Montag, 30. September 2024

Italien, Tag 26 (Montag, 30.9.2024): Cosenza

Ich stehe heute früh auf ... 


... und breche noch vor Sonnenaufgang aus Rende auf, um Chancen zu haben, in Cosenza, einer Stadt mit 65.000 Einwohnern, einen Parkplatz zu bekommen. Es sind noch verhältnismäßig wenige Autos unterwegs, aber doch mehr, als ich erwartet hatte. Mein Ziel ist das Museum Galleria Nazionale in der Nähe der Altstadt, wo tatsächlich noch Plätze verfügbar sind. 45 Minuten später hätte ich Pech gehabt.


Nach dem Frühstück besichtige ich die Stadt. Ich gehe durch die Altstadt (viele Gebäude könnten eine Renovierung vertragen) zur Burg und anschließend in die Neustadt mit einer langen Fußgängerzone. Nachfolgend Fotos des Rundgangs:










Nach einem Einkauf im lokalen Lidl ...


... esse ich auf dessen Parkplatz zwei Weckerl mit Mortadella und Käse.


Anschließend kehre ich zur Küste bei Paola zurück. Dort folge ich einer alten Bekannten, der SS18, nach Süden, ehe ich links abbiege und über enge Serpentinen (einmal muss ich zurücksetzen, um die Kehre zu schaffen) nach Fiumefreddo Bruzio fahre. Ich stelle Ludwig am etwas schrägen Parkplatz ab (etwas weiter unten gibt es einen ebenen Grasparkplatz, der sich bei Trockenheit bestens für eine Übernachtung eignen dürfte) ...


... und spaziere durch das auf einem Felsen 200 m über dem Meer errichtete Dorf, das zu den belli Borghi gehört. 




Die Aussicht ist toll. Im Dunst ist der Vulkan Stromboli zu erkennen.


Statt gleich zur SS18 zurückzukehren, fahre ich noch weiter bergauf (wobei ich kurz mit Warnblinkanlage halte, um ein Foto von Fiumefreddo Bruzio zu machen) auf ca. 500 m Seehöhe und dann über Longobardi hinunter zur Küste.


Ich begutachte einen Parkplatz am Strand hinter Amantea und beschließe, mich hier für die Nacht einzuquartieren.


Mein Abendessen: Faschierte Laibchen mit grünem Salat.


Danach schieße ich ein paar Sonnenuntergangsfotos. Heute sind einige interessante Wolken vorhanden, allerdings fehlt ein Vordergrundmotiv, sieht man mal von Ludwig ab (es sollten viel mehr Leuchttürme! gebaut werden).






Mein Weg durch Cosenza:


Mein Weg durch Fiumefreddo Bruzio:


Meine Route:



Kilometerstand: 3045 km (93 km gefahren).

Sonntag, 29. September 2024

Italien, Tag 25 (Sonntag, 29.9.2024): Monte Botte Donato

Gestern Abend hat kühler Wind die Temperatur merklich gesenkt. In der Nacht haben starke Böen Ludwig zum Wackeln gebracht. Inzwischen weht wieder weniger Wind. Der Himmel ist fast wolkenlos. Die Wetter-App zeigt 12 Grad an (in rund 1000 m Seehöhe).


Ich folge wieder der Tour 5 aus dem Womo-Reiseführer. Zuerst muss ich ans untere Ende von San Giovanni in Fiore. Tomtom will mich in schmale Gassen abbiegen lassen, aber diese sind so eng, dass auf den ersten Blick ersichtlich ist, dass das eine unbrauchbare Abkürzung ist. Ich versuche, auf der breitesten Straße zu bleiben, auch wenn das Navi etwas anderes sagt. Gelegentlich helfen mir auch Verkehrszeichen, die die Richtung für LKWs und Busse anzeigen. Diese Stadtdurchquerung bestätigt, dass man San Giovanni in Fiore nicht unbedingt gesehen haben muss. Der Übernachtungsplatz war aber super. Kaum habe ich die Stadt verlassen, fahre ich gemütlich in vielen Kurven bergab und bergauf durch Wald - ich hatte nicht erwartet, dass Süditalien so grün ist.


