Die gestrige Wanderung hat mich auf den Geschmack gebracht. Ich überlege, ob ich auch durch die Schlucht Horne diery gehen soll. Am Morgen (es ist wieder etwas wärmer, die Außentemperatur beträgt 7 Grad) checke ich mehrere Wetter-Apps. Alle stimmen überein, dass Regen erst am Abend bzw. in der Nacht fallen wird. Also mache ich mich auf den Weg nach Stefanova. Was ich gestern über das kostenlose Parken dort gesagt habe, stimmt übrigens nicht, man muss tagsüber (zwischen 7 und 17 Uhr) sehr wohl bei einem Parkwächter bezahlen, und zwar 3 Euro für einen PKW und 5 Euro für einen Bus oder ein Wohnmobil.

Den ersten Teil der Wanderung kenne ich bereits von gestern. Ich marschiere zu den beiden Hütten am oberen Ende der Klamm Dolne diery. Hier beginnt der Aufstieg zur dritten Schlucht, der Horne diery. Es ist die spektakulärste der drei Schluchten, und auch die anstrengendste, denn neben Stufen und Leitern sind auch mehrere Felsen zu überwinden, wo man sich an Stahlseilen oder Ketten festhalten und hinaufziehen muss. Nach der Klamm folgt ein Weg durch den Wald und danach eine weitere Schlucht (ich weiß nicht, ob sie einen eigenen Namen trägt oder zur Horne diery gehört). Kurz nach halb zwölf erreiche ich den höchsten Punkt der Wanderung. Ich trinke eine Flasche Yfood und beginne nach kurzer Pause mit dem Rückweg, der auf einer einfacheren Route durch den Wald verläuft. Die Wanderstöcke leisten dabei gute Dienste, denn der Boden ist manchmal feucht und dadurch rutschig. Um 13:30 erreiche ich Ludwig. Die Garmin-Uhr meldet „Überbelastung“ und empfiehlt eine Erholungsphase von 46 Stunden. Ich fahre zum Parkplatz beim Skilift und dusche. Während ich mich für ein Dreiviertel Stündchen aufs Ohr lege, könnt ihr die Fotos der Wanderung betrachten:






















Um die Bordbatterien aufzuladen, muss ich eine Fahrt unternehmen. Ich beschließe, bis zur Burg Strecno und wieder zurück zu fahren. Zu diesem Zweck muss ich allerdings auf die andere Seite des Flusses Waag gelangen. Die nächstgelegene Brücke befindet sich in Zilina, der viertgrößten slowakischen Stadt. Es ist sehr viel Verkehr, und als ich Zilina verlasse, ist auf der anderen Fahrspur eine kilometerlange Kolonne langsam in Richtung der Stadt unterwegs. Ich verzichte lieber darauf, mich hier einzureihen, und gebe das Freilichtmuseum in Martin als neues Ziel ins Navi ein. Hier werde ich heute übernachten.

Als Abendessen wärme ich eine Dose Bohnen mit Speck. Dazu esse ich grünen Salat.

Meine Wanderung:

Meine Route:


Und um es nicht zu vergessen: Jackery am Morgen 74 %, am Abend 87 %.