Dienstag, 17. Juni 2025

Spanien, Tag 57 (Dienstag, 17.6.2025): Ein UNESCO-Weltkulturerbe und eine Wüste

Als ich gestern am sehr empfehlenswerten Stellplatz beim Dorf Santa Maria del Campo (auf dem außer Ludwig drei Wohnmobile aus Spanien übernachtet haben) schlafen gegangen bin, betrug die Temperatur annehmbare 20 Grad (in Ludwig 5 Grad mehr). Am Morgen sind es 17 Grad. Die Wettervorhersage prophezeit jetzt für mindestens eine Woche Tageshöchsttemperaturen von über 30 Grad - der Sommer ist in Nordspanien eingetroffen.


Ich schieße ein paar Fotos der großen Kirche, ehe ich mich wieder auf den Weg mache.


In dieser Gegend fahren so wenige Autos, dass ich problemlos mit eingeschalteten Warnblinkern auf der Straße halten kann, um einige Blumen zu fotografieren.


In der Nähe von Burgos (Besichtigung bei der nächsten Spanien-Reise) leitet mich Tomtom für ein paar Kilometer auf eine Autobahn. Es ist etwas mehr Verkehr als gestern. Manche LKWs rasen mit 100 km/h. Danach folgt eine längere Strecke auf einer Hauptstraße (keine dreispurigen Abschnitte, aber die drei LKWs vor mir sind kaum langsamer, als ich ohne sie unterwegs wäre). Nach einer Autobahnbaustelle folgen 5 km fertiggestellte Autobahn, ehe ich rechts abbiegen muss. Ich erreiche San Millan de la Cogolla inmitten bewaldeter Berge, wo der große Tagesparkplatz beim Kloster Yuso genug freien Platz bietet. 


Ich gehe mich nach den Öffnungszeiten erkundigen. Die nächste Führung beginnt in 15 Minuten um 11:45. Als Pensionist bekomme ich das Ticket um 6 statt 8 Euro. Das Kloster Yuso ist gemeinsam mit dem älteren Kloster Suso ein UNESCO-Weltkulturerbe. Die Tour, die 75 Minuten dauert, ist in Spanisch, es gibt in den einzelnen Räumen aber englische Info-Texte.











Kurz nach 13 Uhr esse ich Sardinen.


Zum Kloster Suso darf man nicht fahren, deshalb gehe ich zu Fuß.


Die kurze Wanderung zahlt sich aber nicht aus, denn das Gebäude wird renoviert und ist eingerüstet (so wie auch der Turm des Klosters Yuso). Aber auch ohne Gerüst würde man wohl nicht allzu viel sehen.


Die Temperatur beträgt inzwischen 27 Grad (in Ludwig 10 Grad mehr), als ich um 14:45 Uhr weiterfahre, zuerst zurück bis zur Autobahn, die nach und durch Logrono führt. Von dort folge ich einer Hauptstraße in Richtung Tudela, biege aber einige Kilometer davor links ab. Um 16:35 erreiche ich auf einer eineinhalbspurigen Straße das Besucherzentrum der Wüste Bardenas Reales. Draußen hat es 38 Grad, in Ludwig sind es 32.


Ich besorge mir im Besucherzentrum eine Karte und lasse mir erklären, wo Autos fahren dürfen und welche Gebiete man auf keinen Fall betreten darf (entweder weil es sich um militärisches Sperrgebiet handelt oder weil es Naturschutzgebiet ist). Die erlaubte Tour führt zuerst zum Top-Spot Cabezo de Castildetierra, wo ein Rundweg beginnt. Die Straßen sind geschottert, jedes Auto zieht eine lange Staubwolke hinter sich her (wobei nicht viele Fahrzeuge unterwegs sind). Man darf sich zwischen 8 und 20:30 in den Bardenas Reales aufhalten, womit Sonnenuntergangsfotos um diese Jahreszeit nur illegal zu machen sind. Je nach Anzahl der Stopps braucht man für die Rundfahrt ca. 2 bis 3 Stunden.











Danach fahre ich zu einem Stellplatz in Valtierra (vom Besucherzentrum ungefähr 10 km entfernt). Acht Wohnmobile sind schon da, aber es hätten mehr als dreimal so viele Platz. Draußen hat es jetzt 34, in Ludwig 37 Grad.


Mein Abendessen: Hühnerbruststreifen mit Salat, Joghurt mit Heidelbeeren und Nüssen.


Mein Weg zum Kloster Suso:


Meine Route:



Kilometerstand: 6536 km (310 km gefahren).