Ich erreiche den Stausee Lago Ampollino ...


... und bald danach einen im Womo-Reiseführer erwähnten Picknickplatz (bereits zuvor habe ich mehrere Plätze neben der wenig befahrenen Straße entdeckt, wo man eine Rast einlegen könnte).


Am weiteren Südufer des Lago Ampollino kann man kaum irgendwo halten, und es gibt keine Zugänge zum Stausee. Dieses Gebiet dürfte wieder zum Nationalpark della Sila gehören. Außerhalb des Nationalparks folge ich der SS179 durch ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet, das sich auch in der Südsteiermark befinden könnte. In Bocca di Piazza lege ich bei einer Kapelle einen Stopp ein (kurz davor ein Schreckmoment, weil mir ein Idiot auf meiner Fahrbahnseite entgegen kommt, offenbar um die Kurve sportlich zu nehmen - ich hoffe, er hat mein Hupen gehört und ist auch erschrocken).


Nun geht es wieder hauptsächlich durch Wald zum Lago Arvo, der im Nationalpark liegt.


Die Koordinaten eines Picknick-Areals aus dem Womo-Reiseführer werden in Tomtom falsch an der Hauptstraße angezeigt. Google Maps hingegen weiß, dass demnächst eine Abzweigung kommt und ein paar hundert Meter auf einer schmalen Straße dorthin zurückzulegen sind (Tomtom kennt diese Zufahrt überhaupt nicht).


Nach ein paar hundert Metern auf der Hauptstraße biege ich links in Richtung Funivia ab. Ich möchte erkunden, ob die Seilbahn in Betrieb ist (sie ist). Berg- und Talfahrt auf den Monte Botte Donato kosten je nach Jahreszeit 8 bzw. 10 Euro. Am Parkplatz dürfte laut Kommentaren in Park4night das Übernachten geduldet werden.


Ich esse zarte Heringfilets in Paprikacreme.


Schade, dass die Seilbahn modernisiert und mit Vierer-Kabinen ausgestattet wurde. Mit den alten Käfigen, in denen man steht, hätte ich eine Fahrt unternommen.


Stattdessen lasse ich mich von Ludwig zur Bergstation bringen. Die Straße ist ein- bis eineinhalbspurig, man muss auf entgegenkommenden Verkehr (zum Glück nur ein paar PKWs), Ausweichmöglichkeiten, in die Fahrbahn hängende Zweige sowie Schlaglöcher aufpassen. Glücklicherweise fährt man bis kurz vor dem Ziel durch Wald, denn hätte man auch noch eine schöne Aussicht, auf die man achten sollte, wäre diese Strecke Stress pur.


Außer der Bergstation der Seilbahn ...


... gibt es eine Berghütte.


Ich genieße die Aussicht ...


... und spaziere ...


... zum Gipfel des 1928 m hohen Monte Botte Donato.


Die Autoren des Womo-Reiseführers haben es nicht bis hierher geschafft, weil ihnen Anfang Mai eine Schneebarriere den Weg verstellte. Ich hingegen werde auf der anderen Seite des Berges zur SS107 hinunter fahren und ein zweites Mal auf dem großen, leeren und ruhigen Parkplatz in Rende übernachten. Die Straße auf dieser Seite des Gipfels ist oben eine Spur breiter und angenehmer zu fahren. Weiter unten ist sie fast zweispurig.


Den Parkplatz in Rende habe ich wieder für mich allein.


Mein Abendessen: Chili con Carne mit Reis.


Mein Weg zum Gipfel:


Meine Route:



Kilometerstand: 2952 km (144 km gefahren).