
Ich habe in Komoot eine Wanderung gefunden, die ich heute unternehmen werde. Bis zum Startpunkt, der Abzweigung zum Dorf Stefanova, muss ich ca. 850 m entlang der Straße marschieren. Ich hätte auch zu einem Parkplatz in der Nähe fahren können, aber dann würde Ludwig fast den ganzen Tag im Schatten stehen. Beim Skilift können die Solarmodule auf dem Dach im Sonnenschein Strom erzeugen (nach dem Ende der Wanderung sehe ich, dass das relativ wenig ist, nämlich kaum mehr, als der Kühlschrank verbraucht - entweder sind die Module verschmutzt, oder der flache Winkel der Sonne wirkt sich schon derart stark aus).

Ich starte die Komoot-Navigation auf dem Handy, öffne die Karte der Tour auf der Garmin-Uhr und mache mich auf den Weg in Richtung Terchova.

Da die Straße durch eine enge Schlucht führt, muss ich ein paar hundert Meter auf dem Asphalt zurücklegen. Zum Glück fahren nicht allzu viele Autos.

Ich erreiche Terchova und biege kurz vor dem Coop-Supermarkt nach rechts ab. Meistens gehe ich nun auf dem Gehsteig ...

... und komme an einer Baustelle vorbei. Als Fußgänger kann ich die Ampel ignorieren.

Beim Hotel Diery befindet sich ein kostenpflichtiger Parkplatz. Am Tag parkt man dort um 5 Euro. Übernachten (von 20 bis 10 Uhr) kostet 10 Euro, und für 24 Stunden werden 13 Euro verlangt. Im Sommer muss man früh kommen, wenn man hier einen Platz bekommen möchte.

Bald nach dem Hotel steht ein Automat. Ich bezahle 2 Euro für die Eintrittskarte zur Schlucht. Ob man ein Ticket hat, wird nicht kontrolliert, aber es ist ein kleiner Beitrag zur Erhaltung der Wege.

Nun ist es nicht mehr weit bis zur Schlucht Dolne diery. Ab hier liegen rund 160 Höhenmeter vor mir

Diese Schlucht ist einer von drei Teilen eines Schluchtensystems, das Janosikove diery genannt wird.

Zur Erschließung der Schluchten wurden Holz- und Metall-Stege, Stufen und Leitern gebaut.

Ich erreiche eine Abzweigung. Nach rechts geht die Dolne diery weiter (dort will mich auch die Komoot-Tour hinschicken). Nach links kommt man in eine weitere Schlucht, die Nove diery.

Ich checke die Landkarte in Pocket Earth und beschließe, von der Komoot-Route abzuweichen. Ich gehe nach links. Dadurch werden es insgesamt etwas mehr Höhenmeter als die 240, die ich geplant hatte.

Die Nove diery ist an einigen Stellen sehr eng (einmal hätte ich fast den Rucksack abnehmen müssen, um zwischen Felswand und Geländer durchschlüpfen zu können).

Wie ich später im Internet lese, wird für die Nove diery empfohlen, sie nur in der Richtung zu durchwandern, die auch ich gewählt habe.

Nach der Schlucht treffe ich auf eine Schulklasse. Zum Glück kann ich sie bald überholen und hinter mir lassen. Der Weg führt nun durch den Wald aufwärts ...

... an mächtigen Wurzelsystemen vorbei ...

... zu zwei Aussichtspunkten und verläuft quer am Hang oberhalb der Dolne diery.

Ich erreiche die Kreuzung mit dem Pfad, der durch die Dolne diery führt.

Da ich auch diesen Abschnitt der Schlucht kennenlernen möchte, gehe ich nun abwärts ...

... bis zur Abzweigung der Nove diery. Es ist schon nach 12 (da ich häufig stehen bleibe, um zu filmen und zu fotografieren, brauche ich für die Wanderung relativ lang), darum trinke ich zur Stärkung eine Flasche Yfood.

Danach drehe ich um und folge nun wieder den Komoot-Navigationsanweisungen.

Ich erreiche zwei Hütten. Eine ist geschlossen, bei der anderen, die etwas weiter hinten steht, bin ich mir nicht sicher (ich habe nicht nachgeschaut, ob man dort etwas zum Essen und Trinken bekommt).

Noch 30 Höhenmeter sind zu überwinden, dann habe ich den höchsten Punkt dieser Tour erreicht und werfe einen Blick zurück.

Über einen Waldweg ...

... gelange ich ins Dorf Stefanova. Der Wanderparkplatz dort ist kostenlos (ich weiß nicht, ob das auch im Sommer der Fall ist), und man könnte hier auch übernachten, allerdings ist er leicht geneigt.

Das letzte Stück der Wanderung verläuft über Wald- und Wiesenwege parallel zur Straße.

Vom Start-/Zielpunkt der Wanderung muss ich noch 850 m zu Ludwig marschieren. Ich schließe das Solarmodul an die Jackery-Powerstation an und lade sie, bis die Sonne hinter einem Berg verschwindet, auf 90 %. Zum Im-Freien-Sitzen ist es bei 10 Grad zu kühl, ich lasse nur die Tür fürs Kabel einen kleinen Spalt weit offen.

Für den Rest des Tages raste ich und schreibe den Blog. Dabei entdecke ich, dass es nach der Hütte eine weitere - noch spektakulärere - Schlucht gibt. Die Garmin-Uhr hat mir nur eine Erholungsphase von 21 Stunden verordnet (offensichtlich ist meine Kondition im Steigen begriffen), da würde sich morgen nachmittag durchaus eine weitere Wanderung ausgehen - nur leider ist für morgen Regen vorhergesagt. Außerdem muss ich mit Ludwig unbedingt eine Weile fahren, um die Bordbatterien aufzuladen (das häufige Heizen frisst Kapazität). Zum Abendessen verspeise ich Topfenschmarrn mit Apfelmus.

Meine Schluchten-Wanderung:

Kilometerstand: 875 km (0 km gefahren).