginnen den Aufstieg ...



... zur Osnabrücker Hütte.



Etwas weiter oben ist ein Wasserfall zu sehen.



In der Hütte essen wir Käsespätzle mit Salat und trinken Apfelsaft gespritzt.



Nach dem Essen bleiben wir nicht weit von der Osnabrücker Hütte noch etwas sitzen und verspeisen ein paar Müsliriegel, damit wir nicht die gesamte Verpflegung zurück zu Ludwig tragen müssen.



Wie immer am Nachmittag tauchen Quellwolken auf, die den Stausee noch fotogener machen, als es bei komplett blauem Himmel der Fall wäre. Bei der Gedenkstätte stehen zwei Bänke. Hier legen wir eine Pause ein.



Um 16 Uhr sind wir bei Ludwig zurück, wo wir uns umziehen und ausrasten. 



Eine der Wolken lässt ein paar Regentropfen fallen, es bleibt aber sonnig. Etwas später spazieren wir zur Staumauer, ...



... um noch ein paar weitere Fotos bei abendlichen Lichtverhältnissen zu schießen.



Mein bisheriger Schritt-Rekord an einem Tag betrug 28.495 (aufgestellt 2013 in Boston). Seit heute gibt es einen neuen Rekord. Beim Schlafengehen zeigt mein Schrittzähler sogar über 30.000 an. Noch mehr sind es beim Copiloten, der am Morgen Zeitungen holen gegangen ist und dadurch einen uneinholbaren Vorsprung hatte. Er muss einfach immer übertreiben!



Die Parkplätze bei der Kölnbreinsperre sind mit „Camping verboten“-Schildern verunziert. Wahrscheinlich könnte man dort trotzdem über Nacht bleiben, indem man alle Fenster lichtdicht abdunkelt, sich ruhig verhält und einen Zettel mit der Aufschrift „Sind auf einer zweitägigen Wanderung“ hinter die Windschutzscheibe legt. Wir wenden diesen Trick jedoch nicht an, sondern machen uns auf den Weg nach Gmünd, um dort erneut zu übernachten. Auf der Fahrt dorthin entdecke ich im Dorf Malta neben der Straße einen fast leeren Parkplatz ohne Wohnmobil-Einschränkungen. Wir beschließen, hier die Nacht zu verbringen.



Als Abendessen serviert der Koch Eierspeise mit Champignons und Gurkensalat.



Unsere Route:




Kilometerstand: 691 km (55 km gefahren).