Es ist ein Bild, wie man es sonst nur in der Werbung sieht: Ein Wohnmobil allein in der unberührten Natur (na ja, fast - eine Straße gibt es klarerweise, und Windräder liefern saubere Energie, dagegen ist auch nichts einzuwenden). Beim Leuchtturm Faro do Roncudo ist dieses Bild für Ludwig und mich Realität geworden. In der Nacht war es fast windstill, nur das Rauschen der Brandung war zu hören (und ist es natürlich auch am Morgen). Die Temperatur beträgt 15 Grad.

Bevor ich wegfahre, mache ich noch einmal Fotos vom Leuchtturm. Jemand (es gibt solche Idioten also auch in Spanien) hat eine leere Energy-Drink-Dose weggeworfen. Ich werde sie zusammen mit meinem Abfall entsorgen.

Beim Dolmen de Dombate, einem Steinzeitgrab, halte ich auf einem übernachtungsgeeigneten Parkplatz.

Das Besucherzentrum öffnet um 10 Uhr, darum muss ich eine halbe Stunde warten. Der Eintritt ist kostenlos. Im Museum ist der Dolmen nachgebaut.

Über dem Original wurde zum Schutz vor der Witterung eine Halle errichtet.

Die Zufahrt zum Leuchtturm von Laxe (den ich gestern beim Schlafengehen blinken gesehen habe) ist laut Kommentaren in Park4night für Wohnmobile gesperrt (wie ich später sehe, sind die Straßen durch den Ort ziemlich eng). Ich will Ludwig daher zu zwei anderen WoMos am Hafen stellen, aber an der Einfahrt steht "Nur für Berechtigte". Ich parke daher im Ort (die westliche Länge beginnt erstmals auf dieser Reise mit 9) ...

... und will eine Wanderung um die Halbinsel machen, stehe aber bald am Ende einer Sackgasse, die nicht nur für Fahrzeuge gilt. Ich gehe daher auf der Straße zum Leuchtturm (ein französischer Kastenwagen hat das Fahrverbot ignoriert) ...

... und auf einem Wanderweg entlang des Ufers zurück.

Der Strand Praia dos Cristais mit von den Wellen zertrümmertem Buntglas (wie immer das dort hingekommen ist) ist eine Enttäuschung, denn es glitzert nichts.

Um 12 Uhr esse ich in Ludwig Brote mit Aufstrich und Zwiebeln.

In Vimianzo besichtige ich das Castelo (Eintritt frei). Ich komme gerade rechtzeitig, denn um 14 Uhr fängt die zweistündige Mittagspause an.

Die Burg ist nicht groß, ...

... aber gut erhalten.

Mein nächstes Ziel ist das Cabo Vilan. Viereinhalb Kilometer davor lässt mich Tomtom einspurig und holprig zwei Kilometer lang durch ein Ortsgebiet fahren. Das ist wieder einmal eine Abkürzung, denn die eigentliche Zufahrt ist eineinhalbspurig und wurde offensichtlich erst kürzlich neu asphaltiert. Der Schotterparkplatz darf laut Park4night nur tagsüber benutzt werden, obwohl ich keinen entsprechenden Hinweis entdecke und auch einige Kommentare anderes andeuten.

Der Leuchtturm gehört zu den schönsten, die ich bisher in Spanien gesehen habe.

Man kann auf einen kleinen Gipfel steigen.

Auf der anderen Seite befindet sich eine Fischfarm.

Die letzte Etappe des Tages führt mich nach Muxia. Ich fahre ans Ende des Kaps zu einem Schotterparkplatz und wundere mich, dass kein anderes WoMo hier steht. Vielleicht kommt noch das eine oder andere. Ludwig und ich jedenfalls werden hier übernachten, denn wenn die Tagestouristen weg sind, wird wahrscheinlich nur das Meer zu hören sein.

Am Kap stehen die Wallfahrtskirche Santuario Virxe da Barca, ein kleiner weißer Leuchtturm (jenen vom Cabo Vilan sieht man in wenigen Kilometern Entfernung) und das Monument "A Ferida" ("Die Wunde"), das an ein Tankerunglück von 2002 erinnert. Ich spaziere in die Stadt und am Hafen entlang zurück. Bei der Kirche Santa Maria de Muxia aus dem 12. Jahrhundert steige ich zu einem Aussichtspunkt hinauf. Eigentlich sollte ich zu einem Kreuz gelangen und von dort zurück zum Kap, doch der Pfad hört einfach auf.









Mein Abendessen: Faschierte Laibchen und Salat und Joghurt und Himbeeren und Nüsse.

Um halb neun gehe ich noch einmal fotografieren. Der Sonnenuntergang fällt heute wegen einer dicken Wolkenschicht aus, aber ich kann Kirche, Leuchtturm und Monument mit wenigen oder gar keinen Menschen aufnehmen und Fotos der wilden Wellen schießen. Ein deutsches und ein tschechisches WoMo sind inzwischen aufgetaucht - ich hatte mit viel mehr gerechnet.





Mein Weg zum Leuchtturm von Laxe:

Meine Besichtigung des Castelo de Vimianzo:

Mein Weg auf der Halbinsel bei Muxia:

Meine Route:


Kilometerstand: 4908 km (107 km gefahren).