Dienstag, 17. Oktober 2023

Slowakei, Tag 9 (Dienstag, 17.10.2023)

Nach einem kurzen Herbst ist jetzt der Winter eingetroffen. Die Temperatur ist auf 1 Grad gefallen. Auf dem Gras liegt Raureif. Gegen 6 Uhr fährt der LKW neben Ludwig weg. Ein zweiter Camper (vermutlich ein VW T6 oder T6.1) hat 100 m entfernt übernachtet. Die Jackery liegt bei 84 %.


Ich lasse mir mit der Morgenroutine Zeit. Um 9 Uhr steuere ich einen Parkplatz in Terchova an, aber dort stehen Verkaufsstände, und das Halten ist ab 6:30 tagsüber verboten. Deshalb stelle ich Ludwig beim Coop-Supermarkt ab, wo ich später eine Kleinigkeit kaufe.


Zuvor gehe ich aber zur Kirche. In ihr soll sich eine schöne Krippe befinden, aber sie ist zugesperrt.


Hinter dem Lidl beginnt ein kurzer Aufstieg zu einem Aussichtsturm. Am Beginn des Wegs gibt es ein paar Parkplätze, aber bei der Zufahrt über eine Brücke hängen einige Äste ziemlich tief.


Ich erreiche den Aussichtsturm ...


... und steige 85 Stufen ...


... hinauf.


Danach kehre ich zum Coop zurück und gehe zum Denkmal des Volkshelden Juraj Janosik (1688 - 1713).


Abgesehen von der niedrigen Temperatur ist es ein schöner Tag. Ich fahre zur Südseite des Nationalparks Mala Fatra (4 Baustellen mit Ampelregelung) zu einem Wanderparkplatz bei Sutovo. Parken kostet 4 Euro und müsste wahrscheinlich in einer Hütte (Cafe/Imbiss) neben dem Parkplatz bezahlt werden, aber da dort niemand ist, stehe ich gratis. Zwischen 20 und 6 Uhr kann man hier für 4 Euro (falls jemand kommt, sie zu kassieren) auch übernachten.


Ich esse zu Mittag, dann werfe ich mich ins Wanderoutfit und beginne eine Wanderung zu einem Wasserfall. Es sind zwar fast 300 Höhenmeter zurückzulegen, aber da es stetig leicht bergauf geht, merkt man dies gar nicht. Nach ein paar hundert Metern begegne ich einem jungen tschechischen Paar mit Hund. Der Hund habe weiter vorne zu knurren begonnen, und der Mann habe im Internet von einer Bärenattacke gelesen, darum haben sie es mit der Angst bekommen. Ich halte das für Fake News, denn wenn sich hier ein gefährlicher Bär herumtreiben würde, hätte man sicher Warnschilder aufgestellt. Das Paar schließt sich mir an (vielleicht hoffen sie, dass der Bär mich frisst und sie dadurch entkommen können - ich würde ja eher den Hund opfern), und wir erreichen unbehelligt den Wasserfall, was durch die folgenden Fotos dokumentiert wird:








Nach zwei Stunden bin ich bei Ludwig zurück. Ich schalte den Boiler ein und lege mich für eine halbe Stunde zum Ausruhen ins Bett. Nachdem ich geduscht habe, erwarten mich auf der Rückfahrt nach Terchova wieder die vier Baustellen mit Ampelregelung. Auf dem Parkplatz beim Skilift steht wieder der LKW, und ich positioniere Ludwig daneben.


Ich überlege, was es zum Abendessen gibt, und entscheide mich für Spätzlepfanne mit Tomatensalat.


Meine kurze Wanderung zum Aussichtsturm und zum Denkmal:


Meine Wanderung zum Wasserfall:


Meine Route:



Kilometerstand: 875 km (75 km gefahren). Jackery: 100 %.