Obwohl der Parkplatz mitten in Tui liegt, war es in der Nacht völlig ruhig. Am Morgen ist es teilweise bewölkt bei 15 Grad.

Ich gebe die Koordinaten einer im WoMo-Reiseführer genannten Parkmöglichkeit in Ourense (etwas über 100.000 Einwohner) ins Navi ein und verlasse Tui. Tomtom führt mich durch ein Weinanbaugebiet mit kleinen Orten. In der dünn besiedelten Gegend sind wenige Autos unterwegs. Irgendwann frage ich mich, warum ich nicht auf die Autobahn geleitet werde, und entdecke, dass in den Routenoptionen "Autobahnen vermeiden" aktiviert ist. In Ourense ist natürlich alles voller PKWs. Ich fahre kilometerweit durch die Stadt, bis ich endlich halten und mich orientieren kann. Der nächstgelegene Parkplatz aus Park4night ist auch voll. Ich überlege, zum Lidl zu fahren, aber in der Luftbildaufnahme von Google Maps ist praktisch kein Parkplatz zu sehen (wahrscheinlich gibt es eine für Ludwig ungeeignete Tiefgarage). Ourense dürfte durchaus eine Besichtigung wert sein, aber wahrscheinlich hat man an Sonntagen die beste Chance, einen Parkplatz in Zentrumsnähe zu finden. Ich gebe die nächsten Koordinaten aus Tour 15 des WoMo-Reiseführers ein: ein Aussichtspunkt in der Schlucht des Rio Sil, der Garganta del Sil (auch Canon do Sil genannt). Beim Dorf Os Peares verlasse ich die Hauptstraße und folge nun einer eineinhalbspurigen Straße auf der in Fahrtrichtung rechten Flußseite. Meistens verdecken Bäume die Sicht. Ich bleibe in einer Haltebucht stehen, um Fotos des Flusses zu machen. Auf der anderen Flussseite fährt die Eisenbahn.

Es fahren hier erstaunlich wenige Autos (ich hatte viel mehr Touristen und zahlreiche Wohnmobile erwartet). Ich fotografiere eine Brücke ...

... und erreiche um 12:40 den Aussichtspunkt ...

... oberhalb einer Staumauer.

Während ich Heringsfilets esse, treffen mehrere PKWs ein. Die Insassen schießen ein paar Fotos und fahren weiter.

Die Straße mündet in eine zweispurige. Ich biege rechts ab und fahre (zuletzt wieder eineinhalbspurig) zum Parkplatz beim Monasterio de Santo Estevo de Ribas de Sil (weiter dürfen Busse und Wohnmobile nicht fahren).

Bis zum ehemaligen Kloster sind es rund 700 m, teilweise recht steil bergab.

Das Kloster ist jetzt ein Hotel.

Ich drehe um und fahre zum 12 km entfernten Miradoiro de Cabezoa.


Viereinhalb Kilometer weiter gibt es in Parada de Sil einen Parkplatz für Wohnmobile und Busse. Gut, dass nicht viele WoMos dort stehen, denn die Parzellen sind viel zu eng und eignen sich von der Länge her gerade für Ludwig, aber nicht für größere WoMos.

Ich spaziere zum Aussichtspunkt Balcones de Madrid.

Der Fluss Sil befindet sich ca. 400 m weiter unten.




Es wird Zeit, dass ich mich nach einem Ort zum Schlafen umsehe. Der Stellplatz im Dorf San Xoan de Rio (im Jahr 2024 518 Einwohner) hat in Park4night gute Bewertungen.

Mein Abendessen: Ricotta & Spinat-Tortellini, Bohnensalat, Joghurt, Himbeeren, Nüsse.

Mein Weg zum ehemaligen Kloster:

Mein Weg zum Aussichtspunkt:

Meine Route:


Kilometerstand: 5841 km (198 km gefahren).