Dienstag, 10. Juni 2025

Spanien, Tag 50 (Dienstag, 10.6.2024): Pontevedra

Nach dem ersten Hitzetag die erste Hitzenacht: Obwohl ich gestern am Wander-/Picknick-Parkplatz bei den Fervenzas do Rio Barosa (wo noch ein zweiter Camper übernachtet hat) später als üblich schlafen gegangen bin, hatte es um 23:30 Uhr draußen noch 25 und in Ludwig 29 Grad. Dementsprechend schlecht habe ich geschlafen und bin erst um 7:30 Uhr bei angenehmen Temperaturen von 19 bzw. 23 Grad aufgestanden. Aber ich will mich nicht beschweren, immerhin hatte ich sieben Wochen lang sehr angenehmes Wohnmobil-Reise-Wetter, tagsüber meistens mit Temperaturen um die 20 Grad oder knapp darüber (und in der Nacht hat sich oft die Heizung eingeschaltet). Für heute wird ein wolkenloser Vormittag vorhergesagt. Am Nachmittag werden Wolken kommen, und am Abend wird Regen mit entsprechender Abkühlung erwartet. 


Ich mache ein paar Wasserfall-Fotos. Herrlich, wenn man ganz allein an so einem Ort ist (die Camper-Nachbarn schlafen noch, und erst um 9:30 tauchen ein paar Radfahrer auf)!







Ich fahre 16 km zum Stellplatz in Pontevedra, der erstaunlich voll ist (ein paar Parzellen sind aber frei). Er liegt neben einer vielbefahrenen Straße mit Lärm vom Verkehr und einer Baustelle nebenan - da habe ich eindeutig einen besseren Schlafplatz gehabt!


Einen Vorteil hat der Stellplatz: es ist von hier nicht weit ins Stadtzentrum, das größtenteils Fußgängerzone ist (allerdings fahren und stehen um diese Tageszeit viele Lieferautos herum). Ich überlege, ob ich ein Getränk mitnehmen soll, entscheide mich aber dagegen, da ich voraussichtlich nicht länger als eine Stunde (maximal eineinhalb) unterwegs sein werde. Das stellt sich als Irrtum heraus, denn es werden fast zweieinhalb Stunden, die ich durch die oft engen Gassen spaziere. In der Capela da Virxe Peregrina kann man eine Wendeltreppe zur Kuppel hinaufgehen (1 Euro). Kurz vor 13 Uhr bin ich zurück ...


















... und esse Brote mit der zweiten Hälfte der Guacamole.


Am Stadtrand wartet ein Lidl auf mich.


Ich verlasse Pontevedra auf der Straße, die am Fluss bzw. Meer entlang verläuft. Jeder Zebrastreifen ist etwas erhöht, so dass man die Geschwindigkeit auf maximal 15 bis 20 km/h verringern muss, damit nicht die ganze Fracht durcheinander gewürfelt wird. Es gibt in Pontevedra sehr viele Zebrastreifen. Mein Ziel liegt fast am Ende der Halbinsel im Südwesten im Dorf O Hio. Hier kann man neben der Kirche den laut Müller-Reiseführer berühmtesten und schönsten Cruceiro (Steinkreuz) Galiciens besichtigen: "Er wurde im 19. Jh. in filigraner Manier aus einem einzigen Granitblock geschlagen und stellt die Kreuzabnahme Christi, die Jungfrau Maria sowie Seelen im Fegefeuer dar."


Ich überlege, was ich als nächstes unternehme. In Komoot finde ich eine Wanderung, die gleich zu drei Leuchttürmen führt. Für heute ist die allerdings zu lang. In der Nacht soll es regnen, aber mit ein wenig Glück bleibt es morgen tagsüber trocken. Ich beschließe daher, auf dem geschotterten Parkplatz beim Cruceiro zu übernachten.


Mein Abendessen: Tofu-Würste mit Salat, Joghurt mit Himbeeren und Nüssen.


Mein Weg durch Pontevedra:


Meine Route:



Kilometerstand: 5460 km (54 km gefahren).