Ludwig stand heute in der Nacht auf Gras. Ich machte mir deswegen etwas Sorgen, dass die Reifen beim Wegfahren durchrutschen könnten, da für heute Regen angesagt ist. Ich wollte mich aber im Dunkeln nicht auf die Suche nach einem anderen Übernachtungsplatz machen.

Am Morgen stehe ich früh auf, und sobald es einigermaßen hell ist (also kurz nach 7), verlasse ich den gräsernen Parkplatz ohne Probleme (der Regen ist noch nicht eingetroffen). Ein Stückchen weiter halte ich vor der Kirche, um zu frühstücken. Die Jackery ist bei 84 %.























Kurz vor 8 beginnt es zu regnen. Ich beschließe, dass das der richtige Tag für eine Höhlenbesichtigung ist. Ich habe rund 170 km vor mir, die sich trotz des Regens problemlos zurücklegen lassen. In Roznava leitet ein Polizist die Fahrzeuge von der Umfahrungsstraße auf eine Straße durchs Stadtzentrum um - vielleicht gab es einen Unfall. Kurz nach 11 verkündet das Navi, dass ich angekommen bin, und tatsächlich ist hier bei der Zufahrt zu einem Hotel ein geschotterter Platz, den ich für den offiziellen (übernachtungsgeeigneten) Parkplatz der Höhle halte. Die Jackery-Powerstation ist inzwischen wieder komplett geladen.

Ich esse Sardinen und mache mich dann zu Fuß auf den Weg. Erst kurz vor dem tatsächlichen Parkplatz bemerke ich, dass das Navi wieder einmal zu früh erklärt hat, dass ich da sei. Ich drehe um und hole Ludwig. Der asphaltierte Parkplatz kostet nichts (im Sommer wird man wahrscheinlich Parkgebühr bezahlen müssen) und kann als Übernachtungsplatz dienen (allerdings zeigen Handy und iPad nur E an, also eine sehr schlechte Verbindung; eine schnelle Internet-Verbindung hat man jedoch 1 km früher bei der Zufahrt zum Hotel).

300 m weiter ...

... befindet sich der Eingang zur Aragonithöhle Ochtina, die ein UNESCO-Weltnaturerbe ist. Es handelt sich um keine Tropfsteinhöhle, sondern in ihr sind Kristallstrukturen aus Kalziumkarbonat entstanden. Ähnliche Naturphänomene gibt es laut Womo-Reiseführer nur noch in Mexiko und Argentinien.

Die Führung beginnt um 12:30 und dauert knapp 40 Minuten. Wir sind zu fünft (eine Schulklasse ist im Gebäude mit der Kassa und einem Souvenirstand ebenfalls anwesend, dürfte aber bereits eine frühere Tour gemacht haben). Der Eintritt kostet für Über-60-Jährige 9 Euro (Normalpreis: 10 Euro).

Für die geneigten Leser dieses Blogs bezahle ich natürlich auch 10 Euro für die Foto-Erlaubnis:











Nach der Höhlenbesichtigung suche ich einen Übernachtungsplatz. Ich entscheide mich für den Parkplatz beim Freilichtmuseum Lesnicky Skanzen in etwa 80 km Entfernung. Es hat in dieser Gegend so viel geregnet, dass einige Felder überschwemmt sind und man auf große Pfützen am Straßenrand achtgeben muss. Um 15 Uhr lässt der Regen nach, und ab 15:15 nieselt es nur noch. Das Navi schlägt heute noch einmal zu: es läßt mich geradeaus fahren, obwohl ich rechts abbiegen müsste, und verkündet mitten auf einer Passstraße, dass ich mein Ziel erreicht hätte. Erst nach 6 km finde ich eine Möglichkeit zum Umdrehen. Um 16 Uhr erreiche ich das Museum.

Leider hat man hier nur eine langsame Internet-Verbindung.

Als Abendessen lasse ich mir gebratene Nudeln mit grünem Salat schmecken.

Meine Route:


Kilometerstand: 1926 km (262 km gefahren).