Sonntag, 22. Oktober 2023

Slowakei, Tag 14 (Sonntag, 22.10.2023)

Für die Nacht war starker Regen vorhergesagt, aber es hat beim Schlafengehen nur leicht genieselt. Mit Verspätung beginnt es um 7 Uhr zu regnen. Ich drehe mich auf die andere Seite und schlafe weiter. Erst um 8:15 Uhr stehe ich auf und frühstücke. Aktueller Jackery-Ladestand: 82 % (nach 97 % gestern).


Um 9:30 fahre ich mein erstes Ziel in nur eineinhalb Kilometer Entfernung an, denn ich habe gestern ein Hinweisschild auf einen kostenlosen Park-and-Ride-Parkplatz gesehen. Übernachten ist hier sicherlich möglich (tatsächlich hat ein Womo das offensichtlich gemacht), und er könnte auch eine gute Basis für einen längeren Wanderaufenthalt im Gebiet der Hohen Tatra sein (allerdings besser mit Ludwig Junior, da man sich damit in einer Zeit mit mehr Touristen leichter tut, einen Parkplatz in der Nähe des Starts von Wandertouren zu bekommen).


Ich beschließe, einen Einkaufsbummel zu machen (oder besser gesagt: window shopping). Zu diesem Zweck fahre ich zum Einkaufszentrum Max am Stadtrand von Poprad, einer Stadt mit rund 50.000 Einwohner. Manche Shops gibt es nur in der Slowakei, andere sind international vertreten (Decathlon) oder stammen aus Österreich (Billa). Ein großer Action wird demnächst eröffnet.


Ich setze mich wieder ins Auto und plane die weitere Reise. Morgen soll es recht schön werden. Ich befinde mich in der Nähe des Slowakischen Paradieses, wo man - wie ich aus mehreren YouTube-Videos weiß - eine spektakuläre Wanderung unternehmen kann. Nach dem heutigen starken Regen wird es dort aber vermutlich zu rutschig sein. Ich beschließe, morgen einen weiteren Baumwipfelpfad zu gehen, der weiter nördlich von mir liegt, aber mich heute ein wenig im Slowakischen Paradies umzusehen. Nach dem Mittagessen - Brote mit Aufstrich und Zwiebeln - mache ich mich auf den Weg nach Podlesok. Es gibt dort zwei Parkplätze. Der erste ist um diese Jahreszeit gesperrt. Beim zweiten zahlt man am Automaten 1,50 Euro pro Stunde oder 5 Euro pro Tag (Maximal-Aufenthalt: 24 Stunden). Ein Schild mit durchgestrichenem Wohnmobil ist meines Erachtens kein offizielles Verbotsschild, sondern soll Camper dazu bringen, am nahen Campingplatz einzuchecken (der laut Womo-Reiseführer aber schon seit Ende September in der Winterpause ist).


Es regnet nur noch wenig. Da bietet sich eine Stadtbesichtigung an. Ich fahre nach Kezmarok und parke nahe der großen roten evangelischen Kirche (daneben steht eine Holzkirche, die zum UNESCO-Welterbe zählt). Parken kostet von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr jeweils 50 Cent pro halber Stunde. Im Tarnkappenmodus sollte man hier recht ruhig übernachten können.


Ich mache einen Spaziergang, der mich u.a. am Rathaus, an der Burg, an der Basilika und am Renaissance-Glockenturm vorbei bringt. Hier ein paar Fotos davon:














Eine kurze Stadtbesichtigung geht sich noch aus. Ich gebe die Koordinaten des Hauptplatzes von Spisska Sobota ins Navi ein. Zuvor biege ich aber rechts ab, denn die Gegend des Dorfs Mlynica soll ein beliebter Standort für Aufnahmen der Berge der Hohen Tatra sein. Heute verstecken sich die Gipfel allerdings in den Wolken.


Spisska Sobota, früher ein eigenständiges Städtchen, ist heute der nordöstliche Stadtteil von Poprad. Es gibt hier einen hübschen Hauptplatz zu besichtigen. Parken ist kostenlos, und mit spätem Kommen und frühem Abfahren lässt sich hier wohl auch die Nacht verbringen.





Damit mache ich für heute Schluss. Bei der Kreuzung zur Hauptstraße tanke ich 30 Liter Diesel (nicht mehr, weil ich mich verschaut habe und dachte, der Preis liege bei 1,649 Euro, tatsächlich sind es aber 1,699). Danach fahre ich zum Park-and-Ride-Parkplatz in der Nähe des Campingplatzes Tatranec, um dort zu übernachten.


Das Abendessen: Spätzlepfanne mit Bacon, dazu grünen Salat.


Mein Spaziergang durch Kezmarok:


Meine Route:



Kilometerstand: 1211 km (90 km gefahren).

Jackery: zu 95 % geladen.